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Teltow-Fläming Schwitzen wird ab Juli teurer
Lokales Teltow-Fläming Schwitzen wird ab Juli teurer
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00:24 07.06.2015
Saunagäste müssen künftig mehr bezahlen. Quelle: Geißler
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Luckenwalde

Das öffentliche Schwitzvergnügen in Luckenwalde wird teurer. Die Fläming-Therme erhöht, wie bereits angekündigt, zum 1. Juli ihre Eintrittspreise für die Sauna – jedoch nicht in dem Maße wie ursprünglich geplant und vom städtischen Finanzausschuss bereits abgesegnet. Die Preiserhöhung fällt geringer aus. Das beschlossen die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Dienstagabend.

Notwendig wird die Preissteigerung, weil Saunabäder auf Beschluss der Länderfinanzminister ab Juli 19 Prozent Mehrwertsteuer zahlen müssen statt wie bisher sieben Prozent. Der Grund: Das Saunabaden als „Heilmittel“ mit ermäßigtem Steuersatz wird nicht mehr anerkannt.

Die Fläming-Therme in Luckenwalde. Quelle: Margrit Hahn

Einig waren sich die Stadtverordneten bereits im Vorfeld, dass nur der an das Finanzamt abzuführende Mehrbetrag eins zu eins an die Besucher weitergegeben wird und der Betreibergesellschaft Aquapark Management kein finanzieller Vorteil in Form einer versteckten Preiserhöhung entstehen darf.

Genau das erwies sich jetzt als Knackpunkt. CDU-Fraktionschef Sven Petke verwies darauf, dass laut Landesfinanzministerium nur das Saunabad künftig mit 19 Prozent besteuert wird, das nasse Vergnügen im Freizeitbad aber weiterhin mit sieben Prozent. „Bei einem Kombi-Ticket würde der höhere Tarif dann tatsächlich eine Preiserhöhung für das Freizeitbad bedeuten“, sagte Petke und forderte: „Entweder wir ändern die Beschlussvorlage oder stellen sie zurück.“ Rückendeckung erhielt er von seinem Fraktionskollegen Christoph Guhlke. „Nach dieser Vorlage wäre das eine versteckte Preiserhöhung von 23 975 Euro im Jahr“, sagte er.

Hintergrund

In der Fläming-Therme wurde mit der Sauna im Jahr 2014 ein Brutto-Erlös in Höhe von 493 544 Euro erzielt. Die darauf gezahlte siebenprozentige Mehrwertsteuer betrug 32 288 Euro.

Saunabäder waren in Deutschland lange Zeit als „Heilmittel“ anerkannt, für die der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent gilt.

Im Jahr 2005 entschied der Bundesfinanzhof, dass Saunabäder nicht mehr ermäßigt besteuert werden dürfen.

Die Bundesfinanzverwaltung beließ es mit einer Übergangsbestimmung zunächst bei der Sieben-Prozent-Besteuerung. Dieser Erlass wird auf Beschluss der Länder zum 1. Juli aufgehoben.

Fläming-Therme-Chefin Daniela Kerzel, die auf Antrag von Jürgen Akuloff (Linke) Rederecht erhielt, bestätigte, dass voraussichtlich nur für den Differenzbetrag zwischen Freizeitbadtarif und Saunatarif 19 Prozent Mehrwertsteuer ans Finanzamt abgeführt werden müssen. Demnach müsste die Fläming-Therme unter den neuen Bedingungen nicht jährlich 55 000 Euro zusätzlich an Mehrwertsteuer abführen, sondern nur rund 31 000 Euro.

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) plädierte dafür, den Beschluss nicht aufzuschieben. „Eine Preiserhöhung wird es in jedem Fall geben“, begründete sie, sprach sich aber ebenfalls dafür aus, nur den Betrag an die Saunagäste weiterzureichen, „der vom Finanzamt abgeschöpft wird“.

Nach kurzer Pause beschlossen die Stadtverordneten die neuen, moderateren Tarife. Für einen zweistündigen Saunabesuch zahlen Erwachsene demnach künftig 11,40 Euro statt bisher 11 Euro, Kinder und Jugendliche 7,80 Euro statt 7,50 Euro. Vier Stunden Schwitzvergnügen kosten für Erwachsene ab Juli 15,50 (bisher 14,90) Euro, und für ein Tagesticket müssen künftig 19,50 Euro statt bisher 18,70 Euro berappt werden. Kinder und Jugendliche zahlen dafür 12,30 Euro (bisher 11,90 Euro).

Von Elinor Wenke

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