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Seeschule eröffnet Kindergarten

Rangsdorf Seeschule eröffnet Kindergarten

Vor zwei Jahren sah man in Rangsdorf keinen Bedarf für eine neue Kita auf dem Gelände der Seeschule. Mittlerweile sind die Kindereinrichtungen im Ort so gut wie voll. Da präsentiert sich die Seeschule als Retter in der Not und will zum Jahreswechsel eine Kita eröffnen. Auch eine Grundschule ist für 2017 geplant.

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Seeschul-Geschäftsführer Christoph Schmidt und die pädagogische Leiterin Christiane Goltz vor dem künftigen Kita-Gebäude.

Quelle: Zielke

Rangsdorf. Von der Krippe bis zum Abitur sollen Kinder künftig an der Seeschule Rangsdorf lernen. Zum 1. Januar 2017 ist dort die Einrichtung eines Kindergartens mit 25 Plätzen geplant.

Diskussion um Finanzierung

Im Sozialausschuss herrschte am Donnerstag überwiegend Einvernehmen zu dem geplanten Trägervertrag zwischen Gemeinde und Seeschule. Detlef Schlüpen (SPD) störte sich jedoch daran, dass die Gemeinde sich verpflichtet, im Ernstfall alle Sach- und Personalkosten zu übernehmen. „Wir sollten vom Träger eigene finanzielle Leistungen erwarten“, sagte Schlüpen. Sein Vorschlag, den Zuschuss der Gemeinde auf 80 Prozent zu begrenzen, fand jedoch keine Mehrheit. Den Ausschussmitgliedern war offenbar bewusst, dass das Angebot der Seeschule zu einem Zeitpunkt kommt, an dem die Kita fast vollständig belegt sind. „Es stehen noch zehn Plätze für das nächste halbe Jahr zur Verfügung“, sagte Bürgermeister Klaus Rocher (FDP). Bei weiterem Zuzug würden auch die Plätze der Seeschule nicht reichen. „Die Alternative wäre eine neue Kita zu bauen. Dafür haben wir im Moment kein Geld“, sagte Jan Hildebrandt (SPD).

Hintergrund

Die Seeschule Rangsdorf wurde 2001 als freie Schule auf dem Gelände des ehemaligen Aero-Clubs des Rangsdorfer Flugplatzes eröffnet. Sie begann mit 24 Schülern.

Derzeit besuchen 74 Schüler die Oberschule. Auf dem Gymnasium bereiten sich 163 junge Menschen aufs Abitur vor. 45 von ihnen leben im Internat.

Mehr als 60 Beschäftigte arbeiten an der Seeschule, davon 35 Pädagogen und 15 Betreuer, Sozialpädagogen und Erzieher.

Christoph Schmidt, der Geschäftsführer der Seeschule, geht davon aus, dass der Kita-Betrieb am 1. Januar startet – in den Räumen, in denen bis 2015 die Kita Lino untergebracht war. Der Antrag beim Ministerium ist gestellt. Eine Leiterin ist bereits gefunden, derzeit sucht er nach Erziehern und lässt die Räume umbauen. Die Diskussion im Sozialausschuss hat Verwunderung bei ihm ausgelöst. „Ich bestehe auf einer Gleichbehandlung mit den anderen freien Trägern“, sagt er. Einen Vertrag, bei dem er auf den Kosten sitzen bleibt, werde er nicht unterschreiben. Verstehen könne er, dass der Ausschuss gefordert hat, vorrangig Kinder aus Rangsdorf unterzubringen. „Das entspricht auch unserem pädagogischen Konzept“, sagt er. Die Anregung für zusätzliche Krippenplätze wolle man auch aufnehmen. „Wir wollen eine Kita für Rangsdorf sein“, sagt er.

Grundschule ab nächstem Schuljahr geplant

Schmidt ist zuversichtlich, dass die Gemeindevertretung für den Vertrag stimmen wird. Bereits vor zwei Jahren hatte er der Gemeinde die Einrichtung einer Kita angeboten und war abgeblitzt, weil die Gemeindevertreter keinen Bedarf sahen und das Konzept als zu unausgereift kritisierten. Nun ist der Bedarf da und das Konzept ist auch überarbeitet. „Wir wollen die Ressourcen der Natur nutzen“, sagt Schmidt. Die Kinder sollen mit den Schafen, Kaninchen und Hühnern und der Natur auf dem 16 Hektar großen Gelände aufwachsen. Man wolle den Campus-Gedanken weiter ausbauen, vor allem vor dem Hintergrund der Erweiterung der Oberschule um eine Primarstufe, was faktisch eine neue Grundschule für Rangsdorf ab dem kommenden Schuljahr bedeutet. Starten soll diese nach den Sommerferien mit einer ersten Klasse und dann langsam wachsen. Theoretisch wären 240 Schüler möglich, sagt Christiane Goltz, die pädagogische Leiterin der Seeschule. „Wir wollen unsere familiäre Atmosphäre erhalten.“

Von Christian Zielke

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