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Seminar für gelungene Patenschaften

Jüterbog Seminar für gelungene Patenschaften

Die Jüterboger Flüchtlingshilfe sucht Paten, um Flüchtlingen als Vermittler zu helfen und bietet am Sonnabend eine kostenfreie Schulung an, in der Fallstricke und das Rüstzeug einer gelungenen Patenschaft vermittelt werden. Im Anschluss können Interessierte in der wöchentlichen Teestube direkt in Kontakt mit Flüchtlingen treten.

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Rosemarie und Ralf Lüdemann, Mechthild Falk und Raban von Studnitz (v.l.) betreuen Flüchtlingsfamilien in Jüterbog.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Mit dem Engagement in der Jüterboger Flüchtlingshilfe zeigt sich Pfarrerin Mechthild Falk grundsätzlich zufrieden. „Wir sind nicht nur ältere Frauen, die sich um die Kleiderkammer kümmern und Nähkurse geben. Es gibt auch Schülerinnen und sogar junge Männer, die sich hier einbringen“, sagt Falk. Anderswo lasse das Engagement spürbar nach, nicht aber in Jüterbog. Doch bei der Betreuung von einzelnen Asylbewerbern oder Flüchtlingen durch Patenschaften von Jüterbogern sieht Falk großen Bedarf.

Kostenlose Schulung

Mit einer kostenlosen Schulung will die Flüchtlingshilfe Jüterbog am Sonnabend Hilfestellung für ehrenamtliche Helfer leisten und neue Paten für Flüchtlinge gewinnen. Der Fachberatungsdienst für Zuwanderung, Integration und Toleranz (Fazit) schickt zu diesem Zweck eine Referentin zum Treffpunkt Arche an der Großen Straße 58 nach Jüterbog. Von 11 Uhr bis 15.30 Uhr werden in dem Seminar Fallstricke und Rüstzeug einer gelungenen Patenschaft erläutert.

Raban von Studnitz, selbst erst seit einem Jahr Bürger der Stadt, hat eine christliche Familie aus dem Iran bei sich aufgenommen. „Der Begriff der Patenschaft ist nicht klar definiert, aber man übernimmt Verantwortung für eine Person und ist ein Brückenbauer. Ich rede zum Beispiel mit den Lehrern der Tochter“, erzählt von Studnitz. „Egal wie man zu Flüchtlingen steht, wenn man ein friedliches Zusammenleben in Jüterbog will, gelingt das nur über Integration“, sagt er.

Paten spielen große Rolle

Die Paten spielen vor allem beim Übergang von Heimen in eine eigene Wohnung eine große Rolle. „Wenn diese Menschen nicht mehr in einer Flüchtlingsunterkunft sind, sondern in einer Wohnung leben, fällt die gesamte Struktur weg, die die Sozialarbeiter dort geleistet haben“, sagt Rosemarie Lüdemann. Sie und ihr Mann Ralf kümmern sich seit über einem Jahr um eine fünfköpfige syrische Familie. „Wir haben ihnen eine Wohnung besorgt und helfen im Umgang mit Behörden“, erklärt Lüdemann.

Offenheit und die Bereitschaft sich einzubringen brauche man, Sprachkenntnisse dagegen nicht. Wer konsequent deutsch rede, helfe den Menschen am ehesten, ist sich das Ehepaar sicher. Eine Patenschaft könne man auch teilen. „Es können sich mehrere Menschen um eine Person kümmern, so dass man sich vertreten kann“, sagt Mechthild Falk. Eine Teilnahme an dem Seminar am Sonnabend ist spontan möglich. Im Anschluss findet die wöchentliche Teestube statt, wo man in Kontakt mit den Neuankömmlingen kommen kann.

Von Peter Degener

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