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Schön und verschuldet statt arm aber sexy?

Am Mellensee Schön und verschuldet statt arm aber sexy?

Finanziell kann die Gemeinde Am Mellensee bekanntermaßen nicht aus dem vollen schöpfen. Wie also will die Kommune künftig ihrem Anspruch besser gerecht werden, arm aber sexy zu sein? Auch darüber diskutierten 14 Leser Donnerstag beim MAZ-Frühstück im Mellenseer „Eiscafé Angela“. Ein weiteres Thema waren Vandalismusschäden.

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Sachlich und entspannt war die Atmosphäre beim MAZ-Leserfrühstück im Mellenseer „Esicafé Angela“.

Quelle: fotos: Frank Pechhold (2)

Mellensee. Arm, aber sexy. Wie kann die Gemeinde Am Mellensee diesem Anspruch gerecht werden? Das war eines von vielen Themen, die Donnerstag am MAZ-Leserstammtisch im Mellenseer „Eiscafé Angela“ zur Diskussion standen.

„Wir sind total arm. Warum verschulden wir uns nicht einfach und werden eine top Gemeinde mit touristischen Attraktionen?“, wollte der Klausdorfer Gerd Buchsteiner von Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) wissen. Hin und wieder frage auch er sich das, so Broshog. Als er sein Amt angetreten habe, galt für die hoch verschuldete Kommune ein Haushaltssicherungskonzept. Dieses Dilemma sei 2009 beendet worden. Seitdem könne man allein über die Verwendung des Geldes entscheiden. „Leider werden wir dafür bestraft, dass wir uns in den vergangenen Jahren zusammengerissen haben und keine roten Zahlen schreiben“, so Broshog.

Gehwegausbau kann die Kommune nicht aus eigener Kraft stemmen

Beispielsweise habe man 2016 vergeblich Fördermittel im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbes für die Erneuerung des älteren Tagesgästen und Urlaubern unzumutbaren, von der Klausdorfer Dorfaue zum Mellenseer Draisinenbahn-Park führenden Gehweges beantragt. Aus eigener Kraft könne die Kommune den Gehwegausbau nicht stemmen, so Broshog: „Da sind wir mit 300 000 Euro dabei.“ Ähnlich sehe es in anderen Ortsteilen aus. Beispielsweise bettle Gadsdorf seit Jahren darum, dass der Gehweg vom Ortsausgang bis zum Friedhof gemacht wird.

Dorothea Woida aus Klausdorf warf ein, dass Dörfer wie Blankensee wie Puppenstübchen aussähen. „Wie machen die das?“ Blankensee habe in den 1990er Jahren viele Fördertöpfe angezapft, so der Sperenberger Ortsvorsteher Lutz Lehmann (CDU). „Das hat unsere alte Führungsriege total verpennt.“ Ungeachtet dessen dürfe man nicht zurück gucken, sondern müsse nach vorne schauen, sagte Dorothea Woida. „Es geht darum, wie wir mit wenig Geld möglichst viel bewerkstelligen können“, sagte Mellensees Ortsvorsteher Siegbert Weigt (Die Linke). Gut sei ein Vorschlag von Marion Pods. Sie habe angeregt, Blumenkästen an der zwischen Nottekanal und Mellensee gelegenen Brücke anzubringen. Am Schneidegraben stünden links und rechts des Brückengeländers Kübel mit Unkraut. „Wenn wir die Kübel neu bepflanzen, besteht kaum die Gefahr, dass jemand die Blumen raus reißt“.

Scheiben von Buswartehäuschen zerschlagen

So geschehen erst kürzlich andernorts. „Vandalismus ist ein ganz großes Problem“, sagte Broshog. Beispielsweise seien in mehreren Ortsteilen Scheiben von Buswartehäuschen zerschlagen, Straßenbegrenzungspfähle aus der Erde gerissen worden. „Da sollte man die Polizei ansprechen, mehr Präsenz zu zeigen“, sagte die Mellenseerin Gisela Kublick. Eigentlich müsste jeden Tag was über Vandalismus in der MAZ stehen, so Ruth Buchsteiner: „Vielleicht begreifen die Eltern der Randalierer dann, dass ihre Kinder unsere Steuergelder kaputt machen.“

Von Frank Pechhold

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