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Schönes Sommerfest auf Schloss Wiepersdorf

Wiepersdorf Schönes Sommerfest auf Schloss Wiepersdorf

Beim Sommerfest im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf haben am Sonntagnachmittag Stipendiaten ihre künstlerischen Arbeiten der Öffentlichkeit präsentiert. Und Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) war gekommen, um positive Signale für die Zukunft des Künstlerhauses zu senden.

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Autorin Alena Wagnerova und Moderator Thorsten Dönges.

Quelle: Karen Grunow

Wiepersdorf. Kurz bevor die Besucher in ihr Atelier strömen, arbeitet Riitta Helevä noch schnell an ihrem Blättertisch. Dabei wird der doch schon bald wieder abgebaut werden, denn für die finnische Künstlerin endet ihr Aufenthalt im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf in wenigen Tagen. Doch zum großen Sommerfest am Sonntag hat sie wie alle der bildenden Künstler, die seit März hier sind oder waren, einige vor Ort entstandene Werke ausgestellt. Und bei einem Rundgang mit der Kunsthistorikerin Helen Adkins kommen dutzende Neugierige auch bei den Birkenrinde- und Blattinstallationen Heleväs vorbei.

Ein schöner Festtag

Ein schöner Nachmittag, dieser Festtag, bei dem zugleich das Zehnjährige des Künstlerhauses unter der Trägerschaft der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefeiert wird. Eigens ist Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) gekommen, um positive Signale für die Zukunft des Künstlerhauses zu senden. Einzigartig sei „die Idee des Austausches auch über die verschiedenen Genres hinweg“, hebt sie das für sie Besondere dieses Ortes hervor, an dem pro Jahr rund 40 Stipendiaten aus Literatur, Kunst und Musik leben können. Sie spricht von einer „fruchtbaren Zusammenarbeit“ des Landes mit der Stiftung Denkmalschutz. Wolfgang Illert von deren Vorstand sagt, die Stiftung wolle mit dem Land nach Lösungen suchen, diesen Ort so zu erhalten, wie er die vergangenen zehn Jahre bestand. Er nennt Zahlen, um auf die Erfolge dieser Jahre zu verweisen: 311 Stipendiaten aus 15 Nationen haben hier gewirkt, sagt er. Das zeige auch die Internationalität dieses Ortes. Christian Ehler (CDU), Mitglied des Europäischen Parlaments, greift das Schlagwort vom „kulturellen Dialog“ gerade im Hinblick auf die aktuelle politische Lage in Europa auf und betont, „wie unendlich wichtig diese Arbeit ist, wie unendlich wichtig dieser Austausch ist“. „Wiepersdorf ist eine ganz große Erfolgsgeschichte“, zeigt sich Norbert Baas, der Vorsitzende des Freundeskreises Schloss Wiepersdorf, erfreut über all diesen positiven Zuspruch, denn zuletzt gab es doch so einige Sorgen, was die Zukunft dieses Ortes angeht. Er denkt schon weiter: „Die internationale Vernetzung wird in der Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen.“

Offenes Künstlerhaus

Auch Laura Hirvi ist da, Leiterin des Finnland-Instituts Berlin, wo gerade eine Ausstellung ehemaliger finnischer Wiepersdorf-Stipendiaten läuft. Derzeit sind neben Riitta Helevä drei weitere Finnen im Künstlerhaus, Anu Kaaja und Mia Kankimäki lesen wie auch die zahlreichen anderen anwesenden Autoren Auszüge aus ihren in Wiepersdorf entstandenen Texten. Ganz neu angekommen ist Hanna Järvenpää, was dem Atelier der jungen Künstlerin nicht anzusehen ist – die Wände hängen voller Arbeiten, auf denen sie menschliche Skelette in emotional beherrschte Posen setzt. Doch vor den Fenstern hängen einige noch leere Bettlaken, im Schloss hat sie die alten Stoffe gefunden. Helen Adkins zeigt beim Rundgang darauf und spricht die vielen Besucher an: Wer noch solche alten, festen Laken zu verschenken habe, könne sie der Künstlerin bringen, damit sie darauf arbeiten kann. Als Dank winke ein kleines Werk. Auch ein Weg, Bekanntschaft mit den Menschen im Dorf zu schließen.

Stefan Schiek gehört zu denjenigen, deren Stipendium schon wieder vorbei ist. Trotzdem ist der Maler eigens aus Weimar noch mal angereist, um seine aufwendig gearbeiteten Lackbilder zu zeigen, die er in Wiepersdorf begonnen hat. Drinnen die Kunst und draußen die Literatur; wer möchte, kann sich später am Nachmittag noch eine private Lesung eines der Autoren gönnen. Mit einem entspannten Gespräch im Sonnenschein.

Von Karen Grunow

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