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Teltow-Fläming Schwimmbad-Diskussion dauert an
Lokales Teltow-Fläming Schwimmbad-Diskussion dauert an
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00:17 19.06.2016
Kim Adam hat die Studie zum Schwimmbad erstellt. Quelle: Foto: Zielke
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Blankenfelde-Mahlow

Der Wunsch nach einem Schwimmbad ist in Blankenfelde-Mahlow nach wie vor lebendig. Dabei spricht wirtschaftlicher Sicht spricht vieles dagegen. Laut einer Machbarkeitsstudie, die Unternehmensberaterin Kim Adam im Auftrag der Gemeinde erstellt hat, sei das wirtschaftliche Risiko für die Gemeinde groß.

CDU zweifelt Ergebnisse der Studie an

Je nach Variante, ob kleines Sportbad oder größeres Bad mit Sauna und Gastronomie, liege der jährliche Zuschuss der Gemeinde zwischen 400 000 und 1,2 Millionen Euro. Die CDU möchte sich damit nicht abfinden und zweifelt die Ergebnisse der Studie an. „Uns ist einiges unklar“, sagte Andreas Buch am Dienstag im Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport (BJS). Der CDU-Fraktionsvorsitzende hält ein Schwimmbad in Blankenfelde-Mahlow für sinnvoll. Das Bad in Schönefeld sei schon jetzt zu klein, die Therme in Ludwigsfelde wegen des FKK-Bereichs nicht jedermanns Sache. Die in der Studie ermittelten Personalkosten für das Bad seien zu hoch und die Einnahmen pro Gast zu niedrig angesetzt, zudem habe die Studie den Betrieb durch einen privaten Betreiber sowie den öffentlichen Nahverkehr nicht ausreichend berücksichtigt, so Buch. „Nahverkehr spielt eine marginale Rolle. 85 bis 90 Prozent der Besucher kommen mit dem Auto“, konterte Kim Adam, die Autorin der Studie. Auch verschiedene Betriebsformen – von kommunal bis privat seien untersucht worden.

Die Studie

Drei Badvarianten wurden untersucht:


Ein einfaches Sportbad mit vier 25-Meter-Bahnen für 5,5 Mio. Euro

Ein erweitertes Sportbad mit fünf Bahnen, Kursbecken, Kinderbereich und Bistro für 7,5 Mio. Euro

Ein erweitertes Sportbad mit Sauna und Bistro für 8,3 Mio. Euro

Nachlesen kann man die Ergebnisse unter www.blankenfelde-mahlow.de

Andrea Hollstein (BB/FDP) ist überzeugt, dass es genügend potenzielle Besucher für ein Schwimmbad in Blankenfelde-Mahlow gibt, die auch von weiter weg kommen. Das liege am weiterhin starken Zuzug aus Berlin. „Es gibt wenig Bereitschaft, nach Berlin zum Schwimmen zu fahren“, sagte sie. Sie schlug vor, das Schwimmbad „rückwärts zu denken“. „Wir sollten uns fragen, wie viel Zuschuss die Gemeinde im Jahr bereit wäre zu zahlen“, sagte Andrea Hollstein und stellte die Summe von 500 000 Euro zur Diskussion. Katja Grassmann (SPD), die Ausschussvorsitzende, warnte vor den künftig knapper werdenden Ressourcen der Gemeinde. „Das Geld für ein Schwimmbad fehlt dann bei den anderen Sportstätten und Vereinen“, sagte sie. Stefanie Nimz (Linke) nahm die Studie in Schutz. „Auch wenn Ihnen die Ergebnisse nicht passen, kann man nicht nur mit dem Gefühl argumentieren.“ Sie warf den Kritikern der Untersuchung vor, ohne wissenschaftliche Grundlage zu argumentieren. „Wir brauchen Zahlen und Fakten, die hat uns die Studie geliefert.“

Bäderexpertin weist Kritik zurück

Kritik an ihren Untersuchungen ist Kim Adam seit 25 Jahren gewöhnt. „Das ist Politik“, sagt die Bäderexpertin. Handwerkliche Fehler und Interessenkonflikte weist sie zurück. „Als Gutachter arbeiten wir objektiv nach bestem Wissen und Gewissen, so wie uns die Gemeinde beauftragt hat“, sagte sie der MAZ. September soll das Thema Schwimmbad erneut im BJS-Ausschuss diskutiert werden.

Von Christian Zielke

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