Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Serientäter vor dem Kadi

Aus dem Gericht Serientäter vor dem Kadi

Vor dem Landgericht Potsdam wird wegen 16-fachen Einbruchdiebstahls gegen einen Albaner verhandelt. Nun werden zum nächsten Verhandlungstermin am kommenden Freitag drei zusätzliche Zeugen eingeladen.

Voriger Artikel
Vorsichtiger Umgang mit Hitlers Hassschrift
Nächster Artikel
Der Bundestag mitten im Schulhaus

Vorläufig festgenommen von Zivilfahndern: Wegen der Autobahnnähe gehören Wohnungseinbrüche und Autodiebstähle zur Tagesordnung im Polizeirevier Ludwigsfelde.

Quelle: Foto: Abromeit

Großbeeren. Seit Freitag steht in Potsdam ein mutmaßlicher Serientäter vor Gericht, dem 16 Einbruchdiebstähle in Großbeeren nachgewiesen werden konnten. Wenigstens vier davon soll er gemeinschaftlich begangen haben. Am kommenden Freitag wird vor dem Landgericht in Potsdam weiterverhandelt.

Dem 1982 geborenen Albaner Eldi K. wird vorgeworfen, zwischen dem 12. Dezember 2014 und dem 27. Februar 2015 mehr als 6500 Euro Bargeld, teils in ausländischer Währung, elektronische Geräte, Schmuck, Bekleidung und Kreditkarten sowie ein 68-teiliges 825-Sterling-Silberbesteck im Wert von ungefähr 11 000 Euro erbeutet zu haben. Das Diebesgut soll der Angeklagte veräußert und den Erlös für sich verwendet haben, so der Vorwurf.

Am ersten Verhandlungstag hat die zuständige Strafkammer einen Verständigungsvorschlag unterbreitet, sagt Gerichtssprecherin Sabine Dießelhorst gegenüber der MAZ-Redaktion in Ludwigsfelde. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Angeklagte seien mit dem Vorschlag, der ein verabredetes Strafmaß betreffe, einverstanden gewesen. „Daraufhin hat sich der Angeklagte geständig eingelassen“, sagt Sprecherin Dießelhorst. Nun würden zum nächsten Verhandlungstermin am Freitag drei zusätzliche Zeugen eingeladen. Angesetzt waren insgesamt fünf Verhandlungstage am Landgericht an der Jägerallee, der vorerst letzte Mitte April.

Immer wieder werden im Berliner Umland Terrassentüren aufgehebelt und Wohnungen verwüstet, ob nachts, wenn Bewohner schlafen, oder tagsüber, wenn sie arbeiten. Da ist gut beraten, wer Parterre-Wohnung oder Einfamilienhaus in puncto Sicherheit nachrüstet. Empfehlungen geben Sicherheitsfirmen und Polizei. Was geschädigte Bewohner nicht machen sollten, auch wenn es ihnen schwerfällt: einen Einbruch persönlich nehmen. Für Kriminalisten steht fest: Eingebrochen und gestohlen wird, wo sich eine Gelegenheit bietet. Klappt es nicht, wird es beim Nachbarn weiter versucht.

Wegen der Vielzahl derartiger Straftaten rund um Berlin mit dem Autobahnring, der schnelle Fluchten ermöglicht, hatten die Landeskriminalämter Berlin und Brandenburg vor zehn Jahren die Gemeinsame Ermittlungsgruppe (GEG) gebildet.

Von Jutta Abromeit

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg