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Schülerarbeit zum NS-Widerstand

Ausstellung im Gymnasium Luckenwalde Schülerarbeit zum NS-Widerstand

Zehntklässler des Luckenwalder Friedrich-Gymnasiums haben sich mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus befasst. Dabei beleuchteten sie auch den Widerstand in ihrer eigenen Stadt. Mit ihrem Wissen konnten sie durch eine Ausstellung führen, die im Schulhaus eröffnet wurde.

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Die Schüler referierten über den Widerstand in Luckenwalde.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Das Herzklopfen war manchmal fast zu hören. Während die einen ganz locker ihren Text vortrugen, hatten die anderen vor lauter Aufregung ganz schön mit ihrem Redebeitrag zu kämpfen. Am Montagabend eröffneten die Schüler des Wahlpflichtfachs Gesellschaftswissenschaften der 10. Klassen des Friedrich-Gymnasiums in ihrer Aula eine Ausstellung zum Widerstand im Nationalsozialismus. Ihre Aufgabe bestand darin, die Besucher in das Thema einzuführen und die verschiedenen Themenbereiche der unterschiedlichen Formen des Widerstands vorzustellen.

Dies soll in den kommenden Wochen vor allem vor anderen Klassen vom Gymnasium und von anderen Schulen geschehen. Zur Eröffnung und somit zur Vortragspremiere kamen aber nur Erwachsene, darunter Landrätin und Bürgermeisterin. Das bedeutete für die Schüler natürlich Lampenfieber pur.

Die Ausstellung selbst kommt von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin. Geschichtslehrerin Christel Werner hatte ihre Kontakte zum Ausstellungs-Designer Karl Lehmann genutzt, um die Ausstellung nach Luckenwalde zu bekommen. Und ihre Kollegin Anne Richter nahm das Thema mit den Schülern im Unterricht durch, um sie auf den großen Auftritt vorzubereiten.

Die Besonderheit an der Ausstellung im Friedrich-Gymnasium sind zwei zusätzliche Tafeln zur Geschichte der Luckenwalder Widerstandsgruppe „Gemeinschaft für Frieden und Aufbau“. Deren Tätigkeit wurde maßgeblich von der Historikerin Barbara Schieb erforscht, die für die Gedenkstätte „Stille Helden – Widerstand gegen die Judenverfolgung 1933 bis 1945“ in der Rosenthaler Straße 39 in Berlin arbeitet. Sie referierte bei der Eröffnung über Hans Winkler aus Luckenwalde, der sich seine Freundschaft zu seinem jüdischen Freund Günther Samuel aus Trebbin nicht verbieten ließ. Er konnte ihn zwar nicht retten, dafür aber andere Juden bei sich in Luckenwalde verstecken beziehungsweise für Verstecke und ihre Versorgung sorgen. Gemeinsam mit dem aus Theresienstadt geflohenen Juden Werner Scharf, der in Luckenwalde Unterschlupf fand, wurden in Luckenwalde Flugblätter gedruckt, in denen zum Widerstand gegen Krieg und Nazi-Regime aufgerufen wurde. „Es gibt keine andere Stadt dieser Größe und Struktur, wo so viel Widerstand geleistet wurde wie in Luckenwalde“, sagte Barbara Schieb.

Von Hartmut F. Reck

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