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Schönheitskur für Luckenwalder „Schlüsselloch“

Stadtgestaltung Schönheitskur für Luckenwalder „Schlüsselloch“

Die Luckenwalder Grünanlage „Schlüsselloch“ ist in die Jahre gekommen. Zur 800-Jahr-Feier der Stadt soll sie für 50 000 Euro neu gestaltet werden. Als besonderen Hingucker wird es ein Stadtwappen im XXL-Format geben.

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Die Grünanlage an der Ecke zum Kirchhofsweg wird zum 800. Geburtstag der Stadt Luckenwalde neu gestaltet.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Alte Luckenwalder kennen die Bezeichnung „Schlüsselloch“ für die Grünfläche in der Salzufler Allee/Ecke Kirchhofsweg. Die Pflanzfläche war vor Jahrzehnten dort ursprünglich in Form eines Schlüsselbartes angelegt worden. Anlässlich der 800-Jahr-Feierlichkeiten Luckenwaldes soll das 1200 Quadratmeter große Areal im Auftrag der Stadt für Netto-Baukosten in Höhe von 50 000 Euro neu gestaltet werden. Ein Bauzaun, schwere Technik und Buddelarbeiten charakterisieren derzeit die Eckfläche.

Der Plattenweg wurde gern als Abkürzung vom Kirchhofsweg zur Hauptstraße genutzt, ist aber in die Jahre gekommen. „Wir mussten ihn im vergangenen Jahr sperren, weil die maroden Platten schon eine Unfallgefahr waren“, berichtete Michaela Hoffmann vom städtischen Grünflächenamt beim jüngsten Baurapport und Pressetermin. Die Platten wurden inzwischen aufgenommen, der Weg soll komplett erneuert werden. „Wir lassen die traditionelle Luckenwalder Platte verlegen, die sogenannte Bischofsmütze“, erklärte Michaela Hoffmann.

Stadtmitarbeiter, Planer und Bauausführende beim Baurapport und Pressetermin vor Ort im Luckenwalder Kirchhofsweg

Stadtmitarbeiter, Planer und Bauausführende beim Baurapport und Pressetermin vor Ort im Luckenwalder Kirchhofsweg.

Quelle: Elinor Wenke

Die Planung hatte das Landschaftsarchitekturbüro Gunnar Lange übernommen. „Den alten Rasen werden wir vertikutieren und regenerieren“, erläuterte Planer Robert Voß, „die zehn vorhandenen Lindenbäume bleiben erhalten.“

Den Zuschlag in der Ausschreibung für die praktische Umsetzung hatte der Garten- und Landschaftsbau Dominick erhalten. Dessen Chef, Michael Dominick, sowie Vorarbeiter Jan Wendlandt kündigten ihre nächsten Arbeitsschritte an. Die neue Pflanzfläche wird an der westlichen Seite der Grünfläche gestaltet. Gehölze und Kleinsträucher, zum Beispiel Felsenbirne oder Liguster, sollen künftig die unschöne Grenzmauer verdecken.

Zahlen und Fakten

630 Quadratmeter Rasenfläche und 100 Quadratmeter Plattenweg werden auf dem „Schlüsselloch“-Areal neu gestaltet.

460 Quadratmeter groß ist die Pflanzfläche insgesamt. Auf 20 Meter werden neue Rabatten angelegt.

2 neue Bänke mit Blick auf die Salzufler Allee laden zum Verweilen ein; zwei neue Abfallbehälter komplettieren die Fläche.

Für einen Hingucker, der auch von der Salzufler Allee wahrgenommen wird, sorgt Matthias Giese aus Leipzig. Er fertigt das originalgetreue Luckenwalder Stadtwappen in der Größe von 3 mal 3,30 Metern aus Polymerbeton an. „Das ist ein kunstharzgebundener Naturstein, der wetterfest, frostsicher und farbbeständig ist“, erklärte der Handwerksmeister. Er fertigt dieses Spezialgestein seit nunmehr 18 Jahren an, hat sich das System patentieren lassen und ist nach eigener Aussage „europaweit der Einzige, der so was anbietet“. Die Kosten für das blau-gelbe Pelikan-Wappen im XXL-Format liegen bei 5200 Euro.

Visitenkarte der Stadt wird auf einem Hügel drapiert

Diese originelle Visitenkarte der Stadt soll auf einem 1,50 Meter hohen Hügel drapiert werden, damit sie weithin sichtbar wird. „Der kleine Erdhügel drumherum wird mit Bodendeckern bepflanzt“, kündigte Robert Voß an. Außerdem soll noch eine Informationstafel zum Stadtwappen angebracht werden.

Mit den Bauarbeiten am „Schlüsselloch“ ist in der vergangenen Woche begonnen worden. „Wir gehen davon aus, dass die Grünanlage Ende Mai fertig ist und von den Luckenwaldern dann wieder gern für eine kleine Verschnaufpause genutzt wird“, sagte Michaela Hoffmann.

Von Elinor Wenke

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