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Schüler helfen „Wasserpfeifchen“

Jüterbog Schüler helfen „Wasserpfeifchen“

Das Schicksal des „Wasserpfeifchens“ erschütterte viele Jüterboger. Die beliebte Gaststätte war im Sommer abgebrannt. Nun haben sich Schülerinnen des Goethe-Schiller-Gymnasiums in einem Schulprojekt für die Imbissgaststätte engagiert.

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Freude bei den Schülerinnen und Tränen bei Christine Kaufmannn, als sie das Büchlein in Empfang nimmt

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Das Schicksal der Jüterboger Imbiss-Gaststätte „Wasserpfeifchen“ bewegte in diesem Sommer viele. Nun haben Jüterboger Gymnasiasten dem Gastronomiebetrieb, der vermutlich Opfer von Brandstiftung wurde und inzwischen in die Räume des ehemaligen „Braukrug“ umgezogen ist, unter die Arme gegriffen und eine besondere Speisekarte erstellt. Vor wenigen Tagen überreichten sie diese an Inhaberin Christine Kaufmann und ihr Gastro-Team.

Ideensuche im Wirtschafts-Unterricht

Entstanden ist die Idee innerhalb des Seminarkurses im Fach Wirtschaft, an dessen Ende ein konkretes Projekt steht. Eigentlich hatten sich Lisa-Marie Schröder, Paula Kühl, Nedisa Gerovic und Gina Borchert ein anderes Thema von der Liste ihrer Lehrerin Sylvia Meister gewünscht. Doch das war bereits an ein anderes Team vergeben, sodass sich die 17-Jährigen selbst auf Ideensuche machten. Die Anregung von Lisas Mutter Roswitha Schröder, die im „Wasserpfeifchen“ als Köchin arbeitet und eine Speisekarte vorschlug, gefiel den Mädchen und ihrer Lehrerin. „Unternehmen zu unterstützen, ist schwierig, aber in diesem speziellen Fall haben wir eine Ausnahme gemacht“, sagt Meister, die sich im Wochenturnus die Zwischenergebnisse anschaute.

Davon, wie schwierig die anfangs recht leicht scheinende Aufgabe werden würde, waren die Zwölftklässlerinnen ziemlich überrascht. „Man merkt plötzlich, was für eine Verantwortung man trägt und wie viele Details plötzlich wichtig sind, die man vorher gar nicht geahnt hätte“, sagt Lisa-Marie Schröder. „So ist es wohl später auch im normalen Leben“, nimmt sie als wichtigste Erfahrung mit aus dem Projekt und erntet für diesen Satz die Zustimmung ihres Teams.

Speisekarte mit historischen Hintergrundinfos

Auch die Hochachtung vor dem Gastronomenbesuch ist während der Arbeit an dem 26-seitigen, überwiegend mit eigenen Bildern bebilderten Speisekarten-Büchlein immens gewachsen. Paula Kühl, die sich um die Erarbeitung der vorgeschriebenen Liste mit allen Zusatzstoffen gemacht hatte, hätte vorab nicht geglaubt, wie aufwendig allein dies werden würde.

Gerührt und mit ein paar Tränen im Augenwinkel nahm Hauschefin Christine Kaufmann das Büchlein in Empfang und lobt. „Sehr schön und ohne Schnickschnack – so wie ich es mag.“ Neben den Gerichten enthält das Buch auch die 14-jährige Geschichte des „Wasserpfeifchens“, die das von Nedisa Gerovic entworfene Logo treffend auf den Punkt bringt: Den Feuervogel Phönix, der sich stolz aus der Asche erhebt.

Von Uwe Klemens

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