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Teltow-Fläming "Sie sollen nicht vergessen sein"
Lokales Teltow-Fläming "Sie sollen nicht vergessen sein"
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00:18 10.11.2013
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Wie kam es zu der Idee, Herrn Wolkowicz ins Gemeindezentrum einzuladen?
Anne Lauschus: Meine Tochter arbeitet beim Institut Neue Impulse in Potsdam. Das Institut ermöglicht die Begegnung mit Zeitzeugen. Herr Wolkowicz ist zurzeit in Potsdam. Ich habe ihn gefragt, ob er nach Mahlow kommen möchte und er hat zugesagt.

Warum ist Ihnen die Erinnerung an den 9. November 1938 wichtig?
Lauschus: Der 9. November ist ein Tag des Gedenkens. Es wäre schwer für mich auszuhalten, wenn der Tag verginge, als sei nichts gewesen. Wir wollen an die erinnern, die selbst nichts mehr sagen können. Sie sollen nicht vergessen sein.

An wen richtet sich die Veranstaltung?
Lauschus: Jeder ist eingeladen. Wir hoffen natürlich, dass viele junge Leute kommen. Was Herr Wolkowicz zu erzählen hat, sind seine Erfahrungen, also etwas anderes, als ein Geschichtsbuch. Die Zeit, in der wir Leute fragen können, die die Schrecken von damals miterlebt haben, wird vergehen.

Was hat Herr Wolkowicz erlebt?
Lauschus: Er hat eine Massenerschießung in der Ukraine nur durch Zufall überlebt. Er wurde gefangengenommen, konnte aus dem KZ fliehen. Er hat die Hölle erlebt und 50 Jahre lang geschwiegen. Irgendwann konnte er nicht mehr schweigen. Seitdem erzählt er seine Geschichte vor allem jungen Menschen. Mittlerweile ist er 90 Jahre alt. Wahrscheinlich ist das sein letzter Deutschlandbesuch.

Shlomo Wolkowicz wird am Sonnabend um 14.30 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum, Rathenaustraße 45, zu Gast sein. Anschließend gibt es einen stillen Lichtermarsch zu den Stolpersteinen für die jüdische Familie Amster in der Trebbiner Straße. Als Zeichen des Gedenkens sind die Mahlower aufgerufen, ab 17 Uhr eine Kerze ins Fenster zu stellen.

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