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Teltow-Fläming Militäranlage wird Denkmal des Monats
Lokales Teltow-Fläming Militäranlage wird Denkmal des Monats
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22:09 08.08.2018
Ein russischer Hubschrauber MI2 vor dem „Shelter Baer“ auf dem Flugplatz Niedergörsdorf. Quelle: Landkreis TF
Niedergörsdorf

Der Luftschutzhangar „Shelter Baer“ ist von der Denkmalschutzbehörde des Landkreises Teltow-Fläming zum Denkmal des Monats Juli ernannt worden. Die militärische Einrichtung auf dem Flugplatzgelände in Niedergörsdorf ist einer von 28 erhaltenen Schutzunterständen für Jagdflugzeuge, die ab 1969 auf dem damaligen sowjetischen Militärgelände entstanden.

Führungen und historische Ausstellung

„Ursprünglich waren es 40 Unterstände. Der denkmalgeschützte ,Shelter Baer’ ist ein Relikt des Kalten Krieges und wird heute als Ausstellungsraum genutzt“, sagt Helmut Stark, Betreiber der Einrichtung und aktives Gründungsmitglied des Garnisonsvereins Jüterbog St. Barbara e.V. Der Garnisonsverein bietet interessierten Besuchern anderthalbstündige Führungen durch die historische Luftschutzhalle und den unterirdischen Bunker an. „Wir haben hier Flugplatzmodelle nach amerikanischen Luftbildaufnahmen von 1945 aufgebaut, außerdem sind informative Plakate, Fotos, Ausrüstung und originale Flugzeugteile ausgestellt. Nachbauten eines russischen Kaufmannsladens, einer Kindertagesstätte und einer Wachpostenstube rund um die Luftschutzhalle machen die Sammlung zu einem interaktiven, begehbaren Museum der sowjetischen Lebensweise“, berichtet Stark.

Luftschutzhallen heute Wohnraum

Das Highlight der Ausstellung ist zweifelsohne der russische Hubschrauber MI2, der 20 Jahre lang auf dem 4.500 Quadratmeter großen Flugplatzgelände stationiert war. Am 13. Mai 1992 flog das 833. Jagdfliegerregiment der sowjetischen Armee in Richtung Heimat, seitdem sind die Einrichtungen frei von militärischer Benutzung. Einige der verbliebenen Bogendeckungen werden heutzutage als Wohnraum, Autowerkstatt, Kartbahn oder als Unterstand für Drachenflieger benutzt.

„Geschichtsobjekt der damaligen Zeit“

„Shelter Baer“, oder wie die Russen ihn nannten: Box BAER, ist heute nur noch ein Museum der Flugplatzgeschichte Niedergörsdorf, der in seiner ursprünglichen Form erhalten wurde. „Ein Geschichtsobjekt der damaligen Zeit“, schwärmt Helmut Stark. Er selbst wohnt im benachbarten „Shelter Albrecht“, den er zu einem Ökowohnhaus umbaute.

Denkmalschutzbehörde stellt die historische Luftschutzhalle vor

Auch die Leiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde, Rita Mohr de Pérez, zählt den 20 Meter tiefen und elf Meter breiten Hangar zu den „bewahrenswerten Bauten der Region“. Im Kreisgebiet gibt es 3.500 solcher denkmalgeschützten Einzelbauten – einmal im Monat stellt die Behörde eines dieser Denkmale in seinem jährlich erscheinenden Denkmalschutzkalender vor. „Auslöser für den Bau der Schutzunterstände war der Sechstagekrieg zwischen Israel und den arabischen Staaten Ägypten, Jordanien und Syrien. Man hatte erkannt, dass bereits ein einziges Kampfflugzeug mit seiner Munition in der Lage ist, die auf einem gegnerischen Flugplatz aufgereiht stehenden Militärflugzeuge innerhalb weniger Sekunden zu beschädigen oder zu zerstören“, so Pérez. „Um das zu verhindern, wurden Flugzeugunterstände aus Stahlbeton für jeweils ein oder zwei Kampfflugzeuge nahe den Rollwegen oder Pistenenden errichtet und getarnt.“ Bogenförmig angeordnete Stahlbetonfertigteile wurden stützenfrei verschraubt und mit Erde aufgeschüttet. „Eine besondere Bauweise“, sagt Pérez.

Von Katja Schubert

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