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Schulreporter Dahmeland-Fläming Wie lege ich einen Druckverband an?
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20:06 29.02.2016
Andreas Schönherr zeigt Adrean Krüger, Mathis Hemprich, Maxima Frenzel, Hanna Goes (v.l.) einen Druckverband. Quelle: frank pechhold
Baruth

Wie lege ich einen Druckverband an? Was muss ich tun, um einen Verletzten zu versorgen und Hilfe zu holen? Das alles erfuhren die Kinder aus der Baruther Schulreporter-Klasse 5a in einer ganz besonderen Unterrichtsstunde.

Eigentlich hatten die wissbegierigen Mädchen und Jungen nur damit gerechnet, dass Rettungssanitäter Andreas Schönherr – ein ehemaliger Schüler – kommt und ihnen die lebensrettenden Handgriffe beibringt. Voriges Jahr war das in einer anderen Klasse so gewesen. Aber diesmal war alles anders. Plötzlich parkte ein rotes Löschfahrzeug vor der Schule. Wenige Minuten später ging die Tür auf und eine ganze Besatzung der Freiwilligen Feuerwehr Baruth kam in das Klassenzimmer herein. Diane Strehlow, Sven Thätner, Frank Schlodder, Eric Wendt, Philipp Wehlmann und Andreas Schönherr blickten in die erstaunten Kinderaugen. „Die Überraschung ist uns echt gelungen“, sagte Schönherr. Eingeweiht war nur Klassenlehrerin Karin Pötsch. „Das ist auch ein kleines bisschen Werbung für die Feuerwehr. Denn dort sind Mädchen und Jungen, die vielleicht später einmal als Frauen und Männer mitmachen wollen, immer gern gesehen“, erklärte Pötsch den Kindern.

Schnell kamen die Feuerwehrleute zur Sache. „Zuerst zeigen wir euch, wie ein Druckverband funktioniert“, sagte Schönherr. Rasch wurde die Klasse in vier Gruppen eingeteilt. „Um einen Druckverband anlegen zu können, brauchen wir erst einmal einen Unfall, bei dem sich jemand verletzt hat“, sagte Feuerwehrmann Sven Thätner. Weil ein Verletzter medizinische Hilfe benötigt, sollte man möglichst rasch den Rettungsdienst anrufen. „Welche Nummer müsst ihr da wählen?“, wollte Thätner wissen. „Die 112“, antwortete Luis Knöfel so schnell wie aus der Pistole geschossen. „Was möchte der Mann oder die Frau am anderen Ende von euch hören?“, fragte Thätner weiter. „Wer ruft an? Was ist passiert? Wo ist der Unfall geschehen? . . .“, zählte Leon die so genannten W-Fragen auf. „Wenn ihr mit euren Antworten fertig seid, dann wartet bitte ab, ob euer Gesprächspartner noch eine Frage an euch hat. Legt also bitte nicht gleich vor lauter Aufregung auf“, riet Andreas Schönherr.

Anschließend zeigte er den Kindern einen grünen Kasten mit einem weißen Kreuz. „So ein Verbandskasten sollte in jedem Auto liegen. Darin findet ihr alles, was man für einen Druckverband braucht.“ Schönherr regte die Kinder an, gleich nach der Schule mit Mama und Papa auf die Suche nach dem Verbandskasten zu gehen und einen Blick hinein zu werfen. „Das ist wichtig, damit ihr wisst, wo im Notfall alles liegt.“

Von Frank Pechhold

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