Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Sprühregen

Navigation:
Show-Training in Holzdorf für die ILA

Bundeswehr Show-Training in Holzdorf für die ILA

Ratternde Rotoren, dröhnende Düsen: Auf dem Militärflugplatz Holzdorf-Schönewalde auf der Ländergrenze von Brandenburg und Sachsen-Anhalt herrscht derzeit Hochbetrieb am Boden und in der Luft. Die Bundeswehr trainiert am größten ostdeutschen Fliegerhorst ihre Flugshows für die ILA in der nächsten Woche.

Voriger Artikel
Leonards Lebensretter ist der Fußball
Nächster Artikel
Baruth will die Stadtsanierung weiter fortsetzen

Ein Hubschrauber des Typs CH-53 GA und eine Transall C-160 auf dem Rollfeld.

Quelle: Sven Gückel

Holzdorf. Als größter Einzelaussteller präsentiert die Bundeswehr auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) 2016 vor tausenden Zuschauern ihre Fähigkeiten. Der Fliegerhorst Holzdorf südlich von Jüterbog avanciert dabei schon in der Vorbereitung zur wichtigen Drehscheibe.

Den Wochen vermeintlicher Ruhe folgt nun ein Sturm der Bewegung. Pausenlos drehen gegenwärtig Hubschrauber, Jets und Transportmaschinen über dem Fliegerhorst Holzdorf ihre Kreise, setzen zur Landung an oder starten sofort wieder durch. Soldaten verschiedener Verbände haben sich am Bundeswehrstandort Holzdorf kurzzeitig einquartiert, um gemeinsam für die geplanten Flugvorführungen bei der ILA zu üben. Ziel ist es, die Fach- und Publikumstage an der Südseite des Flughafens BER zu nutzen, um das Fähigkeitsspektrum der Militärluftfahrt umfassend darzustellen. Zum Einsatz kommen dabei neben Kampfflugzeugen der Typen Eurofighter und Tornado die Transportflugzeuge A-400M, A-310 MRTT, A-319 sowie die Transall C-160 und verschiedene Hubschrauber der Typen CH-53, NH-90, Tiger, Bell UH-1D, Bo 105, H-145, H-135, Sea Lynx oder Sea King.

Eine Transporthubschrauber setzt Infanteriesoldaten ab

Eine Transporthubschrauber setzt Infanteriesoldaten ab.

Quelle: Sven Gückel

Die Maschinen sollen nicht nur am Boden zu betrachten sein, sondern ihr Können vor allem in der Luft beweisen. Aus diesem Grund trainiert die Truppe seit Montag dieser Woche ausgiebig in Holzdorf. „Ein Prozedere, das nicht alltäglich ist. Daher ist es wichtig, dass die einzelnen Verbände und Maschinen die geplanten Vorführungen genauestens einstudieren“, sagt Oberstleutnant Jürgen Haupenthal, Kommandeur der Holzdorfer Lufttransportgruppe Hubschraubergeschwader 64.

Vorgesehen sind drei Flugmodule. Im ersten wird den Besuchern der ILA das Verfahren Nothilfe demonstriert. Das sind Szenarien, wie sie etwa beim Löschen größerer Waldbrände angewandt werden können. Hubschrauber CH-53 GA mit einem als Außenlast befestigten Feuerlöschbehälter, der 5000 Liter Wasser fasst, stellen Punktlöschungen oder das Ablöschen eines Brandes auf größerer Fläche dar. In einer anderen Übung wird von Bord einer Bell UH-1D ein Hundeführer samt Tier mit einer Rettungswinde abgelassen, um die Spur einer vermissten Person aufzunehmen.

BO-105 im Vollflugtraining

BO-105 im Vollflugtraining.

Quelle: Sven Gückel

Wesentlich umfassender ist eine Übung, wie sie im Ernstfall durch die Bundeswehr bei ihren Auslandseinsätzen praktiziert wird. Dabei gilt es vornehmlich, verletzte Soldaten oder gefährdete Staatsbürger aus einer feindlich gesinnten Umgebung zu evakuieren. Während Hubschrauber des Typs Tiger das Areal umkreisen und die Landezone mit ihren Bordwaffen sichern, landen CH-53 und NH-90, setzen Kampftruppen ab oder nehmen Verletzte und Evakuierte auf. Auch der Einsatz von medizinischen Rettungshubschraubern (MedEvac) wird so gezeigt: Ein Hubschrauber setzt auf, um sich der Verletzten anzunehmen, während zeitgleich eine zweite Maschine das Terrain aus der Luft absichert.

Führer und Hund werden abgeseilt

Führer und Hund werden abgeseilt.

Quelle: Sven Gückel

Höhepunkt und Abschluss jeder Flugshow wird eine Luftparade aller Flugmuster sein. In diese integriert ist auch der Hubschrauber Bo 105. Die bislang in der Bundeswehr verbliebenen und in Celle stationierten Maschinen werden zum Ende dieses Jahres außer Dienst gestellt. Für die Bo 105 ist die ILA deshalb eine letzte Gelegenheit, sich vom Publikum zu verabschieden. Begleitet wird der Helikopter dabei von je vier Eurofightern und Tornados, einem Tankerflugzeug, einer Transall, einem A400M sowie den Hubschraubertypen NH-90, Tiger, Bell UH-1D und CH-53 GA.

„Mit Beginn der ILA am 1. Juni endet für uns das Thema aber nicht“, sagt Haupenthal. Vielmehr bleibt der Fliegerhorst Holzdorf während der vier Tage die Ausgangsbasis für die Flugvorführungen. Das heißt, die Maschinen starten in Holzdorf und kommen nach der Show wieder hierher zurück, um aufgetankt und gewartet zu werden. Zudem ist Holzdorf während der ILA Ausweichflugplatz für alle Jets der Bundeswehr. Unterdessen nutzt die Truppe den zivilen Flugplatz in Schönhagen bei Trebbin als vorgeschobene Operationsbasis, auf der unter anderem die verwendeten Löschbehälter bis zum nächsten Einsatz abgestellt werden.

Von Sven Gückel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg