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Wölfe in den Weinbergen?

„Schulreporter“-Auftaktstunde in der Zossener Klasse 6b Wölfe in den Weinbergen?

Spaß und riesengroßes Interesse an der MAZ standen Montag im Mittelpunkt der ersten „Schulreporter“-Stunde in der Zossener Klasse 6b. Zuerst erzählte Redakteur Frank Pechhold den Kindern, wie die Zeitung entsteht. Anschließend erarbeiteten die Jungen und Mädchen im Rahmen einer kleinen Redaktionskonferenz viele tolle Themenvorschläge.

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„Handarbeit war mein Hassfach“

Leonie Sipelt, Paul Kähne, Arian Polland und Pia Scheufele (vorn v.l.) stellten die in ihren Gruppen erarbeiteten Themen für die MAZ vor.

Zossen. Wölfe in den Zossener Weinbergen? Wildschweinplage in Wünsdorf? Warum gibt es noch immer nicht genug Lehrer bei uns? Diese Themen interessieren die Mädchen und Jungen der Klasse 6b brennend. Darüber würden sie gerne mehr in der „Zossener Rundschau” lesen. Das entschieden die von Klassenlehrerin Antje Hillnhagen betreuten jungen Redakteure Montag in der Zossener Goetheschule selbst. Im Rahmen einer kleinen Redaktionskonferenz machten sie am „Schulreporter“-Auftakttag viele interessante Themenvorschläge für die Berichterstattung in der MAZ.

Die Zeit drückte genau wie in einer richtigen Redaktion. Also teilte Deutsch-Lehrerin Antje Hillnhagen die Klasse rasch in vier etwa gleich große Gruppen ein. „Denkt bitte gemeinsam darüber nach, von welchen Ereignissen aus eurer näheren Umgebung die MAZ-Leser unbedingt erfahren sollten“, lautete die Aufgabenstellung.

Und die hatte es in sich. Schließlich sollte jede Gruppe innerhalb von nur zehn Minuten darüber entscheiden, welche Themen neugierige Leser interessieren könnten.

Weil zehn Minuten verdammt wenig Zeit sind, steckten die Kinder ihre Köpfe zusammen, während ihre Lehrerin der MAZ ein Interview gab. Eifrig wurden von den Kindern Themen vorgeschlagen, besprochen, verworfen oder für gut befunden. Jeweils ein Mitschüler notierte die besten Vorschläge in Stichpunkten. Unerbittlich tickte die Uhr. Schon war die Zeit vorbei. „Bitte werdet fertig”, beendete Antje Hillnhagen den regen Gedankenaustausch.

Als wieder Ruhe eingekehrt war, stellte ein Schüler pro Redaktionskonferenz-Gruppe die Themen vor. Den Anfang machte Leonie Sipelt aus Wünsdorf. „Der Schulneubau in Dabendorf wurde gestoppt, weil es Geldprobleme gab“, sagte Leonie. Nun wollen die Kinder wissen, ob und wie es mit dem Millionenprojekt weitergeht. Weiter kritisierte Leonie, dass es in Wünsdorf Straßen gibt, „die zehn bis fünfzehn Zentimeter tiefe Schlaglöcher“ haben. „In Wünsdorf laufen auch jede Menge Wildschweine herum. Deshalb passierten so viele Autounfälle, bei denen es Verletzte gäbe. „Warum wird dagegen nichts getan?“, stellte Leonie noch eine spannende Frage.

„Auch in Dabendorf laufen viele Wildschweine herum“, sagte Paul Kähne aus Zossen. Stellvertretend für seine „Schulreporter“-Gruppe hatte er nicht nur dieses Thema auf seinem Zettel notiert. „Heute war auch ein Krankenwagen in unserer Schule, weil sich jemand den Kopf aufgeschlagen hat“, so Paul. Über diesen Vorfall sollte man unbedingt in der Zeitung berichten. „Da hat sich ein Junge am Arm verletzt und es steht noch nicht einmal fest, ob der Arm gebrochen ist“, warf Klassenlehrerin Antje Hillnhagen ein. Davon unbeeindruckt erzählte Paul, dass am Wochenende ein Wolf in den Zossener Weinbergen gesehen worden sein soll. „Der Wolf soll dort herumziehen“, so Paul. Auch andere Schüler sagten, dass sie schon davon gehört hätten. Wölfe in den Weinbergen? Ist da wirklich was dran?

„Warum haben wir noch immer Lehrermangel an unserer Schule?“, wollte Arian Polland wissen. Die Zossenerin stellte die in der dritten Nachwuchsreporter-Gruppe erarbeiteten Themen vor. „Man sollte vielleicht ein paar Restaurantkritiken in die Zeitung bringen“, regte Arian an. Weiter wäre es schön, ab und zu Freizeiteinrichtungen für die Zossener und Dabendorfer vorzustellen. „Auch eine Seite mit den neuesten Witzen sollte mal in der MAZ stehen, damit man nicht immer nur ernste Themen liest.“ Schließlich schlug Arian vor, doch mal etwas über die Hundehaufen in Zossen zu schreiben. „Weshalb beschwert sich die Stadt darüber?“ Wenn man das Problem wirklich lösen möchte, sollte man viel mehr Mülleimer für Hundekot aufstellen.

Pia Scheufele aus Schöneiche warb im Namen der vierten Reporter-Gruppe dafür, die Schöneicher Handballer ganz groß ins Blatt zu bringen. „Momentan sind die Männer auf dem zweiten Tabellenplatz.“ Das letzte Spiel gegen Finsterwalde hätten sie zwar 26:29 verloren, „aber gegen Tabellenführer Guben haben sie 31:31 gespielt!“

Von Frank Pechhold

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