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Teltow-Fläming Senioren kritisieren Supermärkte
Lokales Teltow-Fläming Senioren kritisieren Supermärkte
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00:20 22.10.2017
Jüerboger Senioren- und Behindertenbeirat.
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Jüterbog

„Die Leute wollen zwar mitarbeiten, aber nur, wenn sie es möglichst bequem haben“, sagt Marlies Zappe mit einer Mischung aus Zuversicht und Unverständnis. Denn die Reaktion auf die im Sommer vom Jüterboger Senioren- und Behindertenbeirat gestartete sogenannte Supermarktumfrage „verhalten“ zu nennen, ist fast schon übertrieben.

3000 Senioren, aber nur 40 Rückmeldungen

Lediglich 40 Rückmeldungen aus der ganzen Stadt gab es. Viele davon wurden erst eingereicht, nachdem die MAZ über den erneuten Aufruf kurz vor Umfrage-Ende berichtet hatte. Zufrieden sind Zappe, die Vorsitzende des Beirats ist, und ihre Mitstreiter mit diesem Umfrageergebnis nicht.

„Vor allem nicht wenn man bedenkt, dass mehr als 3000 Senioren in der Stadt leben“, ergänzt Marlies Zappe, „nach dem Beitrag in der MAZ riefen zwar einige Bekannte an, aber kein einziger wollte ins Rathaus gehen, um den Fragebogen auszufüllen.“ Sie bedauert, dass der Wille zur Mitbestimmung so schwach ausgeprägt ist.

Meist fehlen Toiletten und die Preisschilder sind zu klein beschrieben

Dabei ist die Liste der von Senioren erkannten Mängel in Supermärkten und Discounter-Filialen lang: Es fehlen in der Regel Toiletten und Sitzgelegenheiten zu Verschnaufen, Gänge zwischen den Regalen sind mit Waren zugestellt, Regale werden zu hoch angebracht, Ablagen zum Einräumen des Einkaufs sind zu klein und das ständige Umstrukturieren des Sortiments ist verwirrend. Wobei es kein einheitliches Bild gibt, sondern die positiven und negativen Dinge von Markt zu Mark variieren.

Der nächste Schritt ist der Versuch des Beirats, mit den Filialleitern gemeinsame Besichtigungs- und Gesprächstermine zu vereinbaren. Die Hoffnung, dass diese noch in diesem Jahr stattfinden könnten, ist angesichts des bevorstehenden Weihnachtsgeschäftes bescheiden. „Aber wir müssen dranbleiben“, sagt Marlies Zappe mit Blick in die Runde ihrer Mitstreiter, „jetzt sind wir alle um die 70. Wenn wir nichts tun, wird es für uns als 80-Jährige noch schlimmer.“

Von Uwe Klemens

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