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Sie fahren... zu schnell

Niedergörsdorf Sie fahren... zu schnell

In vielen Ortsteilen der Gemeinde Niedergörsdorf ist das Thema Geschwindigkeit ein Dauerbrenner – Noch in diesem Jahr soll es deshalb eine mobile Messanlage geben. Einwohner berichten über die Problemzonen ihrer Ortsteile. Besonders schlimm sei es an den Ortsein und -ausgängen.

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Obwohl in der Neuen Straße in Seehausen ein Schild vor herüberlaufenden Kindern warnt, halten es manche Autofahrer nicht für nötig langsamer zu fahren.

Quelle: Isabelle Richter

Niedergörsdorf. Im aktuellen Haushalt hat die Gemeinde Niedergörsdorf unter anderem eine mobile Geschwindigkeitsmessanlage eingeplant. Die Kosten dafür liegen bei etwa 2500 Euro. Im Gegensatz zu anderen Projekten ist das eine eher geringfügige Investition, notwendig sei sie laut Verwaltung trotzdem.

Denn in einigen Ortsteilen ist das Thema Geschwindigkeit schon lange präsent. Gerade an den Ortsein und -ausgängen gebe es laut Gemeinde in fast allen Ortsteilen immer wieder Auffälligkeiten.

Mehrere Problemstellen in Seehausen

Bekannt ist das Problem mit Rasern vor allem in Seehausen. „Das Thema ist bei uns seit ungefähr zwei Jahren immer wieder mal aktuell. Zum ersten Mal wurde es beim Stammtisch angesprochen“, berichtet Frank-Perter Sturm. Der Ortsvorsteher freut sich deshalb, dass die Messanlage nun endlich mit auf der Liste steht. Denn in seinem Ort gibt es mehrere Stellen, an denen zu schnell gefahren wird.

Eine davon befindet sich in der Neuen Straße, direkt hinter dem Ortseingang aus Richtung Gölsdorf. „Viele fahren mit Tempo 70, 80 ins Dorf rein oder beschleunigen beim Herausfahren schon weit vor dem Ortsausgang“, erklärt Sturm.

Hinweisschilder halten Raser nicht ab

Obwohl es in der Straße aufgrund der nahe gelegenen Kindertagespflege „Tinas Kinderstube“ bereits Schilder gibt, die eindeutig auf Kinder hinweisen, halte sich nicht jeder an die Vorschrift.

Bis jetzt sei noch nichts passiert, „aber wir müssen es ja nicht erst soweit kommen lassen“, sagt Frank-Peter Sturm. Der Ortsvorsteher hofft darauf, dass die neue Messanlage künftig für mehr Aufmerksamkeit bei den Autofahrern sorgt. „Viele kriegen gar nicht mit, dass sie zu schnell sind. Aber so ein Gerät macht ja ein bisschen was im Kopf. Wenn ich persönlich so etwas sehe, gehe ich schon in die Eisen“, sagt Sturm.

Prompte Überholung bei Testfahrt

Eine weitere Problemstelle sei die Straße von Seehausen nach Blönsdorf. Obwohl beide Orte ineinander übergehen, verleitet ein kurzer, unbebauter Straßenabschnitt innerhalb der Ortschaft viele Fahrer dazu, Gas zu geben.

Als Frank-Peter Sturm zur Demonstration mit seinem Wagen dort entlang fährt, wird er prompt von einem ungeduldigen Fahrer überholt. Meistens handele es sich dabei um Pendler. Er schränkt allerdings ein: „Es sind auch die Leute aus dem Ort.“

Skater müssen aufpassen

Auch im Ortsteil Oehna gibt es diese Probleme. Gemeindevertreterin Marita Marufke (SPD) berichtet von Fahrzeugen, die ohne Rücksicht auf Verluste von allen Seiten in den Ort hineinrasen.

Wer als Skater in Oehna die Straße passieren will, sollte ganz besonders vorsichtig sein

Wer als Skater in Oehna die Straße passieren will, sollte ganz besonders vorsichtig sein.

Quelle: Isabelle Richter

Direkt hinter dem Ortseingang aus Richtung Rohrbeck befindet sich beispielsweise ein Übergang der Fläming-Skate, an dem es bereits öfter zu brenzlichen Situationen kam. Eine kleine Warnung könnte da den einen oder anderen Autofahrer sicher wach rütteln.

Da es in anderen Ortsteilen ähnliche Probleme gibt, hat sich die Gemeinde für ein mobiles Messgerät entschieden. Ob dieses den Autofahrern nur die Geschwindigkeit oder auch einen moralischen Smiley anzeigen soll, wird noch entschieden. Verschiedene Angebote werden derzeit eingeholt.

Von Isabelle Richter

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