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Teltow-Fläming Schule ist „medienfit“, aber ohne Steckdosen
Lokales Teltow-Fläming Schule ist „medienfit“, aber ohne Steckdosen
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00:20 25.09.2017
Medien in der Schule sind wichtig. Aber wie soll man sie nutzen, wenn es an Steckdosen fehlt? Quelle: dpa-tmn
Jüterbog

Zumindest eine gute Nachricht hatte Schulleiterin Mechthild Mews parat, als sie die Situation an der Jüterboger Geschwister-Scholl-Grundschule im Sozialausschuss schilderte. „Wir haben unseren Förderantrag für das Projekt ,Medienfitte Grundschule’ bewilligt bekommen“, sagte Mews. Damit können nun Mittel für Weiterbildungen von Lehrkräften und die mediale Ausstattung der Schule fließen. Doch zugleich muss die Stadt als Schulträger auf eigene Kosten derzeit grundsätzliche und eigentlich vorhandene Technik wie CD-Spieler für die Schule anschaffen, denn durch die Bauarbeiten werden dringend batteriebetriebene Geräte benötigt. „Ein ganzer Schultrakt hat durch die Bauarbeiten derzeit keine funktionierenden Steckdosen“, sagte Mews.

Die Bauarbeiten an der Jüterboger-Scholl-Schule belasten den Schulbetrieb und den Hort schwer. Quelle: Uwe Klemens

Das werde auch für mindestens ein Jahr so bleiben, wie Fachbereichsleiterin Anke Stöckigt bestätigt. Die Verwaltung sei in Verhandlungen mit den Handwerkern, um manche Arbeiten gegen Mehrkosten an den Wochenenden durchzuführen. Bis nach den Herbstferien sollen Bodenbeläge und Malerarbeiten im Erdgeschoss und einem Treppenhaus fertiggestellt werden. Dann können zumindest in Teilen des Gebäudes auch wieder die Garderoben angebracht werden. Voraussichtlich Anfang Oktober werden fehlende Türen zu den Unterrichtsräumen eingesetzt, so Stöckigt. Mit weiteren Eigenmitteln werde auch die Klingel- und Lautsprecheranlage nachgerüstet. Derzeit müssen die Lehrer mit Aufsicht in der Hofpause die 328 Schüler der Scholl-Schule mit ihrer eigenen Stimme wieder zum Unterricht hereinrufen.

Statt Herbstfest gibt es ein Musikprojekt im Frühjahr

Wegen den Arbeiten muss die Schule in diesem Jahr auch mit der Tradition des Herbstfestes brechen. „Es geht nicht, weil dann Maler im Haus sind und nach dem Ferienende wenigstens einige Arbeiten abgeschlossen sein sollen“, sagte Mews. Anstelle des Festes wird nun ein Musikprojekt für das Frühjahr vorbereitet. „Die Kinder und auch die Eltern würden sich bislang nicht bei ihr beschweren, sie seien geduldig und wissen, dass wir ein gemeinsames Ziel haben“, stellte Mews klar. „Schlimmer ist es für den Hort. Am Nachmittag ist die Belastung besonders hoch“, sagte sie, denn nach Unterrichtsende finden die lärmintensiven Arbeiten statt. Entlastung gibt es nicht einmal in den Ferien. Dann finden Hortbetreuung und Bauarbeiten ganztägig gleichzeitig statt. Stöckigt sagte, dass „erste Ideen zur Auslagerung des Hortes“ geprüft würden.

Hintergrund

Seit den Sommerferien wird das Brandschutzkonzept an der Geschwister-Scholl-Schule baulich umgesetzt. Dazu werden in einem ersten Bauabschnitt rund 400 000 Euro von der Stadt investiert. Neben Brand- und Rauchschutztüren wird auch die gesamte Elektroanlage und Beleuchtung in zwei er drei Schultrakte erneuert.

2018 und 2019 soll der bislang unangetastete r Trakt ebenfalls brandschutztechnisch erneuert werden.

Das Gebäude der Geschwister-Scholl-Grundschule wurde 1973 als Polytechnische Oberschule errichtet.

Drei Baujahre

Den Schülern und Lehrern stehen insgesamt drei Baujahre bevor, in denen Trakt für Trakt das Schulgebäude ertüchtigt wird. Außerdem wird die 2016 abgebrannte Hofbaracke mittelfristig durch einen Neubau ersetzt. „Als ich in der Verwaltung nach den Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt gefragt habe, sah es in den Gesichtern nicht gut aus“, schilderte Mews dem Ausschuss. „Wenn Sie uns helfen wollen, dann haken Sie regelmäßig nach, wie es auf unserer Baustelle aussieht“, bat sie das Gremium und wandte sich mit folgendem Satz an die anderen anwesenden Schulleiter: „Ich hoffe für euch, dass viel dazugelernt wird und manche Probleme bei euren Baustellen bereits abgestellt sein werden.“

Von Peter Degener

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