Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Senioren kritisieren Supermärkte

Jüterbog Senioren kritisieren Supermärkte

In einer Umfrage wollte der Jüterboger Beirat für Senioren und Behinderte wissen, welche Probleme sie in Supermärkten und Discountern sehen. Enge Gänge, kleine Preisschilder und fehlende Toiletten gehören zu den Kritikpunkten. Leider fiel die Beteiligung an der Umfrage recht bescheiden aus.

Voriger Artikel
Trickreiter, Pferde, Musik und Tanz
Nächster Artikel
Klage mit Knalleffekt gegen Sprengplatzbau

Jüerboger Senioren- und Behindertenbeirat.

Jüterbog. „Die Leute wollen zwar mitarbeiten, aber nur, wenn sie es möglichst bequem haben“, sagt Marlies Zappe mit einer Mischung aus Zuversicht und Unverständnis. Denn die Reaktion auf die im Sommer vom Jüterboger Senioren- und Behindertenbeirat gestartete sogenannte Supermarktumfrage „verhalten“ zu nennen, ist fast schon übertrieben.

3000 Senioren, aber nur 40 Rückmeldungen

Lediglich 40 Rückmeldungen aus der ganzen Stadt gab es. Viele davon wurden erst eingereicht, nachdem die MAZ über den erneuten Aufruf kurz vor Umfrage-Ende berichtet hatte. Zufrieden sind Zappe, die Vorsitzende des Beirats ist, und ihre Mitstreiter mit diesem Umfrageergebnis nicht.

„Vor allem nicht wenn man bedenkt, dass mehr als 3000 Senioren in der Stadt leben“, ergänzt Marlies Zappe, „nach dem Beitrag in der MAZ riefen zwar einige Bekannte an, aber kein einziger wollte ins Rathaus gehen, um den Fragebogen auszufüllen.“ Sie bedauert, dass der Wille zur Mitbestimmung so schwach ausgeprägt ist.

Meist fehlen Toiletten und die Preisschilder sind zu klein beschrieben

Dabei ist die Liste der von Senioren erkannten Mängel in Supermärkten und Discounter-Filialen lang: Es fehlen in der Regel Toiletten und Sitzgelegenheiten zu Verschnaufen, Gänge zwischen den Regalen sind mit Waren zugestellt, Regale werden zu hoch angebracht, Ablagen zum Einräumen des Einkaufs sind zu klein und das ständige Umstrukturieren des Sortiments ist verwirrend. Wobei es kein einheitliches Bild gibt, sondern die positiven und negativen Dinge von Markt zu Mark variieren.

Der nächste Schritt ist der Versuch des Beirats, mit den Filialleitern gemeinsame Besichtigungs- und Gesprächstermine zu vereinbaren. Die Hoffnung, dass diese noch in diesem Jahr stattfinden könnten, ist angesichts des bevorstehenden Weihnachtsgeschäftes bescheiden. „Aber wir müssen dranbleiben“, sagt Marlies Zappe mit Blick in die Runde ihrer Mitstreiter, „jetzt sind wir alle um die 70. Wenn wir nichts tun, wird es für uns als 80-Jährige noch schlimmer.“

Von Uwe Klemens

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
955520b0-12fc-11e8-9039-e4d533068ab6
Willkommen, liebe Babys, in Teltow-Fläming!

Die MAZ begrüßt die Neugeborenen im Landkreis Teltow-Fläming! Die Babys, die vor allem in den Krankenhäusern in Luckenwalde und Ludwigsfelde zur Welt gekommen sind, lächeln uns in dieser Bildergalerie an.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg