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Seebadallee soll zur Perlenkette werden

Rangsdorf Seebadallee soll zur Perlenkette werden

Mehr Parkplätze, mehr Gewerbeflächen – die CDU möchte die Seebadallee in Rangsdorf zu einer Flaniermeile umgestalten. Die Verkehrsführung am westlichen Ende der Straße soll komplett verändert werden. Während man im See-Hotel die Ideen begrüßt, ist man im Rathaus skeptisch.

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Tassilo Soltkahn spricht sich für eine Neugestaltung der Seebadallee in Rangsdorf aus.

Quelle: Christian Zielke

Rangsdorf. Die Seebadallee in Rangsdorf soll nach dem Willen der CDU-Fraktion ihr Antlitz drastisch verändern. Vor allem am westlichen Ende könnte die Verkehrsführung komplett geändert werden. Das sieht ein Antrag der CDU vor, der am 9. Mai im Bauausschuss auf der Tagesordnung steht.

Tassilo Soltkahn, Architekt und stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, möchte die Seebadallee am Dorfanger geradeaus bis zum See-Hotel führen. Dies, so ist er überzeugt, beflügele die Entwicklung des Strandbades. Wo jetzt noch verfallene DDR-Bungalows stehen, könnten eines Tages Feriengäste ihren Urlaub verbringen. Mit den Eigentümern der betroffenen Grundstücke habe er bereits gesprochen. Diese seien den Ideen nicht abgeneigt. Künftige Investoren, so seine Hoffnung, werden sich an den Kosten für den Bebauungsplan und die spätere Straße beteiligen.

Mehr Gewerbe soll Kaufkraft im Ort halten

„Wir müssen etwas entwickeln, das für den Ort von Bedeutung ist“, sagt Tassilo Soltkahn. Dazu gehöre auch eine lebendige Verbindung vom Bahnhof zum See. Soltkahn spricht gerne von der Seebadallee als Perlenkette. Statt einer Schlafstraße soll die Ost-West-Verbindung eine belebte Flaniermeile mit Geschäften, Cafés und Restaurants sein. In ihrem Antrag sieht die CDU vor, sämtliche Grundstücke an der Seebadallee für eine gewerbliche Nutzung im Erdgeschoss vorzusehen. Wegen der großen Nachfrage nach Wohnraum sei die Gefahr groß, dass Gewerbeflächen umgewidmet werden. „Das müssen wir verhindern“, sagt Soltkahn. Zum einen sei auch die Nachfrage nach Gewerbeflächen in Rangsdorf groß, zum anderen würden bestehende Gewerbetreibende von zusätzlichen Geschäften profitieren. So würde auch weniger Kaufkraft aus Rangsdorf abfließen.

Eins seiner Hauptaugenmerke liegt auf dem Eckgrundstück, auf dem sich einst der Gasthof Ziedrich befand. Das Grundstück ist vor kurzem verkauft worden. Die CDU möchte verhindern, dass dort reine Wohnhäuser entstehen. Dass der Plan eine breite Mehrheit findet, davon ist Soltkahn überzeugt. Die SPD als stärkste Fraktion hat bereits ihre Zustimmung zugesagt. Um Irritationen zwischen Beruf und Mandat vorzubeugen, verspricht er: „Ich werde dort nicht planen.“

See-Hotel sieht CDU-Pläne positiv – Bürgermeister skeptisch

Einen weiteren Unterstützer gibt es: Andreas Doll, der Direktor des See-Hotels, wünscht sich schon lange eine Entwicklung des Strandbad-Umfelds. „Wir wünschen uns eine Belebung des Areals“, sagt er. Wenn die Hotelgäste etwas zu bemängeln haben, sei es selten das Hotel, sondern eher das Umfeld. Ein Problem sind die fehlenden Parkplätze. Gerade bei Veranstaltungen sei alles zugestellt. Tassilo Soltkahn möchte zusätzliche Parkplätze an der neuen Straße schaffen und diese auch bewirtschaften.

Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) sieht die CDU-Vorschläge skeptisch. Er möchte die Grünflächen nicht einer Straße opfern. Aus seiner Sicht ist es vernünftiger, die Seebadallee und die Straße Am Strand auszubauen. Weder dafür noch für ihre aktuellen Pläne habe die CDU Geld bereit gestellt. „Ich möchte eine gute städtebauliche Entwicklung.“

Von Christian Zielke

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