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Teltow-Fläming Schreiber attackiert Kreis im Kita-Streit
Lokales Teltow-Fläming Schreiber attackiert Kreis im Kita-Streit
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00:21 11.02.2018
Michaela Schreiber (Plan B), Bürgermeisterin von Zossen Quelle: Stadt Zossen
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Zossen

Die Zossener Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) hat die Kreisverwaltung scharf angegriffen, nachdem diese seit 1. Januar die Prüfung des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz an sich gezogen hatte (die MAZ berichtete). Mit dem neuen Verfahren gebe es nun längere Wege und Bearbeitungszeiten für die Eltern von 1200 Kita-Kindern in Zossen – diese bekämen aber trotzdem nicht schneller einen Kita-Platz. Zudem habe sie habe sich Verständnis für die angespannte Personalsituation im Zossener Rathaus und Anerkennung für die Leistung der Mitarbeiter dort gewünscht, heißt es in einer vierseitigen persönlichen Erklärung Schreibers vom Mittwoch. Immerhin habe auch die Kreisverwaltung in der Unteren Bauaufsicht und im Jugendamt ähnliche Personalprobleme.

Schreiber: Landkreis hat kein Verständnis

Doch es habe kein Verständnis gegeben. „Offensichtlich nimmt der LK (Landkreis, d.Red.) für sich selbst in Anspruch, bei einer angespannten Personalsituation die Bearbeitungszeit um Monate zu verlängern (Erklärung der Landrätin zur Unteren Bauaufsicht von September 2017) und findet das in Ordnung“, heißt es in Schreibers Erklärung. „Wenn eine Stadt in einer ähnlichen Situation ist, dann kann nicht abgewartet werden, sondern der LK muss einschreiten.“ Dabei sei er über die Situation im Rathaus informiert gewesen. Schreiber vermutet politische Motive mit Blick auf die Landtags- und Kommunalwahlen 2019 hinter der Entscheidung des Kreises, das Verfahren an sich zu ziehen.

Vorwurf: Kreis wollte Bürger bevorzugen, die sich beschwert hatten

Sie sei zudem verärgert, weil der Kreis mehrfach versucht habe, bei ihr zu erreichen, dass Anträge von Bürger, die sich in der Kreisverwaltung über die Situation in Zossen beschwert hatten, bevorzugt behandelt würden. „Ich habe das nicht getan, weil das zu Lasten aller anderen Antragsteller gegangen wäre“, so Schreiber.

Kritik auch an MAZ

Schreiber kritisierte auch die MAZ. Die Redaktion habe ihr nicht genug Zeit zur Beantwortung von acht schriftlichen Fragen gegeben. Diese waren am Donnerstagmittag bei ihr eingegangen, die Redaktion bat um eine Antwort bis Freitagmittag. Außerdem hätte diese lieber in einem persönlichen Gespräch beantwortet.

Von Carsten Schäfer

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