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Schulreporter Dahmeland-Fläming Wie aus Muskelkraft Strom wird
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20:23 29.02.2016
René Lehmann-Rotsch führte mit den Schülern Experimente durch.
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Luckenwalde

„Wir sorgen für den Strom in euren Wohnungen“, erklärte Christian Buddeweg, Geschäftsführer der Städtischen Betriebswerke Luckenwalde, kurz und bündig die Aufgabe seines Unternehmens. Ein ungewöhnlich junges Publikum war diesmal zu Gast auf dem Betriebsgelände im Kirchhofsweg. Die Schüler der 4a der Luckenwalder Friedrich-Ebert-Grundschule nehmen mit ihrer Lehrerin Tina Ast als MAZ-Schulreporter am Zeitungsprojekt teil und hatten ihren Unterricht in die Luckenwalder Stadtwerke, zu einem der Projekt-Sponsoren, verlegt.

„Man sieht ihn nicht, aber Strom ist immer da. Erst wenn er mal ausfällt, merkt man, was plötzlich fehlt“, erläuterte Christian Buddeweg. Erst wenige Tage zuvor hatte ein Stromausfall in Luckenwalde das elektrische Leben für ein paar Minuten lahmgelegt. Da mussten die Reparaturleute ran. Als größter Energieversorger in der Region liefern die Stadtwerke auch Erdgas und Fernwärme in die Wohnungen und Betriebe. „32 Mitarbeiter in unserem Betrieb sorgen dafür, dass ihr zu Hause einfach das Licht anknipsen könnt und es schön warm habt“, berichtete der Betriebswerke-Chef. Er verwies auf den nahe gelegenen Schornstein. „Der ist 27 Meter hoch, wir haben ihn vor drei Jahren neu gebaut“, berichtete er.

„Bei uns in der Straße wurden die Lampen auf LED umgestellt“, wusste eine Schülerin zu berichten. „Ja, damit kann man Energie sparen“, sagte Christian Buddeweg, „denn Strom kostet natürlich auch Geld.“

Dann konnten die Mädchen und Jungen selbst Hand anlegen, um zu verstehen, wie das mit der Energie eigentlich funktioniert. Vertriebsleiter René Lehmann-Rotsch und Mitarbeiter Thomas Ballhause hatten Experimentierkästen mitgebracht. In acht praktischen Versuchen können Grundschüler die Umwandlung und Erzeugung von Energie testen und erleben. Zuerst durfte der elfjährige Osso kräftig eine Kurbel drehen und damit ein kleines Windrad in Gang setzen. „Hier wird mit Muskelkraft Strom erzeugt und dann eine Windmühle zum Drehen gebracht“, erklärte René Lehmann-Rotsch. Die anderen Schüler taten es Osso nach.

Dann erklang plötzlich eine Hupe. „Hier wird mit Strom ein akustisches Signal erzeugt“, erklärte der Vertriebschef. Geschickt erzeugten die kleinen Schülerhände dann aus Sonnenlicht Strom und trieben eine Kurbel an. Dann ließen sich die Schüler die Solarmodule erklären. „Je größer ein Modul ist, desto weniger Licht braucht man“, sagte Lehmann-Rotsch. Er musste die übermütigen Jungen immer wieder zur Vorsicht mahnen. „Geht nicht so dicht mit dem Gesicht an die Technik ran“, riet er.

„Der Propeller dreht sich“, freute sich Henning; mit einem Ventilator wurde ein Sturm imitiert. Justin wurde für seine Kenntnisse der Elektrik gelobt. Dann erläuterte René Lehmann-Rotsch das Fernwärmenetz. „Wasserdampf erzeugt Wärme in den Rohren und schließlich im Heizkörper“, sagte er. Osso machte sich Sorgen wegen der Abgase. „Ganz ohne wird es nicht gehen“, räumte der Vertriebschef ein, „auch Autos erzeugen Abgase. Aber wir versuchen, sie zu reduzieren.“

Ins Blockheizkraftwerk kommt Otto Normalverbraucher eigentlich nicht rein. Die Viertklässler aber durften sich in Begleitung von Anderas Mager die riesigen Heizkessel und Pumpen und die hochmoderne Messtechnik ansehen. Manche hielten sich wegen der Geräuschkulisse die Ohren zu, andere fanden es einfach „cool“.

Zum Schluss überprüften Daniel und Merlene, wie gut ihre Mitschüler aufgepasst hatten. „Was bedeutet BHKW?“, fragten sie. Natürlich Blockheizkraftwerk. Und die Schüler konnten auch berichten, dass jeweils eine Pumpe einmal wöchentlich dienstags gewechselt wird und dass die beiden Wassercontainer jeweils 60 000 Liter Wasser fassen.

Von Elinor Wenke

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