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Teltow-Fläming Schüler auf Schatzsuche mit Lasern
Lokales Teltow-Fläming Schüler auf Schatzsuche mit Lasern
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18:34 28.06.2018
TH-Präsidentin Ulrike Tippe begrüßt die 150 Teilnehmer zum 2. Fachtag Technik. Quelle: Karen Grunow
Wildau

Sie wissen schon, wie es geht: Im Hörsaal einer Hochschule wird nach einem Vortrag nicht applaudiert, sondern mit dem Fingerknöchel anerkennend auf die Tischplatte geklopft. Die 150 Schüler aus der Dahmeland-Fläming-Region und Berlin lauschen im Audimax der Technischen Hochschule Wildau der TH-Präsidentin Ulrike Tippe, die den nunmehr zweiten Fachtag Technik eröffnet. Der ist ein Angebot für Schüler ab Klasse 10. Jeder Teilnehmer durfte sich im Vorfeld zwei der insgesamt zehn Workshops aussuchen.

Lebensmittelanalytik und Robotik sind auch im Angebot

Wenig später sitzt Leonie Freier von der Zossener Gesamtschule „Geschwister Scholl“ deshalb im Robotik-Labor, wo Benjamin Stahl gerade den humanoiden Roboter vorstellt, der seit kurzem als neuer Mitarbeiter in der Hochschulbibliothek eingesetzt ist. Nachher will sie noch zur Lebensmittelanalytik und mit anderen zusammen die Inhaltsstoffe von Kaffee untersuchen. „Ich möchte einfach mal gucken“, sagt sie. Eigentlich wisse sie schon, dass sie später nichts mit Technik studieren will, so die Zehntklässlerin. Trotzdem hat sie der Fachtag interessiert. „Die Angebote haben mich angesprochen“, erzählt sie. Zum ersten Mal erkundet sie den Campus. Seit kurzem hat ihre Schule sogar eine Kooperation mit der TH.

Im selben Gebäude, in Halle 14, sitzt nun auch Lennard Standfuß. Ingenieur Rainer Berghaus hat die Teilnehmer vor Computern platziert und erläutert den Weg vom Entwurf zum fertigen Bauteil. „Im übrigen reden die Ingenieure im Maschinenbau immer nur über Millimeter“, sagt er in seinem Vortrag. Lennard Standfuß ist mit vier weiteren Schülern vom Friedrich-Engels-Gymnasium in Berlin-Reinickendorf gekommen. Den modernen TH-Campus mit seinen historischen Fabrikgebäuden findet er ganz gut, „aber die Bahnfahrt war wirklich lang“, sagt er. „Ich will Ingenieurwesen studieren“, so der Elftklässler. Eigentlich aber an der TU Berlin.

Mit dem Fachtag wird für ein Studium an der TH geworben

Genau auf Schüler wie ihn trifft deshalb Ulrike Tippes Ausspruch „Man muss uns fühlen, man muss uns spüren“ zu. „Denn wir leben davon, dass die Menschen uns sehen“, merke sie immer wieder. So mancher, der eigentlich schon auf einen anderen Ort festgelegt ist, ändert dann vielleicht seine Meinung und studiert später doch in Wildau. Dafür wirbt sie und dafür gibt es natürlich auch Aktionen wie den Fachtag Technik. Der soll sich als Ergänzung zum bereits seit Jahren erfolgreichen Fachtag Informatik etablieren.

Und um auch die dritte Säule in der Lehre an der Wildauer Hochschule abzubilden, wird es im Herbst erstmals einen Fachtag Wirtschaft und Verwaltung geben. Am 16. Oktober ist dieser geplant, dann können Schüler die entsprechenden, an der TH dazu angebotenen Studiengänge erkunden.

Auch Zossener und Rangsdorfer Schüler sind dabei

Die Gelegenheit, mal in verschiedene Labore und Fachgebiete zu schauen, nutzen sogar auch zwei Schüler aus Meißen und dem baden-württembergischen Weinheim. Sie verbringen den Tag gemeinsam in den bunt gemischten Gruppen mit Jugendlichen, unter anderem eben aus Zossen, vom Fontane-Gymnasium Rangsdorf und vom Oberstufenzentrum Dahme-Spreewald. Dabei lernen sie unter anderem die „Schatzsuche mit Lasern“ kennen, die Christoph Gerhard, Professor für Plasma- und Lasertechnik, schon im Audimax vor großer Runde kurz präsentiert hat. Mittags dürfen dann alle Fachtagsteilnehmer zum Studententarif in der Mensa essen gehen.

Von Karen Grunow

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