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„Handarbeit war mein Hassfach“

Mahlower Schulreporter interviewen Bildungsminister „Handarbeit war mein Hassfach“

So was hat Bildungsminister Günter Baaske (SPD) noch nicht erlebt. Anlässlich seines Besuches in der Mahlower Schule „Am Waldblick“ gaben ihm die Mädchen und Jungen kürzlich viele Fragen mit auf den Weg. Weil Neugier bekanntlich belohnt wird, nahm sich Baaske die Zeit, um alle Fragen für das Schulreporter-Interview in der MAZ zu beantworten.

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Die Schülersprecher Nancy Steinecke und Brian Rosenberg begleiteten Bildungsminister Günter Baaske bei seinem Rundgang.

Quelle: Frank Pechhold

Mahlow.  Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) besuchte kürzlich die Förderschule „Am Waldblick“ in Mahlow. Dort gaben ihm die Schulreporter viele Fragen mit auf den Weg.



Vanessa Farwer:
Wie lange sind Sie schon Minister?

Günter Baaske: Länger als eure Schulzeit dauert. Insgesamt 14 Jahre. 2002 wurde ich erstmals Arbeits- und Sozialminister. Ab 2004 war ich Fraktionschef der SPD im Landtag, dann wieder Arbeits- und Sozialminister und seit November 2014 bin ich Bildungs-, Jugend- und Sportminister. Egal, wo ich meine Arbeit gemacht habe. Es hat stets Spaß gemacht, auch wenn es immer wieder Stress und Ärgernisse gibt. 


Farwer:
Was war Ihr Lieblingsfach in der Schule?

Baaske: Mathe und Physik. 



Farwer:
Was war Ihr Hassfach?

Baaske : Handarbeit. Also Häkeln, vor allem von Topflappen!


Farwer:
Was haben Sie studiert?

Baaske: Lehrer mit Schwerpunkt Mathe und Physik. Zeitweise habe ich auch gehörlose Kinder unterrichtet. Daher kann ich auch heute noch ein bisschen die Gebärdensprache. Das war für mich eine ganz wichtige Erfahrung. Die hilft mir noch heute oft, das Leben von Menschen mit Behinderung besser zu verstehen.



Farwer:
Warum machen Sie diesen Job?

Baaske: Weil ich einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dass unsere Gesellschaft voran kommt, dass Kinder gute Lernbedingungen haben, Jugendliche gut auf einen künftigen Beruf oder ein Studium vorbereitet werden und wir überall im Land gute Sportbedingungen haben.


Leon Peter:
Was muss man alles machen als Minister?

Baaske: Berge an Akten lesen, im Land unterwegs, immer parat und ansprechbar sein – egal ob abends oder am Wochenende. Das ist nicht so toll fürs Familienleben. Und man trägt sehr viel Verantwortung. 



Peter:
Wie viel verdienen Sie als Minister?

Baaske: Ungefähr ein Hundertstel von einem guten Fußballprofi und gut die Hälfte von einem Sparkassendirektor. Es sind rund 10 000 Euro im Monat.


Peter:
Wie lang ist Ihr Arbeitstag?

Baaske: Bis zu 16 Stunden.


Farwer:
Mögen Sie Englisch?

Baaske: Ja, sehr. Leider hatte ich in meiner Schulzeit nicht so viel Englisch wie ihr heute. Aber ich habe schon mit 15 als DJ Musik gemacht und mir oft die Texte der Rolling Stones und der Beatles übersetzt und so ganz gut Englisch gelernt.


Pascal Hentschel:
Wie viele Kinder haben Sie?

Baaske: Zwei Jungen und  zwei Mädchen.



Hentschel:
Haben Sie eine nette Frau?

Baaske: Das kann man wohl sagen. Und hübsch ist sie auch. 



Hentschel:
Kann man sich in Ihrer Familie vertrauen?

Baaske: Klar, anders geht es gar nicht. Manchmal muss Klartext geredet werden. Danach ist alles wieder gut. 


Hentschel:
Haben Sie noch genug Zeit für Freunde und Hobbys?

Baaske: Eigentlich zu wenig.  Manchmal sage ich zu meiner Mitarbeiterin: „Dieses Wochenende keine Termine. Ich muss mal raus!“ Dann fahre ich zum Beispiel nach Polen zum Paddeln. Oder ich schraube zu Hause an meinem alten Barkas-Bus.



Hentschel:
Was fahren Sie für ein Auto?

Baaske: Manchmal den Barkas – aber nur am Wochenende zu Ausfahrten.  Im Dienst einen Audi und privat einen VW Polo


Peter:
Ich wünsche mir eine größere Halle für den Sportunterricht.

Baaske : Das kann ich sehr gut verstehen, denn ich bin selbst großer Sportfan. Für Schulsporthallen und deren Finanzierung sind allerdings die Kommunen zuständig, also die Orte und Landkreise.


Julien Lowsky:
Wäre es ein Deal, wenn die Lehrer mehr Geld dafür bekommen würden, um uns Ausfall zu geben?

Baaske: Habe ich das richtig verstanden: Lehrer zusätzlich bezahlen, damit Ihr weniger zur Schule gehen müsst? Das könnte euch so passen! Wenn Stundenausfall ist oder droht, weil Lehrer zum Beispiel wegen Erkrankung fehlen, nehmen wir Geld in die Hand, damit über einen gewissen Zeitraum zusätzliche Lehrkräfte beschäftigt werden. Dafür stellen wir insgesamt jedes Jahr 10 Millionen Euro zur Verfügung.


Dylan Macht:
Könnten wir nicht mehr Sportunterricht bekommen?

Baaske: Jeden Tag Sport würde mir auch gefallen. In Brandenburg gibt es in der Regel wöchentlich drei Stunden Sport. 


Damien Kupke:
Warum dauert es so lange, bis wir einen Spielplatz auf unserem Schulhof bekommen?

Baaske: Diese Frage kann ich Dir leider nicht beantworten. Besprich das mal mit der Schulleitung oder dem Bürgermeister. Vielleicht kannst Du auch eine Unterschriftensammlung machen. Oder Du kannst auch mit einem MAZ-Reporter darüber sprechen und den Spielplatz öffentlich einfordern.



Hentschel:
Wie gefällt Ihnen unsere Schule?


Baaske: Sehr gut. Der Besuch hat mir großen Spaß gemacht. Und ihr habt sehr engagierte Lehrer.

Von Frank Pechhold

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