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Teltow-Fläming Sernowerin liefert Bio-Salate nach Berlin
Lokales Teltow-Fläming Sernowerin liefert Bio-Salate nach Berlin
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08:48 16.03.2016
Bio-Salate direkt vom Beet: Auf Kerstin Weiße aus Sernow sind nun auch Berliner Gastronomen aufmerksam geworden. Quelle: Josefine Sack
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Sernow

Irgendwann hatte Kerstin Weiße genug vom Leben in der Stadt, ihrer Plattenbauwohnung in Berlin-Hellersdorf und den Lebensmitteln aus dem Discounter, von denen sie nie genau wusste, woher sie stammen und unter welchen Bedingungen sie erzeugt worden sind. 2003 kaufte die gelernte Gärtnerin ein paar Hühner und zog mit ihrem Mann und ihrer Tochter nach Sernow.

„Die meisten Leute überlegen nicht, was sie da eigentlich essen. Ich wollte mich mit eigenen Lebensmitteln versorgen“, begründet die Berlinerin rückblickend die Entscheidung, in den Fläming zu ziehen.

Vom Call-Center ins Kräuter-Beet

Dass sie sich zehn Jahre nach ihrem Umzug aufs Land einmal mit Salaten, Kräutern und Tee aus dem eigenen Garten selbstständig machen würde, war anfangs nicht der Plan, sondern ist eher dem Zufall geschuldet. Viele Jahre arbeitete Kerstin Weiße in einem Call-Center, bis sie so starke Rückenbeschwerden hatte, dass sie dort aufhören musste. „Seit ich wieder Gartenarbeit mache, bin ich kerngesund, die körperliche Bewegung tut mir gut“, sagt sie.

Gewächshaus voller grüner Spezialitäten. Quelle: Josefine Sack

Inzwischen bewirtschaftet Weiße ihren mehr als 6000 Quadratmeter großen „Gesundheitsgarten im Fläming“ gegenüber der kleinen Feldsteinkirche aus dem 14. Jahrhundert so erfolgreich, dass sogar Berliner Gastronomen ihr Interesse an den frischen Salaten und Bio-Kräutern aus Sernow angemeldet haben. Die Kooperation mit den städtischen Gastrobetreibern verdankt die Gärtnerin dem Projekt „Kochwiese“.

Die Initiative des jungen Berliners Erik Binotsch will Biobauern und Restaurantbesitzer aus der Region zusammenbringen – ein Konzept, von dem vor allem kleine Erzeuger wie Katrin Weiße profitieren. Denn der Weg vom Erzeuger zum Verbraucher ist oft zu weit und Zwischenhändler für die Anlieferung zu beauftragen, ist zeitaufwendig und kostet Geld. Deshalb setzen viele Bauern auf die Direktvermarktung – so auch Kerstin Weiße.

Wochenmarkt und Internet-Bestellungen

Einmal in der Woche verkauft sie auf dem Potsdamer Wochenmarkt ihre frisch geerntete Rohkost. Zudem ist die Bio-Gärtnerin Mitglied beim Brandenburger „Food Assembly“-Markt, auf dem Verbraucher Lebensmittel, die sie vorher über das Internet bestellt haben, zu einer festen Zeit direkt beim Erzeuger abholen können.

Künftig will Kerstin Weiße zusätzlich frische Kräuter-Sträuße, Salate und Blütenessig an Berliner Restaurants liefern. Die interessierten Gastronomen haben sich für Ende April bereits zu einer Stippvisite im Fläming angekündigt. Der Vor-Ort-Besuch ist Teil des Kochwiese-Konzepts und soll Vertrauen zwischen Gastronomen und Landwirten schaffen.

„Ochsenzunge“ oder „Grün im Schnee“

Die Hauptstadt-Besucher von der Qualität ihrer Produkte zu überzeugen, dürfte für Kerstin Weiße ein Kinderspiel werden. Mehr als 20 Salate hat sie im Sortiment, darunter seltene Sorten wie „Ochsenzunge“, „Grün im Schnee“ und „Postelein“. Für ihr Sellerie-Samen-Salz, einen natürlichen Geschmacksverstärker, erhielt sie zur Grünen Woche 2015 zudem den Marketingpreis des Pro Agro-Verbandes.

Von Josefine Sack

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