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Teltow-Fläming Schwierige Transporte
Lokales Teltow-Fläming Schwierige Transporte
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00:17 31.01.2016
Im Luckenwalder „Laden mit Herz“ kümmern sich Madlen Nitsche, Angelika Klettke und Mario Strauß um den Verkauf der gebrauchten Möbel. Quelle: Reck
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Luckenwalde

Monika Liefeld aus Kliestow hat eine fast unbenutzte Couch, die sie loswerden will. „Ich würde sie gern an Flüchtlinge oder Bedürftige verschenken“, berichtet sie der MAZ. Aber alle ihre Bemühungen, sie den Sozialeinrichtungen anzubieten, waren bisher gescheitert. „Die einen haben kein Fahrzeug und den anderen ist der Weg zu weit“, hat sie erfahren müssen. Jetzt steht sie kurz davor, das Sofa als Sperrmüll auf die Straße zu stellen.

„Wir haben weder Fahrzeuge noch die Arbeitskräfte, um Möbeltransporte durchzuführen“, sagt Holger Schmidt, Geschäftsführer der GAG Klausdorf, die die Flüchtlingshilfe TF koordiniert. „Wir sind nur der Vermittler und teilen eingehende Möbelangebote der Diakonie in Jüterbog, der GAB Ludwigsfelde oder der Luba in Luckenwalde mit, die sich dann darum kümmern.“

Doch hat zum Beispiel der „Laden mit Herz“ der Luba gar keinen eigenen Transporter. Den muss sich Laden-Leiterin Angelika Klettke mit einer anderen Betriebseinheit der Luba teilen und hat deshalb oft erst abends Zugriff darauf. Deshalb habe man nun einen Antrag beim Kreis auf finanzielle Unterstützung zur Anschaffung eines gebrauchten Transporters gestellt. Ein ganz anderes Problem spricht Luba-Geschäftsführer Jörg Kräker an: „Nicht alle Möbel, die wir angeboten bekommen, sind noch zu gebrauchen oder werden überhaupt nachgefragt.“ Beispiel: riesige Schrankwände oder nicht ausziehbare Sofas. „Viele Spender wollen zudem“, weiß Holger Schmidt, „dass die Möbel kurzfristig abgeholt werden.“ Das könne niemand garantieren, zumal oft freiwillige Helfer im Einsatz seien, deren Zeit begrenzt ist. Zudem müssten die Benzinkosten berücksichtigt werden, da die Einrichtungen ohne Gewinn arbeiten.

„Wir holen immer ab“, sagt Roy Lehmann vom „Haus der kleinen Preise“ der GAB Ludwigsfelde, „aber nur, wenn sich der Aufwand lohnt.“ Es werde aber auch nicht alles abgeholt: „Die Jungs entscheiden vor Ort, ob wir was mitnehmen.“ Die Abholung sei kostenlos, wenn man ausliefere, koste dies eine geringe Gebühr.

Christian Raddatz vom Diakonischen Werk hat bisher alles geholt bis auf ein Teil in Dahme („zu weit“) oder riesige Anbauschränke. Doch an der Couch von Frau Liefeld hat er wohl Interesse – und sich gleich ihre Telefonnummer notiert.

Von Hartmut F. Reck

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