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Teltow-Fläming „Schönefeld und die ILA gehören zusammen“
Lokales Teltow-Fläming „Schönefeld und die ILA gehören zusammen“
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00:28 22.03.2018
Publikumsmagnet: 2016 strömten 150 000 Menschen zur ILA nach Selchow. Quelle: dpa
Schönefeld

In der Gemeinde Schönefeld ist man nach der indirekten Absage, die Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup der Internationalen Luftausstellung (ILA) für die Zeit nach 2020 erteilt hat, gelassen. „Herr Lütke Daldrup ist zum Glück nicht derjenige, der das zu entscheiden hat“, sagte Bürgermeister Udo Haase (parteilos) der MAZ.

Schönefelds Bürgermeister Udo Haase (Mitte) auf der ILA 2016. Quelle: Uta Schmidt

Trotz ihres Erfolgs steht die Schau seit Längerem in der Kritik. Vertraglich ist die Messe, die alle zwei Jahre im Schönefelder Ortsteil Selchow am Rande des Flughafens stattfindet, nur bis 2020 gesichert. In der vergangenen Woche befeuerte Lütke Daldrup die Debatte um die ILA erneut. Der Flughafenchef sprach davon, dass nach der Inbetriebnahme des BER „ein ILA-Flugprogramm wie bisher nicht mehr vorstellbar“ sei.

ILA spült 150 Millionen Euro zusätzlich in die Flughafenregion

Der Flughafen Berlin Brandenburg soll im Herbst 2020 eröffnen. Damit ist nicht ausgeschlossen, dass die Schau im Frühjahr 2020 zum letzten Mal als große Publikumsmesse mit Manövern von Kampfjets stattfindet. Für Schönefeld und die Region wäre das fatal. Bis zu 150 Millionen Euro zusätzlich spült die ILA in die Kassen der Flughafenregion, schätzt Haase. Viele kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von der Messe.

Hotels in Schönefeld sind zur ILA ausgebucht

„Die Schönefelder Hotels sind zur ILA für eineinhalb Monate voll ausgebucht“, sagt der Bürgermeister. Und fahre man während der Messe durch die Gemeinde, sehe man, dass in nahezu allen Restaurants Hochbetrieb herrscht. Zudem beliefern Caterer aus der Region Veranstaltungen rund um die Schau.

Schönefeld und die ILA gehören einfach zusammen“, sagt Haase. Als Schönefelder Bürgermeister werde er alles daran setzen, dass die ILA in Selchow bleibt. „Wo soll die Messe auch sonst stattfinden? Ich kenne in Brandenburg keinen Standort, der besser geeignet wäre“, ergänzt Haase.

2016 kamen 150 000 Besucher

Die Bedenken der ILA-Kritiker, die Messe verschlinge zu viele Millionen, wischt der Schönefelder Bürgermeister anhand von Erfolgszahlen vom Tisch: 150 000 Besucher strömten 2016 zur ILA nach Selchow. An die 4000 Journalisten aus aller Welt haben sich in diesem Jahr angekündigt, zählt er auf und fügt hinzu: „Für 2018 wurden so viele Ausstellungsflächen wie nie zuvor vermarktet.“

Zudem verweist er auf die Bedeutung der Flugschau für in der Region ansässige Unternehmen. Für Rolls-Royce in Blankenfelde-Mahlow oder das Ludwigsfelder Maschinenbauunternehmen MTU Aero Engines etwa sei die Flugschau ein Heimspiel.

Viele Akteure am Verhandlungstisch zur ILA

„Als Gemeinde sind wir unheimlich stolz, dass die ILA hier bei uns stattfindet“, betont Haase. Ob die Publikumsmesse in Selchow bleibt, liegt allerdings nicht in den Händen des Schönefelder Verwaltungschefs. Am Verhandlungstisch sitzen viele Akteure: die Länder Brandenburg und Berlin, die Berliner Messegesellschaft, die das ExpoCenter Airport in Selchow betreibt, dazu die Flughafengesellschaft, der Bundesverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) sowie der Bund mit dem Verteidigungs- und dem Verkehrsministerium.

Schönefeld ist nicht in die Gespräche involviert – „was nicht heißt, dass wir unsere Meinung nicht zum Ausdruck bringen“, sagt Haase. Er wolle sich weiter für die ILA stark machen.

Die Flugschau findet turnusmäßig vom 25. bis 29. April statt.

Von Josefine Sack

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