Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Schulreporter Dahmeland-Fläming Stallgespräch über das Ende der Milch
Lokales Teltow-Fläming Schulreporter Dahmeland-Fläming Stallgespräch über das Ende der Milch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:25 24.08.2016
Stallgespräch: Regina Siebeke und Henrik Wendorff Quelle: Jutta Abromeit
Anzeige
Löwenbruch

Vor einem Jahr bekamen Brandenburgs Milchbauern 28 Cent pro Liter Milch, heute sind es 22. Bis 2015 stellten jährlich 3,7 Prozent der Milcherzeuger die Produktion ein, zuletzt waren es nach Angabe des Landesbauernverbandes (LBV) 15 Prozent. Wie weiter angesichts dieser Talfahrt? Darum ging es gestern bei einem Stallgespräch im Ludwigsfelder Ortsteil Löwenbruch zwischen LBV-Präsident Henrik Wendorff und Regina Siebeke. Die ist „Bauer mit Leib und Seele seit Jahrzehnten“, wie sie sagt. Doch die damals 17-köpfige Agrargenossenschaft Löwenbruch/Kerzendorf war wie berichtet vor gut einem Jahr aus der Milchproduktion ausgestiegen.

Den Hauptgrund für sinkende Milchpreise sieht Siebeke im Handel: „Der bietet Lebensmittel zum Dumpingpreis an  – eine Missachtung unserer Arbeit. Wir sind flexibel, aber Tiere und Pflanzen kann man nicht über Nacht an- oder abschaffen.“ Junge Leute verdienten überall mehr als in der Landwirtschaft, wo solle da Fachkräfte-Nachwuchs herkommen?

Kompensation ist die Lösung

Für LBV-Chef Wendorff heißt die Lösung produktionsintegrierte Kompensation: „Wir müssen bei Flächenreduzierungen vom Freikaufen mit Ausgleichszahlung wegkommen. Nicht Bäume pflanzen und Biotope schaffen, sondern Grünland extensiv nutzen“, so der LBV-Präsident. Praktikabel wäre das für ihn mit naturnahen Produktionsverfahren. „Das ist abseits des Weltmarkts die Nische, die Brandenburg mit seinen kargen Böden besetzen kann“, sagt Wendorff. Und er fragt: „Warum muss der Handel Milchlieferung nach preiswertestem Angebot ausschreiben, statt nach regional produzierter Milch? Warum wird unser Kartellrecht nicht genutzt, um hochwertige Lebensmittel an den Verbraucher zu bringen und Kulturlandschaft zu schützen?“

Am Weinbergweg geht es bei der Agrargenossenschaft Löwenbruch/Kerzendorf heute um Rindermast, Mutterkuhhaltung und die Kälberaufzucht. Ob der 12-Mann-Betrieb so langfristig überlebt, weiß Siebeke nicht. Sie ist froh, eher als andere ausgestiegen zu sein. Von 1500 Hektar Acker und Grünland 1991 blieben 850 Hektar übrig, 300 im Landschaftsschutzgebiet.

Von Jutta Abromeit

Weil die Alterserwartung in Deutschland steigt und die Anzahl an Blutspendern gleichzeitig rückläufig ist, müssen Blutspendedienste immer wieder um neue Spender werben. Besonders während der Urlaubszeit ist der Bedarf an frischen Präparaten hoch. Vor allem Dauerspender können sich über nützliche Dankeschön-Aktionen freuen.

19.08.2016

Am Friedrich-Gymnasium in Luckenwalde fand am ersten Tag der Sommerferien zum 7. Mal eine Fachtagung für Mathematik- und Physiklehrer statt. Mehr als 150 Lehrer kamen, um sich über moderne Unterrichtsmethoden zu informieren.

21.07.2016

Die Stadt bekommt ihre ersehnte Mitte – doch was kommt danach? Wie soll Ludwigsfelde in Zukunft gestaltet werden? Darum ging es bei einer öffentlichen Diskussion von Fachleuten und Bürgern im Klubhaus.

21.07.2016
Anzeige