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Scooter-Akrobaten dürfen in die Halfpipe

Luckenwalde Scooter-Akrobaten dürfen in die Halfpipe

Die Freizeitanlage in der Dessauer Straße war laut Benutzerordnung bisher nur für Skateboards, BMX-Räder und Dirt-Bikes gestattet. Bei einem Vor-Ort-Termin wurde ein Kompromiss geschlossen. Künftig dürfen auch Scooter-Fahrer in die Halfpipe und dort ihre Kunststücke trainieren.

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Finn (2. v. l.) darf die Anlage mit seinem Scooter ab sofort nutzen.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Die Luckenwalder Sport- und Freizeitanlage in der Dessauer Straße mit ihrer Halfpipe erfreut sich vor allem bei jungen Sportlern auf Rollen und Rädern großer Beliebtheit. Auf der Berg- und Talbahn vollführen sie waghalsige Sprünge und Drehungen. Mit einer Ausnahme: Scooter-Fahrer, also Sport-Akrobaten auf speziellen Tretrollern, waren bislang dort weder erlaubt noch willkommen. Jetzt gibt es einen Kompromiss.

Die Benutzerordnung für die Skateboard- und BMX-Anlage

Die Benutzerordnung für die Skateboard- und BMX-Anlage.

Quelle: Elinor Wenke

Finn Krautz aus Luckenwalde hat seit Weihnachten einen Scooter und damit auch schon Fortschritte gemacht. Bislang ist der Neunjährige mit seiner Mutter Victoria Krautz extra nach Ludwigsfelde gefahren, um seine Kunststücke auf einer entsprechenden Bahn zu vollführen. „Wir wohnen in Luckenwalde ganz in der Nähe der Freizeitanlage. Wieso soll man die nicht nutzen dürfen“, sagte sich Victoria Krautz. Doch die beiden wurden von Nutzern herauskomplimentiert und auf die Benutzerordnung hingewiesen. Und die deklariert das Sport-Oval tatsächlich zur „Skateboard- und BMX-Anlage“. Per Hinweisschild ist die Benutzung nur mit Skateboards, BMX-Rädern und Dirt-Bikes gestattet.

Laut Victoria Krautz wurde dies zum einen mit der Verletzungsgefahr für die Scooter-Fahrer begründet, zum anderen würden sie mit ihren Rollern die Kanten der Half- pipe beschädigen. Außerdem scheint auch das Konkurrenzdenken eine Rolle zu spielen; man will die lieb gewonnene Anlage nicht mit jedem Newcomer teilen. Damit wollten sich Victoria Krautz und ihr Sohn nicht zufriedengeben. Die 37-Jährige wandte sich an den Stadtverordneten Sven Petke (CDU), der in dieser Woche einen Vorort-Termin mit dem zuständigen Straßen- und Grünflächenamt der Stadt organisierte.

Fachliche Kompetenz vom Rad-Profi

Stadtmitarbeiterin Petra Struck holte sich mit Michael Schneider vom Fahrradgeschäft am Bahnhof fachliche Verstärkung. Der Bike-Experte hat auch den Schlüssel der Anlage für den Notfall, wenn also andere Verantwortliche nicht ab- oder aufschließen können. „Die normalen und preiswerteren City-Roller sind für die Halfpipe nicht geeignet, die speziellen Stunt-Scooter schon“, sagte Schneider. Wenn die Rollerfahrer vernünftig in die Halbröhre hineinfahren, dann könne auch den Kanten nichts passieren.

Für die eigene Sicherheit ist jeder selbst verantwortlich, Finn fährt generell mit Helm. Wenn alle gegenseitig Rücksicht nehmen, hat auch Petra Struck nichts gegen die Scooter einzuwenden. Sie wird ein geändertes Schild für die Benutzerordnung in Auftrag geben. „Das wird aber aus finanziellen Gründen in diesem Jahr nichts mehr“, schränkt sie ein. Nutzen dürfen Finn und seine gleichgesinnten Sportler die Bahn aber schon jetzt.

Von Elinor Wenke

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