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Teltow-Fläming Senioren-Wohnungen in barrierefreier Kaserne
Lokales Teltow-Fläming Senioren-Wohnungen in barrierefreier Kaserne
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05:38 01.03.2017
Das einstige Kasernengebäude dominiert die Tauentzienstraße in Jüterbog II. Das Gebäude stand zwei Jahrzehnte leer. Im Sommer soll dort wieder Leben herrschen. Quelle: Peter Degener
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Jüterbog

Die denkmalgerechte Sanierung einer lange leerstehenden Kaserne in der Tauentzienstraße in Jüterbog II ist seit dem Baustart vor etwa einem Jahr weit fortgeschritten. Seit heute kann eine Musterwohnung in dem preußischen Backsteinbau besichtigt werden. Voraussichtlich ab Juli vermietet die Arbeiterwohlfahrt Potsdam (Awo) dort insgesamt 60 behindertengerechte Wohnungen. „Für uns ist es etwas Neues, dass wir eine Wohnanlage nicht selbst bauen und auch nicht selbst Eigentümer sind“, sagt André Saborowski, Vorstand im Awo-Bezirksverband Potsdam. Stattdessen gehört die Anlage der Firma Jüterboger Seniorenprojekt GbR. Dahinter stehen sechs Investoren, vorrangig Berliner Ärzte, die das Tauentzien-Projekt bereits als fertig entwickeltes Konzept erworben und dann ab 2015 umgesetzt haben.

André Saborowski, Vorstand im Awo-Bezirksverband Potsdam, mit Ansprechpartnerin Erika Hoßbach . Quelle: Peter Degener

Mit Erika Hoßbach wird eine Jüterbogerin die erste Leiterin der Wohnanlage. Sie war viele Jahre lang für das Seniorenzentrum der Awo in der Zinnaer Vorstadt verantwortlich. Mittlerweile sitzt sie im Präsidium des Potsdamer Awo-Bezirksverbands. Das Projekt in Jüterbog II hat Hoßbach von Beginn an begleitet, hat bei Materialien und dem Farbkonzept mitgesprochen und den Kontakt zum Investor aufgebaut und gehalten. Jetzt ist sie trotz ihres eigenen Ruhestands die Ansprechpartnerin für Mietinteressenten. „Sie hat uns versprochen, sich noch ein, zwei Jahre vor Ort als Ansprechpartnerin um das Projekt zu kümmern“, sagt Saborowski.

Noch wird gebaut in dem Kasernentrakt. Quelle: Peter Degener

„Das Interesse ist schon jetzt groß. Es gibt rund 25 ernsthafte Interessenten, aber die wollen natürlich alle erst einmal die Musterwohnung sehen“, sagt Hoßbach. Eigentlich sollte diese Wohnung schon vor Monaten fertiggestellt werden, doch verzögerte sich der Bau insgesamt durch Probleme mit einer der beauftragten Firmen.

Baustellen-Charme im Keller. Quelle: Peter Degener

Hoßbach freut sich über den Eindruck der knapp 50 Quadratmeter großen Musterwohnung: Dank der hohen Wände und der großen Fenster sind helle, freundliche Räume entstanden. Sie verfügt wie jede der Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnungen über eine Notrufanlage, einen Telefon- und Fernsehanschluss, ein behindertengerechtes Badezimmer und eine Einbauküche sowie einen Keller. „Immer wieder taucht die Frage auf, wie man von hier in die Stadt kommt. Aber keine Sorge: Wir werden einen Shuttle-Service für unsere Mieter einrichten“, sagt Hoßbach. Mehrmals pro Woche werde ein Kleinbus in das Stadtzentrum fahren, kündigt sie an.

Die Schießschule der Feldartillerie

Ab 1890 entstand der Stadtteil Jüterbog II als Standort mehrerer Militärschulen des preußischen Heeres, an denen der Umgang mit der Kriegstechnik erlernt wurde.

Um 1898 wurde die jetzt sanierte Kaserne in der Tauentzienstraße für ein Lehrregiment der Feldartillerie-Schießschule nach Entwürfen von Ernst August Roßteuscher errichtet.

Die Awo setzt bei dem Projekt vor allem darauf, die wichtigsten Bedürfnisse der Mieter innerhalb des Hauses zu erfüllen. Zu den geplanten Service-Angeboten gehören etwa ein Fußpfleger, ein Friseur und ein kleiner Kiosk. Ein kleines Restaurant ist im Dach vorgesehen, auf dem zwei Terrassen ausgebaut worden sind. Hinzu kommen verschiedene Pflegeangebote. „Die Anlage richtet sich zwar im Wesentlichen an Senioren, aber es gibt keine Belegungsbindung“, stellt Saborowski klar. So dürfen auch jüngere Menschen in die barrierefreien Wohnungen einziehen. „Es wäre schön, eine solche Durchmischung verschiedener Lebensentwürfe im Haus zu haben“, sagt der Awo-Vorstand.

Kontakt: Telefonische Terminvereinbarungen zur Besichtigung der Musterwohnung mit Erika Hoßbach unter 01 51/46 67 00 11.

Von Peter Degener

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