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Teltow-Fläming Schüler erlaufen sich ihre Bühne
Lokales Teltow-Fläming Schüler erlaufen sich ihre Bühne
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13:47 28.06.2015
Die Schüler starteten in Gruppen. Jedes Kind lief so viele Runden, wie es schaffte Quelle: H.-Dieter Kunze
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Blönsdorf

Verbissen kämpfend, aber voller Willen und Energie, drehten Schüler, Pädagogen der Grundschule „Thomas Müntzer“ Blönsdorf und Eltern am Freitagnachmittag ihre Runden auf dem Sportplatz. Es war der zweite Sponsorenlauf in der Schulgeschichte. Das Ziel: Es sollte Geld für eine Bühne zusammenkommen. Das Prinzip: Die Aktiven hatten sich jeweils einen Sponsor ausgesucht. Das waren nicht nur Betriebe und Einrichtungen, sondern auch Eltern, Großeltern und Freunde. Sie setzten auf ihren Starter, je mehr Runden dieser auf der 300-Meterbahn drehte, umso größer war der Erlös. Das Rundengeld war Vereinbarungssache, jeder gab, was er für angemessen hielt. Dabei kam es keinesfalls auf Schnelligkeit an, vielmehr war Ausdauer auf dem Platz gefragt.

„Jeder hat so seine Wünsche und Träume. Wir träumen eben von einer schuleigenen, beweglichen Bühne“, erklärte Birgit Klute. Die Lehrerin hat den Lauf vorbereitet und leitete ihn. Zum Gelingen trug auch die Freiwillige Feuerwehr Blönsdorf bei. Sie verkaufte gegrillte Würstchen. Eltern und Lehrerinnen hatten Kuchen gebacken. Auch der Erlös daraus fließt in den Sponsorenfonds.

Die Müntzer-Grundschule ist Kultur gegenüber sehr aufgeschlossen. Es gibt Arbeitsgemeinschaften für Tanz und Theater, aber auch Chöre und Laienschauspielgruppen aus anderen Einrichtungen werden gern begrüßt. „Da bietet es sich an, dass unsere Schule eine eigene Bühne besitzt. Denn bisher wurden sie ausgeliehen und mühsam auf- und wieder abgebaut“, sagt Schulleiter Uwe Gottwald, „das Geld dafür kriegen wir zusammen, da sind wir uns alle sicher.“ Entsprechende Bühnen kosten um die 1500 Euro. Sollte noch mehr erlaufen werden, wird der Betrag keinesfalls „auf die hohe Kante“ gelegt, sondern für neue Spielgeräte verwendet. Das weiträumige Schulgelände bietet reichlich Platz dafür.

Beim ersten Sponsorenlauf vor einigen Jahren kamen 4000 Euro zusammen. Damit wurden kulturelle Vorhaben finanziert. Uwe Gottwald erinnert sich schmunzelnd an eine nette Episode: Eine Großmutter hatte immerhin fünf Euro für eine Runde ihres Enkels ausgelobt. Der schaffte 20 Runden. „Da wurde mir etwas mulmig und ich rief die Oma an – immerhin waren es 100 Euro“, berichtet er. Doch die Frau habe resolut gesagt: „Selbstverständlich, das war doch so ausgemacht, schließlich ist es für einen guten Zweck.“

Auch die gelaufenen Kilometer wurden erfasst. „Die reichen bestimmt von Blönsdorf bis Paris“, sagte ein Steppke selbstbewusst.

Von H.-Dieter Kunze

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