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Schaupflügen in Seehausen

Traditionelle Landwirtschaft Schaupflügen in Seehausen

In Seehausen ist am Wochenende das Schaupflügen mit sechs Gespannen ausgerichtet worden. Sechs Pflugbesatzungen mit einem „Maschinisten“ und zwei Pferden waren am Sonntag nach Seehausen gekommen, um ein Schaupflügen zu demonstrieren.

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Teilnehmer des Schaupflügens zeigen ihr Können.

Quelle: H.-Dieter Kunze

Seehausen. Doch, es gibt sie noch, die Bauern, die um diese Jahreszeit die Rösslein anspannen. Zwar sind sie in absoluter Minderheit, sie beherrschen aber ihr Ackerhandwerk noch sehr gut. So auch beim Pflügen mit Ein- oder Zweischargeräten. Mehr ist nicht, selbst eine Quadrille Kaltblüter hätte nicht die Kraft, mit einem Fünf- bis Siebenscharer den Boden zu wenden. Da müssen schon metallene Protzpakete mit 250 bis 500 PS unter der Haube ran.

Sechs Pflugbesatzungen mit einem „Maschinisten“ und zwei Pferden waren am Sonntag nach Seehausen gekommen, um ein Schaupflügen zu demonstrieren. Den Zottelmähnigen vom Haflinger bis zum schweren Kaltblut war es egal, dass sie statt eines Kremsers oder einer Kutsche einen Ein- oder Zweischarpflug im Schlepp hatten. Treu und brav legten sie die Furchen hin, für die Qualität und das Optische war allerdings der Mann hinter dem Gespann verantwortlich.

„Am schwierigsten ist das Anpflügen. Wenn es da schon ,eirig’ aussieht, kriegst Du kaum noch eine vernünftige Furche hin.“ Thomas Hensel aus Klossa bei Jessen spricht aus Erfahrung. Schon zu sozialistischen Zeiten bei der LPG lernte er die Bodenbearbeitung von der Pike auf. Kleine oder schwer befahrbare Flächen waren es, die er mit seinem Gespann beackerte. Mit diesem Fachwissen unterstützte er auch seinen Großcousin Olaf Buhle aus Seehausen. Er ist der Initiator dieser beliebten Veranstaltung, Unterstützung erhält dieser von Herbert Pötzsch. Die Resonanz auf das nunmehr vierte Schaupflügen war gut, Gespanne kamen aus Dennewitz, Grüna, Brück und sogar Doberlug-Kirchhain.

Der Pferdehof Schneider stammt aus dem Jüterboger Ortsteil Grüna. Gekommen waren die Besitzer Jörg Schneider und seine Tochter Janina. Den Zweischarpflug hinter den Deutschen Kaltblütern Caspar und Condor hatte Mitarbeiter Mario Zetzsche im Griff. Sie alle waren einer Meinung: „Das ist eine wunderschöne Veranstaltung.“

Der Tag war sozusagen auch ein Aufwärmen für Pferde und Kutscher, da bald die Kremser wieder rollen. Für Olaf Buhle beginnt die Saison Ostern, da sind bereits die ersten Ausfahrten gebucht. Das Schaupflügen will er im jetzigen Rahmen belassen. Die Ackerfläche am Ortsausgang Richtung Seyda stellte die Agrargesellschaft Flämingland in Blönsdorf bereit.

Von H.-Dieter Kunze

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