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Seidenhündchen und siegreiche Möpse

Internationale Rassehundeausstellung Seidenhündchen und siegreiche Möpse

Als Klein- und Gesellschaftshunde werden von den Züchtern die 181 Hündchen bezeichnet, die in Dabendorf einer internationalen Jury vorgestellt wurden. Neben Möpsen, Chihuahuas oder Shi Tzus wurden auch einige Exemplare der noch neuen Rasse der Havaneser mit ihrem seidigen Fell vorgeführt.

Dabendorf. Am Wochenende präsentierten in der Sporthalle Dabendorf die Züchter von Kleinhunden ihre Lieblinge. Aus Deutschland, Schweden, Dänemark und Russland stellten sich 181 Hunde den strengen Bewertungen der drei internationalen Zuchtrichter. Von Chihuahuas über Havaneser, Löwchen, Mops, Shih Tzu bis Zwerggriffon war vertreten, was gemeinhin als Schoßhund bezeichnet wird.

Michael von Paulitz, erster Vorsitzender der Landesgruppe Berlin/Brandenburg, sprach von Klein- und Gesellschaftshunden. Die Winzlinge erfüllen das Kindchenschema in Perfektion. Kleiner Kopf, Stupsnase und Knopfaugen – Gesellschaftshunde finden sich auf vielen Gemälden Alter Meister. Sie begleiten adlige Damen als Ärmelhunde, bewachen heilige Stätten und galten als Reinkarnation von Mönchen. Glücksbringer sind sie bis heute, denn ihre rassetypischen Eigenschaften – verschmust, neugierig, wachsam und anhänglich zu sein – machen sie zu idealen Familienhunden. Im Auftrag ihrer Besitzerin Verena Vogt präsentierte Dominique Grünewaldt deren Hunde der Rasse Shih Tzu. Der eine ein Jugendsieger von Leipzig, der andere wurde am Sonnabend als bester Rüde gekürt.

Ein Shih Tzu sei keinesfalls ein Schoßhündchen, so Dominique Grünewaldt, vielmehr gelten diese Kleinhunde wegen ihres überdurchschnittlich guten Gehörs als Wachhunde, die sich von Fremden nicht einfach auf den Arm nehmen ließen. Mit ihren Zwerggriffons waren Elena und Heinz Kohrs aus Emmerthal angereist. Das Ehepaar züchtet seit sieben Jahren und schwärmte: „Das ist die beste Rasse der Welt. Diese Hunde geben mehr an Liebe und Zuneigung zurück, als sie empfangen.“

Anfang der 90er Jahre begannen Sonja und Olaf Dräbing aus Dabendorf mit ihrer Mops-Liebhaberzucht. Sie sind Mitglieder im Verband der Kleinhundezüchter, und Olaf Dräbing gehört außerdem auch dem Deutschen Mopsclub an. Möpse werden zur Sucht, wissen beide und verweisen auf den Komiker Loriot, der einmal sagte: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ Dräbings stellten ihren jüngsten Rüden vor, der die Anwartschaft auf den Titel „Deutscher Champion“ hat, und ihren ältesten Hund, der in seinem Leben Jugendchampion, mehrfacher Landessieger sowie Champion des Dachverbandes war und somit fast alles gewann, was in der Kategorie der Möpse zu holen war.

Eine Rasse, die erst 1980 nach Deutschland kam, hat es Christin Poetzschke und Frank-Udo Deutschmann angetan. Beide sind im Vorstand der Landesgruppe Berlin und haben ihr Herz an die Havaneser verloren. Das sind kubanische Straßenhunde mit sehr viel Charme. Die ersten Havaneser wurden wegen ihres schönen Fells „Havana Silk Dog“, Havannas Seidenhündchen, genannt. Dieser Zwerghund wird maximal sieben Kilogramm schwer, hat ein offenes Wesen und ist außergewöhnlich kameradschaftlich. Was man den Winzlingen weniger zutraut, ist ihr angeborener Hütetrieb. So setzten die Kubaner die Havaneser auf Kleinbauernhöfen ein und ließen sie Kühe hüten und Federvieh zusammenhalten. Eine Zwickauer Züchterin, die jahrelang Schäferhunde hatte, wollte wieder einen richtigen Hund, nur etwas kleiner. Sie ist mit Chihuahuas erfolgreich.

Von Gudrun Ott

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