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Teltow-Fläming Selbstkritischer Rück- und verhaltener Ausblick
Lokales Teltow-Fläming Selbstkritischer Rück- und verhaltener Ausblick
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11:24 11.12.2017
Der engere Kreisvorstand der Linken TF: Vorsitzender Felix Thier, Schatzmeisterin Gabriele Pluciniczak und Geschäftsführer Manfred Thier (v. l.). Quelle: Hartmut F. Reck
Luckenwalde

Mit jeder Menge Selbstkritik warteten die Linken aus dem Kreis Teltow-Fläming bei ihrer Gesamtmitgliederkonferenz auf. 78 wahlberechtigte Genossen und ein paar Gäste kamen am Samstag im Kreistagssaal des Luckenwalder Kreishauses zusammen.

Selbstkritisch ging es gleich beim Vortrag von Kirsten Tackmann los. Sie war bei den Bundestagswahlen Spitzenkandidatin der Linken im Land Brandenburg. Zur Spitze der Bundespartei und Bundestagsfraktion gehört sie aber nicht. Vielmehr kritisierte sie diese, als sie unter Applaus sagte: „Die Streitereien an der Spitze müssen ein Ende haben! Wir sind doch keine linke Sammlungsbewegung, sondern eine linke Partei mit klaren Regeln.“

Die Bundestagsabgeordnete und Brandenburger Spitzenkandidatin der Linken, Kirsten Tackmann forderte das Ende der Streitereien zwischen Fraktions- und Parteispitze. Quelle: Hartmut F. Reck

Der in Berlin ausgetragene Streit zwischen Partei- und Fraktionsspitze sei für die Partei „fatal und nicht förderlich“, sagte der Kreisverbandsvorsitzende Felix Thier.

Während die Linke ihr zweitbestes Bundestagswahlergebnis eingefahren hat, gingen die Stimmen im Osten und auch im Kreis TF zurück. „Wo die Linke früher aus Protest gewählt wurde, wählt man heute AfD“, stellte Thier fest. Seine Partei sei inzwischen als politische Kraft – wie gewollt – in der Politik der Bundesrepublik angekommen. Deshalb müssten aber nicht gleich alle Protestwähler zur AfD überlaufen.

Im Kapitalismus gibt es immer Verlierer und Gewinner

Die Ursachen für diesen Rechtsruck sieht Thier im kapitalistischen System, in dem es Verlierer und Gewinner – in diesem Falle der Modernisierung und Globalisierung – geben müsse. Dem wiederum müsse eine bessere Politik für eine solidarische und gerechte Gesellschaft als Garant für eine starke Demokratie engegengesetzt werden. Dennoch sind erst einmal die Verluste bei den Wahlen vor allem im Süden des Landkreises zu verschmerzen, wo sie zwischen sieben und neun Prozent lagen. Besonders schmerzhaft für die Linken: Luckenwalde mit minus zehn Prozent.

Auch mit der Bürgermeisterwahl in Nuthe-Urstromtal ist für die Linke ein schmerzhafter Wahlverlust verbunden, weil sie ihre einzige hauptamtliche Bürgermeisterin im Landkreis verloren hat. Thier lobte dennoch die „außerordentliche Bilanz“ von Monika Nestler, die ihre Gemeinde vorangebracht habe. Nun sei man gespannt auf den „vermeintlich frischen Wind“ des parteilosen Wahlsiegers. In Luckenwalde hingegen habe man als Linke die Wiederwahl der SPD-Amtsinhaberin gesichert, was der auch bewusst sei. Dort werde die Linke ihre „sach- und zielorientierte Zusammenarbeit“ fortsetzen.

Felix Thier wurde als Kreisvorsitzender der Linken in Teltow-Fläming wiedergewählt. Quelle: Hartmut F. Reck

Kein Ruhmesblatt wollte Thier der Landesspitze der Linken ausstellen. Während man in TF die geplante Kreisgebietsreform von Anfang an abgelehnt habe, hätten die Genossen in Potsdam „seien wir ehrlich, das Ding durchgezogen“, so Thier. Zum Glück seien die Linken dabei noch glimpflich davongekommen. Bei aller schonungslosen Selbstanalyse vergaß man das Feiern nicht. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Partei „Die Linke“ wurde eine riesige Torte aufgefahren.

Vorbereitung auf die Wahlen 2019

Im kommenden Jahr, so Thier, gelte es, sich auf die 2019 anstehenden Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen vorzubereiten. Die Überalterung der Mitglieder mache das nicht einfacher. Großes Lob für seine Rede erntete Felix Thier (31) von seinen Genossen, die zum größten Teil mehr als doppelt so alt sind wie er. Seine erste Wiederwahl war ihm mit 73 Ja-, vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung sicher. Seine Stellvertreter wurden Maritta Böttcher und Detlev Schiemann.

Von Hartmut F. Reck

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