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Teltow-Fläming Schubladenballaden aus Luckenwalde
Lokales Teltow-Fläming Schubladenballaden aus Luckenwalde
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05:15 11.05.2016
Da singt selbst der Tiger mit. Andreas Hüttner (M.) mit Christina Unnerstall und Matthias Wacker. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Die Bühne ist ihm nicht fremd, aber als Leiter der Musikschule Teltow-Fläming lässt Andreas Hüttner lieber anderen Musikern den Vortritt. Vorzugsweise seinen Schülern und Lehrern, die er allerhöchstens anmoderiert beispielsweise bei den beeindruckenden Weihnachtskonzerten oder bei anderen Leistungsschauen der Musikschule. Dass Andreas Hüttner als Musikschulleiter auch selber Musiker ist, versteht sich von selbst. Aber als solcher hat er bisher noch nicht hervorgetan. Doch das soll sich bald ändern.

Fremde und eigene Gedichte

Denn wie sich herausstellte, hat Hüttner über viele Jahre Lieder und Liedtexte geschrieben, die er alle in seiner Schublade hortete. „Es war schon immer mein Traum, fremde Gedichte zu vertonen", sagt Andreas Hüttner, und hat in aller Stille diesen Traum stets verwirklicht. Vor zehn Jahren etwa, während einer längeren Krankheitsphase, fing er an, auch eigene Gedichte zu schreiben und schließlich auch zu vertonen.

Schwer fallen sollte ihm Letzteres nicht, hat er doch an der Musikhochschule Berlin neben Gitarre auch Kontrapunkt studiert, also die Kompositionstechnik der Renaissance und des Barock. Dabei kommen aber auch durchaus moderne Melodien heraus.

Beeindruckende Texte

Aber vor allem die Texte sind es, die beeindrucken. „Beim Polterabend eines Kollegen im Januar hat Andreas ganz spontan zwei Lieder gespielt“, erinnert sich Matthias Wacker. „Das war so klasse und alle waren begeistert“, sagt der Musiklehrer und Leiter des Saxofon-Ensembles „Tonfall“. Am selben Abend sei noch die Idee geboren worden, gemeinsam Musik zu machen.

Und somit erfüllt sich für Andreas Hüttner ein weiterer Traum: mit anderen Leuten zu musizieren, vor allem mit guten Musikern. Als Partner hat er neben Matthias Wacker noch Udo Volk (Keyboard) und Christoph Meister (Schlagzeug) gewinnen können. „Bei denen brauchte ich nur die Noten und Akkorde hinzulegen und es klang toll“, schwärmt Hüttner.

Nach nur zwei Proben stand das Programm

Mitte März fiel dann die Entscheidung, als „Andreas Hüttner & Band“ aufzutreten. „Zwei Proben reichten, dann stand das Programm“, so Hüttner, denn er hatte genügend Songs in den vergangenen Jahren gesammelt, Schubladenballaden sozusagen.

Einen kleinen öffentlichen Auftritt wagte er schon im März als Gast beim „Tonfall“-Konzert im Schloss Blankensee. Danach wollten zwei ältere Damen die Liedtexte haben. „Da war mir klar, dass es funktioniert“, sagt Matthias Wacker, der ebenfalls von den Texten angetan ist: „Andreas macht komplett seine eigene Sache. Alles ist in deutscher Sprache. Man versteht alles. Und er hat eine Botschaft. Er singt von Dingen, die uns allen schon mal widerfahren sind.“

„Immer mehr“

Das Programm heißt „Immer mehr“. Hüttner beschreibt die vielen kleinen Dinge im großen Lebenskreislauf, so heißt es in der Ankündigung. Dabei geht es um Liebe und um das Verlassenwerden, um Trauer und Hoffnung, um Familienglück und den Kreislauf der Natur. Hüttner bezeichnet sich als Singer-Songwriter. Aber wer deutsch singt, kann sich getrost auch Sänger und Liedermacher nennen.

Konzerttermine

Seine ersten Konzerte finden an diesem Wochenende am Samstag, dem 14. Mai, um 19 Uhr bei der Nacht der offenen Kirchen in der Kirche Schenkendorf statt und am Pfingstsonntag, dem 15. Mai, um 21 Uhr in der Kirche Petkus. Als Vorband tritt das Saxofon-Duo „Sax Two“ mit Christina Unnerstall und Matthias Wacker auf.

Weitere Konzerte sind am Sonntag, dem 19. Juni, um 16 Uhr in der Kirche von Werbig und am Freitag, dem 24. Juli, um 16 Uhr in der Sankt-Jakobi-Kirche in Luckenwalde geplant. Fest steht auch schon ein Auftritt am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, um 17 Uhr im Bahnhof Klasdorf.

Von Hartmut F. Reck

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