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Schulneubau in Dabendorf ist Dauerbrenner

MAZ-Umfrage in Zossen Schulneubau in Dabendorf ist Dauerbrenner

Der Neubau der Dabendorfer Gesamtschule ist der absolute Dauerbrenner. So jedenfalls sieht es der Großteil jener 209  MAZ-Leser, die sich an einer Umfrage zu Zossener Angelegenheiten beteiligten. Meist kommentierte Themen waren schlechte und fehlende Bürgersteige beziehungsweise Radwege sowie die politische Streitkultur in der Stadtverordnetenversammlung.

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Auf einer Großkundgebung demonstrierten Schüler, Lehrer, Eltern , Kommunalpolitiker und weitere Bürger für den Bau einer neuen Gesamtschule in Dabendorf. Ob und wann es dazu kommt, ist offen.

Quelle: Frank Pechhold

Zossen. Gesamtschulneubau in Dabendorf. Fehlende Radwege. Schlechte Bürgersteige. Mangelnde politische Streitkultur in der Stadtverordnetenversammlung. Das sind nur einige von vielen Themen, die den in der Stadt Zossen und ihren Ortsteilen beheimateten MAZ-Lesern auf den Nägeln brennen. Im Rahmen einer Fragebogenaktion bat Chefredakteur Thoralf Cleven darum, vorgegebene Sachverhalte zu beurteilen und dringende Probleme zu benennen. Hier kommt die Auswertung der eingegangenen Antworten.

Insgesamt beteiligten sich 209 Leser an der Umfrage. Die meisten von ihnen (47,8 Prozent) meinen, dass der Neubau der Dabendorfer Gesamtschule notwendig ist, weil die Zustände in dem alten Schulgebäude unzumutbar sind. Allerdings sprechen sich immerhin 23,9 Prozent aller Befragten für eine neue Gesamtschule in einer finanziell abgespeckten Variante aus. Wie berichtet ist nach wie vor unklar, ob die von den Stadtverordneten mit dem Bau der Gesamtschule beauftragte Zossener Wohnungsbaugesellschaft das Millionen-Projekt stemmen kann.

Zusammenarbeit der Parteien wird kritisiert

Sehr zufrieden oder zufrieden sind insgesamt 46,8 Prozent der Leser mit der Arbeit von Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). Bei „Nicht zufrieden“ machten 33,9 Prozent ihre Kreuzchen. „Das kann ich nicht beurteilen“, meinen 18,1 Prozent.

Sebastian Blaschke (Bauamt), Bürgermeisterin Michaela Schreiber,  Architekt Uwe Mücklausch (vl) sind stolz auf das sanierte Haus am Kirchplatz 7

Sebastian Blaschke (Bauamt), Bürgermeisterin Michaela Schreiber, Architekt Uwe Mücklausch (v.l.) sind stolz auf das sanierte Haus am Kirchplatz 7.

Quelle: Frank Pechhold

„Eine bessere Sacharbeit der Parteien miteinander und nicht gegeneinander in der Stadtverordnetenversammlung“, wünscht sich ein Leser. Gleichlautende oder ähnliche Wünsche äußern auffallend viele Bürger. Nachfolgend ein paar Kostproben: „Der Kleinkrieg der Parteien muss aufhören.“ „Die Bürgermeisterin spaltet die Stadt.“ „Es fehlt an einem offenen, toleranten und auf Respekt beruhendem Miteinander. Zurzeit gleicht die Stadtverordnetenversammlung eher einem zänkischen Bergvolk.“ „Beendet die gegenseitige Blockadepolitik.“ „Eine sachorientierte Arbeit der Stadtverordnetenversammlung ohne Beachtung von Personen, Blöcken und Parteien!“ „Die Parteien arbeiten nur gegeneinander und sind zu keinen Kompromissen bereit.“ „Schaut doch mal über den Tellerrand hinweg und macht endlich demokratische Politik. Die ewigen gegenseitigen Beschuldigungen sind peinlich. Wie soll man so etwas der Jugend erklären?“

Straßenbau beschäftigt die MAZ-Leser

Was die Leser über vorhandene und fehlende Bürgersteige und Radwege denken, spiegeln die folgenden Hinweise wider. „Ein ordentlicher Fuß- und Radweg durch die Stadt fehlt.“ „Die Radwege an der Bundesstraße 96 müssen überholt werden. „Auch an der Zossener Umgehungsstraße ist ein Radweg dringend nötig“, meint ein Leser. Radwege fehlen zwischen Nächst Neuendorf und Glienick, Glienick und Groß Schulzendorf, Nächst Neuendorf und Schünow, Wünsdorf und Klausdorf. Mehrfach wird die Erneuerung des Radweges von Zossen nach Dabendorf gefordert.

Dringlich ist die Sanierung der Bürgersteige an der Mittenwalder Straße, der Gerichtsstraße, zwischen Goetheschule und Müllergraben, Bahnhof und „Kaufland“, Kietz und Gericht in Zossen. „Die Gehsteige in Wünsdorf (Bahnhofstraße, Seestraße, Chausseestraße usw.) sind für Senioren mit Rollator, Rollstühlen oder Gehstock nicht zumutbar“, heißt es in einer Zuschrift.

Sorge über Einkaufsmöglichkeiten

Viele ältere Leser sind beunruhigt über die Absicht, auf dem Gelände des fast leeren Einkaufsparks an der Fischerstraße alles abzureißen und Stadtvillen mit bis zu 200 Wohnungen zu bauen. „Dann wird wohl auch die letzte Einkaufsmöglichkeit im Zentrum verschwinden. An ältere Leute denkt man nicht“, heißt es in einem Brief. „Der Einkauf von Lebensmitteln ist dann ein großes Problem für alte Leute, wenn Netto auch noch verschwindet“, wird befürchtet.

Verstärkter Informationsbedarf besteht nach wie vor über die landeseigene Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Wünsdorf und deren zeitweilige Bewohner. Aus ihrer ablehnenden Haltung machen einige Leser mit drastischen Anmerkungen wie „Man sieht in Zossen fast mehr Flüchtlinge als Einheimische“, „Die vielen Wirtschaftsflüchtlinge stören das Stadtbild“ oder „Da kommen Probleme bisher nicht geahnter Dimension auf Zossen zu“ kein Hehl.

Mehr möchten die Leser über Themen wie Nordumfahrung, Bahnunter- und -überführungen oder Freizeitangebote wissen. Sorgen bereitet einigen die vom Land für 2017 geplante Einstellung der so genannten Beamten-Buslinie 618. „Der Bus 618 Zossen-Potsdam muss bleiben“ und „wir glauben nicht, dass Beamte weniger wert sind als andere Bürger“ heißt es. Montag beschäftigt sich der Kreistag Teltow-Fläming mit diesem Thema. Die MAZ bleibt dran.

Von Frank Pechhold

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