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Mit viel Liebe zum Detail

MAZ-Schulreporter Mit viel Liebe zum Detail

Zum Auftakt des Projekts MAZ-Schulreporter in der Grundschule Friedersdorf lernten die Schüler der 5a und 5b den Journalisten-Beruf kennen und stellten viele Fragen rund um den Arbeitsalltag eines Redakteurs. Vier Wochen lang werden sie sich mit der MAZ beschäftigen und kreative Projekte umsetzen. Lehrerin Ute Gelbrecht hat auch eine Überraschung für die Kinder parat.

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„Handarbeit war mein Hassfach“

Die Lehrerin Ute Gelbrecht erklärt den Grundschülern die vier Bücher der Märkischen Allgemeine.

Friedersdorf. Was macht den Beruf eines Tageszeitungsjournalisten aus? Diese Frage stellen sich Schreiberlinge in ihrem Alltag eher selten, doch die 27 Fünftklässler der Grundschule in Friedersdorf brachten die Redakteurin, die den Kindern zum Auftakt des MAZ-Schulreporter-Projekts von ihrem Job erzählte, mit genau diesem Satz zum Nachdenken. „Ihr lernt viele interessante Menschen kennen und ein abwechslungsreicher Alltag gehört dazu“, erklärte die Journalistin den wissbegierigen Schülern, die kein Blatt vor den Mund nahmen und alles über die Arbeitsweise eines Reporters wissen wollten. Zum ersten Mal blickten sie hinter die Kulissen einer Zeitung.

Zur Vorbereitung hatte sich jeder der Grundschüler eine Frage ausgedacht: Das Gruppeninterview mit der Journalistin füllte eine komplette Unterrichtsstunde aus. Interessiert waren die Kinder vor allem an den genauen Aufgaben eines Redakteurs: Was gehört zu seinem Arbeitspensum? Wann fängt er an zu arbeiten, wie viele Artikel schreibt er pro Tag und muss er auch an Feiertagen arbeiten? „Recherchieren, Interviews führen und täglich mindestens eine Geschichte schreiben, damit die Zeitung auch am nächsten Tag wieder gefüllt ist“, gab die Redakteurin den Kindern zu verstehen. Sie erklärte, dass ihr Tag nicht vor 10 Uhr beginnt, jedoch selten vor 19 Uhr endet. Und nicht zu vergessen die Sonntags- und Feiertagsdienste in regelmäßigen Abständen, damit auch nach dem Wochenende niemand auf aktuelle Nachrichten und Reportagen verzichten muss.

Welche Voraussetzungen man braucht, um als Journalist zu arbeiten, wollte eine andere Schülerin wissen. „Eine ordentliche Portion Neugier, aber auch Mut und Offenheit“, berichtete die Redakteurin. „Doch es gehört noch so viel mehr dazu: Arbeit unter Zeitdruck, Terminmanagement und auch das Aushalten von tragischen Momenten.“

Mit viel Liebe zum Detail bereitete die Lehrerin Ute Gelbrecht die Klassen 5a und 5b für das Schulreporter-Projekt vor. Schon Ende Januar begann sie, die Kleinen mit der Zeitung vertraut zu machen. Vier Wochen lang bekommen sie nun einen Einblick in die Arbeitsweise des Pressewesens und gestalten dabei in jedem Unterrichtsfach etwas Kreatives, mit vielen bunten Aufgaben. „Die Schüler werden die Zeitungsmeldungen durchgehen, selbst Artikel über ihr Hobby schreiben, die Anzeigen untersuchen, eine Fotosammlung erstellen, Collagen basteln, statistische Auswertungen machen und Arbeitsblätter gestalten“, sagte die Lehrerin. Schüler, die besonders fleißig während des Projektes sind, bekommen am Ende eine Überraschung. Zudem stellt Ute Gelbrecht den Kindern jeden Tag eine Quizfrage, um festzustellen, ob sie aufmerksam mitarbeiten.

Während des Besuchs der Journalistin wurden die Schüler in drei Gruppen aufgeteilt. Einige Kinder beschäftigten sich mit dem Aufbau der MAZ und analysierten die vier Bücher der Zeitung. Im Nebenraum befasste sich eine andere Gruppe mit der Zusammensetzung des Titelblatts und definierten Begriffe wie Aufmacher, Zeitungskopf oder Schlagzeile. Das Konstrukt einer Zeitungsseite lernten die Kinder spielerisch durch das Puzzeln der einzelnen Teile kennen. Welche Assoziationen sie mit dem Begriff Zeitung haben, fand die dritte Gruppe heraus: Z wie Zeitgeschehen, I wie Informationen, U wie Unterhaltung oder N wie Nachrichten.

Was einen guten Artikel ausmacht und wie zufrieden die Reporterin mit ihrer Arbeit ist, wollten die Schüler am Ende noch wissen. „Dass er eine Wirkung hat und sich dadurch etwas verändert in der Welt“, versuchte sie zu verdeutlichen und antwortete auch gleich auf die nächste Frage, ob ihr die Arbeit manchmal keinen Spaß mache. „Selten“, erklärte sie den Schülern, „wenn mir jemand nichts erzählen will, auf den ich gebaut habe. Aber das kommt zum Glück selten vor.“

Von Melanie Höhn

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