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Schulreporter Dahmeland-Fläming Mit der MAZ im Unterricht
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07:05 09.03.2018
Bis zum 17. März gibt’s jeden Tag die MAZ im Unterricht – die Klasse 8c des Friedrich-Gymnasiums nimmt am MAZ-Schulreporter-Projekt teil. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Trotz der ersten Schulstunde am frühen Morgen zeigte sich die 8c des Luckenwalder Friedrich-Gymnasiums ziemlich fit und ausgeschlafen. Die 22 Schüler nehmen mit ihrer Deutsch-Lehrerin Christel Werner am MAZ-Schulreport-Projekt teil, deshalb war der herkömmliche Unterricht für eine Stunde tabu. Stattdessen berichtete eine MAZ-Redakteurin über die Arbeit der Journalisten, den Alltag in der Redaktion und den Aufbau der Zeitung. Anschließend hatten die Achtklässler die Möglichkeit, ihre Fragen loszuwerden.

Die Schätzungen zur Höhe der Zeitungsauflage gingen weit auseinander und reichten von 5000 bis zu 50 000 Exemplaren. Tatsächlich liegt die Zahl der täglich verkauften Zeitungen über 100 000. Dass die MAZ mit geschätzten 400 000 Lesern die reichweitenstärkste Tageszeitung im Land Brandenburg ist, verblüffte die jungen Leute dann doch ein wenig. Schlussfolgerung: „Wenn unser Klassen-Foto in der MAZ erscheint und uns viele Leute sehen, sollten wir eine gute Figur machen.“

Zeitungsseiten werden ausgemessen

Dass die Zeitung nur mit dem richtigen Verhältnis von Berichterstattung, verkaufter Auflage und Werbung funktioniert, verstanden die Schüler sehr schnell. Doch wie konkret ist das Verhältnis? Wie viel Fläche auf den Zeitungsseiten macht die Werbung aus? Die Schüler wollen das nun nachmessen und ins Verhältnis setzen. „Eine gute Idee“, befand Christel Werner.

Knapp ein Drittel der Schüler hat die MAZ zu Hause abonniert, seit dem 19. Februar erhält jeder täglich sein persönliches MAZ-Exemplar. „Im Deutsch-Unterricht haben die Schüler jeden Tag mindestens zehn Minuten Zeit, die MAZ zu lesen“, erklärt Lehrerin Christel Werner. „Anschließend werten wir die Lektüre aus und jeder kann sagen, welche Info für ihn besonders interessant war.“ Dass US-Präsident Donald Trump die Lehrer bewaffnen will, hat zum Beispiel alle in der Klasse ziemlich entsetzt.

746 Schüler sind insgesamt dabei

Insgesamt 746 Schüler beteiligen sich in der Region Dahmeland-Fläming am Projekt MAZ-Schulreporter. Darunter sind in den Bereichen Luckenwalde und Jüterbog 205 Schüler aus 14 Klassen und vier Schulen beim Projekt dabei.

Das Projekt läuft noch bis zum 17. März. Es soll Lust aufs Zeitungslesen machen und den Schülern einen Einblick in die Arbeit der Journalisten geben.

Begleitet wird das Projekt seit Jahren vom medienpädagogischen Institut Pro Media Maassen.

Lucas wies die Reporterin gleich auf einen Grammatikfehler in der MAZ hin – und hatte damit recht. Josefine wollte wissen, ob der Seitenumfang der Zeitung spontan erhöht wird, wenn an einem Tag gerade etwas äußerst Spannendes passiert. In der Redaktion werden inhaltliche Schwerpunkte gesetzt, je nach Informationsgehalt für die Leser. Erweiterte Umfänge gibt es eher bei geplanten Großereignissen wie den Olympischen Spielen oder Jubiläen im Land Brandenburg. Annabell wunderte sich über die laufende Nummer auf der Titelseite, um herauszufinden, dass sie schlicht und einfach anzeigt, die wievielte Ausgabe des Jahres gerade gedruckt ist.

Fernsehprogramm ist überflüssig

Am meisten interessiert die Schüler in der MAZ der Sport, dabei vor allem Fußball, und internationale Politik. Aber auch Horoskope werden gern gelesen und kleine Rätsel vermisst. Das Fernseh-Programm hingegen empfinden manche Schüler als überflüssig. Dafür gebe es die Fernsehzeitungen.

Heute informiert sich die Klasse innerhalb des Schulreporter-Projektes über Berufs- und Karrieremöglichkeiten beim DRK.

Von Elinor Wenke

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