Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Schwierige Zeiten für Alleen
Lokales Teltow-Fläming Schwierige Zeiten für Alleen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:29 22.02.2018
In der Ernst-Thälmann-Straße in Mahlow wurden mehrere Bäume gefällt. Die Gemeinde will den Grünstreifen neu gestalten. Quelle: Foto: Zielke
Anzeige
Blankenfelde-Mahlow

12 373 kommunale Bäume hat die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow. Etwa die Hälfte davon sind Linden. Diese Zahl teilte Marion Dzikowski, die stellvertretende Bürgermeisterin auf der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Flughafen und Energie (UFE) am Dienstag mit.

Zwei Mal jährlich werden die Bäume kontrolliert. Je nach Zustand entscheidet die Gemeinde, ob ein Baum zurückgeschnitten oder ganz gefällt werden muss. 2017 wurden 45 Alleebäume in Blankenfelde-Mahlow abgesägt. Dass die Nachpflanzung oft nicht in dem Maß geschieht, wie viele Bürger und Gemeindevertreter es wollen, habe viele Gründe. „Oft fehlt es an geeigneten Plätzen“, sagte Marion Dzikowski. Dort, wo ein Baum stand, könne man nicht sofort einen neuen pflanzen.

Leitungen und Rohre sind den Bäumen im Weg

Widerstand gegen neue Bäume kommt oft von Strom-, Gas- oder Telekomanbietern sowie vom WAZ. Sie fürchten, dass Bäume ihre Leitungen und Rohre beeinträchtigen. „Es ist schwierig geworden, Platz für neue Bäume zu finden“, sagte Marion Dzikowski. In der jüngsten Aktion hat die Gemeinde 125 Bäume gepflanzt, einen großen Teil an der Dahlewitzer Landstraße, im Lindenring, in der Albrechtstraße, im Lückefeld und in der Erich-Klausener-Straße. Anstatt jeden einzelnen Baum zu ersetzen, bündelt die Gemeinde die Nachpflanzungen. Andreas Buch (CDU), der Vorsitzende des Ausschusses, regte an, künftig weniger, dafür aber größere Bäume zu pflanzen, da diese besser anwachsen.

Ein Teil des Geldes für neues Grün stammt aus den Gebühren für Fällanträge von Privatleuten. 831 Bäume solcher Genehmigungen hat die Gemeinde 2017 erteilt. Ein Jahr zuvor waren es noch 682. Mehr als 8700 Euro nahm die Gemeinde an Gebühren im Jahr 2017 ein. Im Jahr zuvor waren es noch rund 16 000 Euro.

25 Mal wurde ein Bußgeld für illegales Fällen vollstreckt

25 Mal haben Grundstücksbesitzer Bäume ohne Genehmigung oder – verbotenerweise – während der Vegetationsperiode gefällt. Für diese Ordnungswidrigkeiten hat die Gemeinde Bußgelder in Höhe von rund 4500 Euro vollstreckt.

Eine positive Entwicklung, so Dzikowski, gebe es bei der Kastanie. Seit Jahren stellt die Gemeinde Container für das von der Miniermotte befallene Laub bereit. „Wir beobachten einen leichten Rückgang der Schädlinge“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin. Für das gesamte Straßenlaub hat die Gemeinde im vergangenen Jahr an 51 Standorten Container aufgestellt, deren Entsorgung rund 60 000 Euro gekostet hat.

Von Christian Zielke

Der Baumfrevel in Jüterbog ist fürs Erste geheilt. Die Rotbuche im Schlosspark, in die vermutlich mit einem Beil ein Hakenkreuz hineingeschlagen wurde, bekam nun eine heilende Paste in die Wunde geschmiert. Der Baum ist 118 Jahre als und war bislang kerngesund.

21.02.2018

Bei einer Auseinandersetzung in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Wünsdorf haben sich zwei Männer mit Tassen beworfen. Einer wurde verletzt, randalierte aber im Krankenwagen weiter.

21.02.2018

Der Landtagsabgeordnete Christoph Schulze aus Zossen wird aus der Politik aussteigen. Er werde 2019 nicht wieder für den Landtag kandidieren, sagt er exklusiv im MAZ-Interview. Das habe er nach dem Zerbrechen der Freie-Wähler-Landtagsgruppe entschieden. Die Pläne für seine Zukunft ohne Politik sind bereits geschmiedet.

21.02.2018
Anzeige