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Teltow-Fläming Schünower Kirche feiert 250 Jahre Bestehen
Lokales Teltow-Fläming Schünower Kirche feiert 250 Jahre Bestehen
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10:25 13.06.2016
Die Schünower Kirche hat eine bewegte, 250 Jahre lange Geschichte hinter sich. Quelle: Gudrun Ott
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Schünow

Am Sonntagnachmittag feierte die Schünower Kirchengemeinde eine ganz besondere Jubilarin. „Eine strahlende“, wie Pfarrer Stephan Michalsky lächelnd anmerkte. Gemeint ist die Dorfkirche zu Schünow, die anlässlich ihres 250-jährigen Jubiläums am Sonntagabend wieder einmal angestrahlt wurde. Zuvor aber fand ein Festgottesdienst statt, zu dem Michalsky auch Gäste der Patengemeinde Wyhlen begrüßte.

Zu ihnen gehörte die Pfarrerin Anette Metz, deren Ehemann Florian Metz zur Feier des Tages die Orgel spielte. Beide kennen die Schünower Dorfkirche seit 17 Jahren. „Zu DDR-Zeiten wurde uns die Patengemeinde zugewiesen. Das ist jetzt schon 40 Jahre her“, erklärte Jutta Mehlis, die an diesem Tag als Gemeindediener fungierte, die Altarkerzen anzündete und im Kirchgarten den Kaffee fürs anschließende gemütliche Beisammensein aufsetzte. Superintendentin Katharina Furian hielt die Predigt. Fürs festliche Chorkonzert waren die „Fröhlichen Sänger Christinendorf“ angereist. Inge Lehmann kam mit Ehemann Heinz aus Glienick und hatte auf Wunsch nach einem geheimen Rezept wieder den beliebten Kirsch- und Streuselkuchen gebacken. Monika Krüger, die in Rangsdorf lebt, wurde in der Schünower Kirche konfirmiert, ihre Tochter hier getauft. „Ich fühle mich der Kirche verbunden und freue mich, dass ich hier sein darf“, sagte sie und verwies auf die Wandmalereien in der Kirche. „Die hat noch der alte Dorfschullehrer Horst Fritsche gemalt. Solche schönen Wandbilder hat nur die Schünower Kirche.“

Die Orgel wurde noch für 10 000 DDR-Mark repariert

Die wurde 1765 bis 1767 als barocker Saalbau richtet. Über dem Westgiebel sitzt ein verputzter Fachwerkturm mit geschieferter Schweifhaube. In die Wetterfahne ist die Jahreszahl 1766 geprägt. Der Kanzelaltar stammt aus der ersten Hälfe des 18. Jahrhunderts. Während der Befreiungskriege gegen Napoleon 1813 wurde die Kirche von durchziehenden feindlichen Truppen geplündert. Zuvor waren die Zinnpfeifen der von Orgelbaumeister Dinse gebauten Orgel abgeliefert und eingeschmolzen worden. Im Zweiten Weltkrieg traf eine Bombe das Gotteshaus, das erst 1947 wieder in Dienst genommen werden konnte. Die einst barocke weiße Decke ersetzt jetzt eine Holzdecke. Die Orgel konnte 1989 von der Firma Schuke aus Potsdam repariert werden, damals noch für 10 000 DDR-Mark – ein echtes Schnäppchen.

Reinhard Kunath hat 22 Jahre lang in Schünow gelebt. Seine Mutter Flora Kunath, die jetzt 93 Jahre alt ist, hat bis über ihr 90. Lebensjahr hinaus die Kirche sauber gehalten. Früher habe sie im Winter immer die eingefrorenen Glocken anschubsen müssen, damit geläutet werden konnte, erinnert sich die hochbetagte Seniorin, die selbstverständlich auch zur 250-Jahr-Feier kam. Seit 2015 teilen sich Schwiegertochter Andrea Kunath, Hiltrud Bowitz und Jutta Mehlis den Kirchendienst. Auf die barocke Schönheit im Dorf sind nicht nur Schünower stolz, auch Bernd Gronau von der Patengemeinde Wyhlen kommt immer wieder gerne her. Mithilfe des Landesamtes für Denkmalpflege und des kirchlichen Bauamtes wurde die Kirche 1992 grundlegend saniert. Nach den Vorlagen alter Fotos wurde der Außenputz gestaltet, auch bei der Innenrenovierung ist der barocke Zustand wiederhergestellt worden.

Von Gudrun Ott

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