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Schulprojekt zur Reformationszeit

Jüterbog Schulprojekt zur Reformationszeit

Dass Geschichtsunterricht nicht langweilig sein muss, beweist ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, an dem sich Schüler der Wiesenoberschule und der Evangelischen Grundschule beteiligen. Sie gehen in diesem Schuljahr auf Erkundungstour in Sachen Reformation. Sie wollen sogar einen Beichtstuhl bauen.

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Auf der Nikolaikirche in Jüterbog fiel der symbolische Startschuss für das Projekt und die Radtour zu den Sakraldenkmälern.

Quelle: Victoria Barnack

Jüterbog. Eine Radtour durch den Fläming und eine Zeitreise ins Mittelalter standen am Freitag auf dem Stundenplan von 18 Schülerinnen der Wiesenoberschule. In ihrem Wahlpflichtfach wird es trotz des Namens in diesem Schuljahr nicht nur um Kunst gehen. Denn die Jüterboger Oberschule ist neben der Evangelischen Grundschule und der Medienschule Babelsberg eine von drei Bildungseinrichtungen, die am bundesweiten Projekt „denkmal-aktiv“ teilnehmen. Die künstlerische Gestaltung der Projektziele wird nur ein Teil der Arbeit sein. Gleichzeitig erhalten die Schüler auch Unterricht in Sachen Religion, Geschichte und Medien.

Jugendliche sollen für den Denkmalschutz begeistert werden

„denkmal-aktiv“ ist das Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und läuft bereits seit 15 Jahren unter dem Motto „Kulturerbe macht Schule“. Das Ziel ist es, Jugendliche für den Denkmalschutz zu begeistern. Bei den Jüterboger Schülerinnen geschah das am Freitag ganz heimatnah. Mit einer Führung durch die Nikolaikirche eröffnete Pfarrer Bernhard Gutsche die Exkursion. „Ich war ebenso wie einige Schülerinnen zum ersten Mal auf dem Nikolaikirchturm“, verriet Kunstlehrerin Sarah Schultz.

Beichtstuhl auf dem Markt für Jüterboger Geheimnisse

Anschließend führte der Pfarrer die Schülerinnen zum Tetzelkasten und der restaurierten Darstellung des Fegefeuers. Denn die drei Verbandsschulen aus Jüterbog und Babelsberg wollen sich konkret mit der Reformation befassen. „Wir wollen beispielsweise einen Beichtstuhl bauen und informative Videos zeigen“, erklärte die Lehrerin. Jüterboger und Gäste sollen ihn nutzen, um auf dem Marktplatz zu beichten und Geheimnisse zu erzählen.

Bei der Führung durch die Nikolaikirche

Bei der Führung durch die Nikolaikirche.

Quelle: Victoria Barnack

Jede der drei Schulen betreut ein eigenes Projekt. „ Jüterbog am Vorabend der Reformation“ ist der Titel für die Kunstgruppe der Wiesenoberschule. „Wir werden uns am Kulissenbau für das Mysterienspiel beteiligen“, berichtete Sarah Schultz.

Exkursion über 25 Kilometer auf dem Luther-Tetzel-Weg

Am Freitag ging es erst einmal per Rad auf den Luther-Tetzel-Weg. „Wir fahren nur die Hälfte der Strecke, die Menschen früher zu Fuß gelaufen sind“, erklärte Pfarrer Gutsche. Auf dem Weg zu den Kirchen von Gölsdorf oder Seehausen erhielten die Schülerinnen einen Eindruck in den Glauben vor 500 Jahren und die kräftezehrende Reise von Wittenberg nach Jüterbog.

Die 6. Klasse der Evangelischen Grundschule wird diesen Weg außerdem auf einer Karte darstellen. Denn die Sakraldenkmäler stehen im Mittelpunkt des Projektes.

Von Victoria Barnack

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