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Schullandheim ist 2016 schon ausgebucht

Winterpause in Dobbrikow Schullandheim ist 2016 schon ausgebucht

Das Schullandheim in Dobbrikow ist allen Diskussionen zum Trotz im kommenden Jahr bereits ausgebucht. Allein im Advent beherbergte die Einrichtung 191 Mädchen und Jungen, die meist ihre Klassenfahrten dorthin unternahmen. Die Umwandlung in ein Flüchtlingsheim ist erst seit November vom Tisch.

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Die Schüler der Luckenwalder Jahnschule verstauen ihre Geschenke, die sie in dieser Woche in Dobbrikow gebastelt haben

Quelle: Margrit Hahn

Dobbrikow. Im Schullandheim in Dobbrikow herrschte in diesem Jahr ziemliche Aufregung. Über Wochen war nicht abzusehen, ob das Schullandheim als solches erhalten bleibt. Es stand zur Diskussion ein Übergangswohnheim für Flüchtlinge zu errichten. Aktuell ist die letzte Schulklasse in diesem Jahr zu Gast dort – Zeit für Bilanz und Ausblick.

„Wir hatten eigentlich vor, mit der Klasse im März nach Dobbrikow zu fahren“, sagt Klassenlehrerin Andrea Foß, „als wir hörten, dass dies im kommenden Jahr nicht mehr möglich sein soll, haben wir angefragt, ob wir für dieses Jahr noch einen Termin bekommen können.“ Und ihre Schüler genießen die Adventswoche im „Haus am See“. Ebenso wie die Zweitklässler der Parallelklasse, die mit ihrer Klassenlehrerin Regina Driefert in Dobbrikow weilen.

Hintergrund

Mit altersspezifisch aufbereiteten Themen wendet sich das Schullandheim „Haus am See” vor allem an Schulanfänger und Grundschüler.

Der Lern- und Erlebnisort versteht sich als „Schule im Grünen” und ist in der Trägerschaft des Landkreises.

Die Einrichtung hat über eine Kapazität von 58 Betten (für zwei Schulklassen) auf zwei Etagen und ist ganzjährig nutzbar. Die hauseigene Küche bietet Vollverpflegung.

Der Landkreis Teltow-Fläming ist der Träger des Schullandheims in Dobbrikow. Er will sie als Herberge für Klassenfahrten und Ferienfreizeiten bestehen und nicht als Flüchtlingsunterkunft umnutzen. Das stellte Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) Anfang November nach teils heftigen Diskussionen fest.

„Insgesamt waren in der Adventszeit acht Schulklassen mit insgesamt 191 Schülern bei uns zu Gast“, berichtet Haus-Leiterin Carla Rook. Die Schüler schrieben Weihnachtswünsche auf und hingen sie an den Weihnachtsbaum. Sie wünschen sich Schnee, am liebsten drei Meter hoch, eine Welt ohne Krieg oder ein Brüderchen oder Schwesterchen. Zehn Kinder wünschten sich, dass ihre Eltern sie nicht so oft anmeckern sollen.

Backen, basteln und entspannen

In dieser Woche wurden Plätzchen gebacken und Geschenke gebastelt und als Carla Rook die Mädchen und Jungen fragte, bei wem sie sich denn besonders in diesem Jahr bedanken, wurden die Großeltern genannt. „Die spielen in den Familien eine immer größere Rolle, weil die Eltern arbeiten müssen“, sagt sie.

Die beiden Klassenlehrerinnen sind sich einig: Das Schullandheim ist für die Kinder ein idealer Ort zum Lernen und Entspannen. „Wir fühlen uns hier sehr willkommen. Es gibt tolle Angebote, das Essen schmeckt und eine Klassenfahrt ist fürs Sozialverhalten sehr wichtig“, sagt Andrea Foß. Die Angebote reichten von Umweltspielen im Wald über eine Weihnachtswichtelrallye bis hin zur Abschiedsparty. Am Donnerstagabend war die letzte Feier des Jahres.

Am 19. Januar kommen die nächsten Gäste

„Ich bin zum ersten Mal in der Einrichtung. Mir gefällt das pädagogische Angebot und auch, dass sich die Kinder frei bewegen können“, sagt Jörg Dittert, der als Elternvertreter mitgefahren ist. Seine Tochter Annika ist ebenfalls begeistert: „Unsere Mannschaft hat bei der Waldrallye gewonnen!“

Am 19. Januar erwartet das „Haus am See“ die erste Kindergruppe 2016. Allen Diskussionen zum Trotz ist das Schullandheim für das kommende Jahr bereits ausgebucht. Bis Anfang November prüfte die Kreisverwaltung noch, ob Flüchtlinge in die Einrichtung einziehen sollten. Dies konnte aber abgewendet werden.

Von Margrit Hahn

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