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Teltow-Fläming Schrauber mit der Leidenschaft für alte Autos
Lokales Teltow-Fläming Schrauber mit der Leidenschaft für alte Autos
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00:29 10.03.2018
Den Oldtimer, der einst im Ifa-Werk Ludwigsfelde hergestellt wurde, nutzte die Feuerwehr Barnewitz im Havelland noch bis 2010 für Einsätze. Quelle: Margrit Hahn
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Gottsdorf

Tim Zöllner interessierte sich schon immer für außergewöhnliche Fahrzeuge. Vor allem alte Feuerwehren haben es im angetan. Vor sieben Jahren machte er sich selbst ein Weihnachtsgeschenk und kaufte der Feuerwehr im havelländischen Barnewitz einen W50, Baujahr 1975, für 2500 Euro ab, der gerade erst außer Dienst gestellt worden war.

Tim Zöllner aus Gottsdorf im Fahrerhaus seines W50. Quelle: Margrit Hahn

Der Ifa W50/LA/TLF wurde einst in Ludwigsfelde produziert. Der Umbau erfolgte im damaligen Feuerwehrgerätewerk in Luckenwalde. „Ich bin froh, dass ich durch einen Freund vom Verkauf erfahren habe“, sagt Tim Zöllner. Das Besondere an dem Ost-Fahrzeug ist, dass er viel daran herumschrauben kann. Der heute 28-Jährige wurde in Berlin eingeschult, zog aber noch vor Ende der 1. Klasse mit seinen Eltern nach Ragow und später nach Telz. Seine dreieinhalbjährige Lehre zum Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik absolvierte er in Elsterwerder und in Königs Wusterhausen. Später machte der zielstrebige junge Mann noch seinen Handwerksmeister für Landmaschinentechnik. Bei einem Traktortreffen in Lüdersdorf lernte er Mara Bornkessel kennen. Inzwischen wohnen die beiden zusammen in Gottsdorf. Im kommenden Jahr übernimmt er den Metallbau-Betrieb von ihrem Großvater. Ihm gefällt, dass sich seine Freundin Mara für Autos begeistert und hin und wieder beim Schrauben hilft und auch gern damit fährt. Auch Jonas, sein Schwager in spe packt mit an, wenn Hilfe benötigt wird.

Auch der Aufbau für feuerwehrtechnische Beladung wird detailgetreu restauriert. Quelle: Margrit Hahn

Momentan ist er dabei, den Aufbau für die feuerwehrtechnische Beladung auf Vordermann zubringen. Ein Teil der Unterkonstruktion aus Holz muss erneuert und auch einige Bleche ersetzt werden. „Mit der Schlosserei lassen sich Beruf und Hobby gut verbinden“, stellt Tim Zöllner fest. Für den W50 steht im April die Hauptuntersuchung an. Da die Batterien schlapp gemacht haben, müssen neue besorgt werden. Außerdem hat das Kreuzgelenk der Vorderachse die Schlammgrube nicht überstanden. „Das Fahrzeug ist ja nicht nur zum Angucken da,“ sagt Tim Zöllner. Besonders freut er sich, dass die Feuerwehrtechnik – Strahlrohr, Blaulicht und Monitor – funktioniert.

Ersatzteile fertigt Tim Zöllner weitgehendst selbst an. Quelle: Margrit Hahn

Das Gesamtgewicht der alten Feuerwehr beträgt elf Tonnen. Wenn er mit dem 7,50 Meter langen Oldtimer unterwegs ist, der es immerhin auf gut 90 km/h bringt, erntet er anerkennende Blicke. „Als wir das Fahrzeug damals von der Feuerwehr geholt haben, ist uns unterwegs die Kopfdichtung kaputtgegangen. Zum Glück haben wir es ohne größeren Schaden nach Hause bekommen“, berichtet Tim Zöllner. Auf der Rücksitzbank hat er einen Lattenrost angebracht. So können er und seine Freundin bei Oldtimer- und Traktorentreffen im Fahrzeug übernachten.

Diesen Austin Mini-Pick-up will Tim Zöllner aus Gottsdorf im kommenden Jahr fahrbereit haben. Quelle: Margrit Hahn

Als er erfuhr, dass der Dorfverein Felgentreu ein altes russisches Fahrzeug verschrottet wollte, war sein Sammlerinstinkt geweckt. Er will es restaurieren – genau so wie ein englischer Austin-Mini-Pick-up, den er sich schon seit Jahre gewünscht hatte. Nur 17 000 Stück wurden von diesem Modell hergestellt. Dieser soll in zwei Jahren fertig sein. Im August 2019 will Tim Zöllner zu einem Treffen nach England fahren. Doch dafür werden einige hundert Arbeitstunden nötig sein. Dach, Kotflügel, Fußboden – alles wir neu gemacht. Da die Federung bretthart ist, wird er Sitze einbauen, die längere Fahrten zulassen. „Das ist eine komplette Vollrestaurierung“, sagt Tim Zöllner.

Von Margrit Hahn

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