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Teltow-Fläming Schüler stürmen ihr saniertes Schulhaus
Lokales Teltow-Fläming Schüler stürmen ihr saniertes Schulhaus
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02:15 09.11.2017
Gespannt warten die Schüler vor der Tür auf den ersten Eindruck des frisch sanierten Schulgebäudes. Quelle: Fotos: Jutta Abromeit (2)
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Ludwigsfelde

Vorn noch Bagger und Bauarbeiter, aber vom Schulhof aus stürmen die Kinder in ein komplett saniertes Schulgebäude: Nach 16 Monaten Bauzeit herrscht in der Fontane-Grundschule Ludwigsfelde seit Montag wieder Alltag. Ungewöhnlich viele Eltern und Großeltern brachten ihre Sprösslinge bis in die Klassenräume, auch sie wollten sehen, was sich in dem denkmalgeschützten Gemäuer aus den 1950er Jahren geändert hat, wofür die Stadt als Schulträger einschließlich der neuen Außenanlagen die stolze Summe von sieben Millionen Euro ausgibt.

Für mehr als ein Jahr war die Schule wie berichtet mit ins Gebäude der Gottlieb-Daimler-Oberschule am anderen Ende der Stadt umgezogen. Vor den Sommerferien 2016 hatten sich die Lehrer und 337 Schüler verabschiedet. Nun nahmen 365 Kinder Besitz von ihrem alten, neuen Schulhaus: Seit der Einschulung im September gibt es an der Fontane-Grundschule erstmals eine vierte 1.Klasse. In dieser Schule wird der größte Teil der Kinder aus den elf Ortsteilen der Stadt unterrichtet.

Neben dem bereits vorhandenen und wieder ergänzten Kleistfenster im Obergeschoss gehört nun auch das aus Resten rekonstruierte Fenster im 1.Geschoss zum sanierten Schulgebäude. Beides sind Kunstwerke der Eichwalder Künstlerin Ilse Fischer. Quelle: Jutta Abromeit

Kurz vor dem ersten Schulklingeln um 7.30 Uhr startete Schulleiterin Andrea Ludwig nach 473 Tagen auswärts den neuen Alltag mit ein paar Worten. Und natürlich mit einem Dankeschön an alle, die bis jetzt dafür kämpften, dass dieser zweite Anlauf für den Neustart trotz des Bauleute- und Handwerkermangels gehalten werden konnte. Und Andrea Ludwig sagte: „Die Investition in unsere Schule verstehen wir als Auftrag, zeitgemäße pädagogische Konzepte zu entwickeln und umzusetzen.“ Außerdem begrüßte sie Hausmeister René Gartz, der auf der Baustelle geblieben war und den alle so lange entbehren mussten.

Doch Alltag war das noch nicht, was am Montag in dem nach Farbe riechenden Bau ablief. Ein Junge hatte es eilig: „Wo können wir aufs Klo gehen? Da steht nichts dran. . .“ Tatsächlich fehlt die Beschriftung noch, an den Klassenräumen hängen kleine gelbe Klebezettel. Dem Jungen wurde schnell geholfen. Und alle Klassen schauten sich das sanierte Haus an. Neu ist vieles: Es gibt jetzt einen Außenfahrstuhl, so dass die Schule nun auch behinderte Kinder aufnehmen kann. Die Klassenräume haben Lichtschutz, das gesamte Haus bekam Lärmschutz und dort, wo früher eine Hausmeisterwohnung war, kann der Hort jetzt weitere Gruppenräume nutzen. Neu ausgestattet wurden vor allem Fachräume.

Jetzt konnten sie endlich aus ihrem Asyl am anderen Ende der Stadt zurück: 365 Kinder gehen in Ludwigsfelde seit Montag wieder in „ihr“ Gebäude. Ein denkmalgeschützter Bau in der Autowerkerstadt ist fit für die nächsten Jahrzehnte – sieben Millionen Euro gibt die Stadt Ludwigsfelde dafür aus.

Eine der Familien, die sich das sanierte Haus ansahen, ist Familie Mixa aus Kerzendorf. Mutter Dominique kennt den dunklen Bau im Dichterviertel noch aus ihrer eigenen Schulzeit, auch zwei Lehrerinnen von damals unterrichten noch: „Schön geworden ist es, alles viel heller als vorher.“

Von Jutta Abromeit

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