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Historie der Holzhandwerker

Zossen Historie der Holzhandwerker

Die 1952 gegründete Tischlerinnung Zossen gibt es nicht mehr. Damit die Erinnerung an das Wirken der Holzhandwerker in der Region nicht verblasst, machte sich Willi Voss ans Werk. Akribisch sichtete er Aktenordner voller Material über die Geschichte der Innung. So entstand eine kleine Chronik, die sich nun im Besitz des Heimatvereins „Alter Krug“ befindet.

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Die Heimatvereinsvorsitzende Karola Andrae freut sich über die von Willi Voss erarbeitete Chronik der Tischlerinnung Zossen.

Quelle: Frank Pechhold

Zossen. Willi Voss brachte kürzlich eine Kiste voller Unterlagen über die wechselvolle Geschichte der Tischlerinnung Zossen zu Karola Andrae ins Heimatmuseum „Alter Krug“. „Dort ist das Material in guten Händen“, so der pensionierte Neuhofer Tischlermeister.

Fast 30 Holzhandwerker gründeten 1952 die Tischlerinnung des Alt-Kreises Zossen. „Von solchen Mitgliederzahlen konnten wir am Ende nur noch träumen“, bedauert Willi Voss. Bereits 2014 zeichnete sich ab, dass sich die sieben Meister zählende Innung nicht mehr lange halten kann. Deshalb gab es mit Jüterboger und Luckenwalder Kollegen Fusionsgespräche. Die führten Anfang 2016 zur Gründung der Tischlerinnung Teltow-Fläming. „Damit wurde der Schlusspunkt hinter die Historie der Zossener Innung gesetzt.“ Um die Erinnerung wach zu halten, trug Willi Voss viel Material zusammen. Stolze zwölf  Ordner mit Schriftgut hatte ihm der ehemalige Innungsobermeister Klaus Michler überlassen. Sechs prall mit Akten gefüllte Ordner steuerte Voss selbst bei. „Schließlich war ich 42 Jahre Schriftführer der Innung“, sagt der rüstige Senior. In dieser Zeit habe er bei Versammlungen rund 180 Protokolle von Hand geschrieben. Akribisch sichtete Willi Voss also insgesamt 18 Ordner. Was ihm wichtig erschien, landete nicht im Papierkorb. Allmählich schmolz der Aktenberg auf ein überschaubares Maß zusammen. Mit Zeitungsartikeln über Tischlerkollegen und die Arbeit der Innung angereichert, entstand so kein Sammelsurium, sondern eine kleine Chronik.

„Als die Chronik fertig war, habe ich mit Klaus Michler über deren Verbleib gesprochen“, erzählt Willi Voss. Die Handwerkskammer Potsdam und die Kreishandwerkerschaft in Jüterbog wollten die Dokumente nicht haben. Deshalb verständigte er sich mit dem mittlerweile verstorbenen Klaus Michler darauf, das Material dem Heimatverein „Alter Krug“ zu geben.

„So sind die Unterlagen bei uns gelandet“, freut sich die Vereinsvorsitzende Karla Andrae. Schon beim flüchtigen Lesen der ersten Seiten sei ihr die Idee gekommen, eine Sonderausstellung über das Tischlerhandwerk in der Region zu gestalten. Ein paar Möbelstücke, die dazu passen würden, stehen schon im Museum. Dabei handelt es sich um einen in der Zossener Tischlerei Michler gefertigten Spiegelschrank mit Hocker sowie einen als Gesellenstück in der Dabendorfer Tischlerei Reimann abgelieferten Wohnzimmertisch.

Von Frank Pechhold

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