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Initiative gegen dritte Startbahn am BER

Schutzgemeinschaft will 20.000 Unterschriften gegen BER-Erweiterung sammeln Initiative gegen dritte Startbahn am BER

Wann der neue Hauptstadtflughafen BER eröffnet, steht noch völlig in den Sternen. Doch in den Gemeinden ringsherum will man bereits einer Erweiterung vorbeugen. Dort mobilisiert die Schutzgemeinschaft gegen eine dritte Start- und Landebahn und hat sich hohe Ziele gesetzt.

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Blankenfelde-Mahlow. Obwohl noch niemand weiß, wann der BER eröffnet wird, regt sich im Umfeld bereits Widerstand gegen eine mögliche Erweiterung.

Die Schutzgemeinschaft der Umlandgemeinden startet am 8. Mai eine Volksinitiative gegen eine dritte Start- und Landebahn. 20.000 Unterschriften sollen bis zum Herbst zusammenkommen und dem Landtag übergeben werden. „Wir wollen die Landesregierung zwingen, sich mit dem Thema zu befassen“, sagt Alexander Fröhlich, Referent von Blankenfelde-Mahlows Bürgermeister Ortwin Baier. Bei einem geschätzten Planungszeitraum von 20 Jahren sei es wichtig, sich frühzeitig zu positionieren. Mit der Volksinitiative soll die Planfeststellungsbehörde gezwungen werden, einen eventuellen Antrag des Flughafens von vornherein abzulehnen. Eine weiter südlich gelegene, zusätzliche Bahn würde Blankenfelde-Mahlow kurzfristig entlasten, gibt Fröhlich zu. Langfristig aber steige die Belastung. Mit einer dritten Start- und Landebahn könnten fast doppelt so viele Flugzeuge starten und landen wie bisher. Fröhlich geht von einem Maximum von 800.000 Flugbewegungen aus, derzeit ist der BER auf eine Kapazität von 450.000 Starts und Landungen ausgelegt.

Vor allem das Land Berlin könnte auf eine Erweiterung des BER dringen. „Herr Wowereit spricht immer von einem internationalen Drehkreuz“, sagt Fröhlich. Um das zu verhindern, müsse Brandenburg den gemeinsamen Landesplanungsvertrag mit Berlin kündigen. „Nur so“, sagt Fröhlich, „kann Brandenburg die Planungshoheit über den BER zurückgewinnen.“ Auch das erfolgreiche Volksbegehren für eine Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr ließe sich so einfacher umsetzen.

Ludwigsfeldes Bürgermeister Frank Gerhard (SPD) ist zuversichtlich, dass die Unterschriften zusammenkommen. „Im Landtag müssten wir offene Türen einrennen“, sagt Gerhard. Eine Kündigung der Kooperation mit Berlin hält er rechtlich für schwierig, aber für konsequent. „Berlin verhält sich absolut unsolidarisch.“

Auftakt: Die Auftaktveranstaltung zur Volksinitiative findet am 8.Mai um 19Uhr in der Aula der Astrid-Lindgren-Grundschule Mahlow statt. Es referieren der Flughafenplaner Dieter Faulenbach da Costa und der Fachanwalt Franz Günter Siebeck.

Von Christian Zielke

Eine MAZ-online-Themenseite zum BER finden Sie hier: www.MAZ-online.de/ber

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