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Sieben Wochen Stillstand auf der Schiene

S-Bahn erneuert Gleise zwischen Blankenfelde und Berlin-Lichtenrade Sieben Wochen Stillstand auf der Schiene

Vom 13. Juli bis zum 31. August kommt es zu Einschränkungen auf der S-Bahn-Linie 2. Weil die Gleise komplett erneuert werden, müssen Pendler auf Ersatzbusse oder den Regionalverkehr ausweichen. Um bis zu 20 Minuten verlängert sich die Fahrzeit von und nach Berlin.

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Der Bahnhof Mahlow wird für drei Wochen zum Endhalt.

Quelle: Zielke

Blankenfelde-Mahlow. In den Sommerferien werden Bahnfahrer unfreiwillig zu Busfahrern. Vom 13. Juli an lässt die S-Bahn die Gleise der Linie 2 zwischen Berlin-Lichtenrade und Blankenfelde in zwei Abschnitten erneuern.

Bis zum 31. Juli wird die sechs Kilometer lange Strecke zwischen Mahlow und Blankenfelde gesperrt. Für die Züge aus Berlin ist dann in Mahlow Endstation. Vom 1. bis zum 31. August ist der komplette Abschnitt bis Blankenfelde gesperrt. Während der Sperrung des ersten Abschnitts ist ein Ersatzverkehr von Blankenfelde nach Mahlow eingerichtet. Weil die Haltestelle am Mozartweg in Blankenfelde mit dem normalen Busverkehr schon ausgelastet ist, fahren die Ersatzbusse in der Moselstraße ab und von dort zum Mahlower Bahnhof. Ab August verlängert sich die Busroute bis zum Lichtenrader Bahnhof. Laut Detlef Speier von der Marketingabteilung der S-Bahn fahren die Busse im 20-Minuten-Takt. Für jede S-Bahn soll ein Bus eingesetzt werden. Sollte dieser überfüllt sein, steht ein Bus in Reserve immer bereit. Um zehn bis 20 Minuten verlängert sich die Reisezeit. „Wir gehen auch davon aus, dass viele Pendler auf den Regionalzug ausweichen“, sagt Speier.

Da die Strecke nur eingleisig ist, lassen sich Vollsperrung und Ersatzverkehr nicht vermeiden, sagt Bahnsprecher Michael Baufeld. Die 1992 fertiggestellten Gleise haben das Ende ihrer Lebenszeit erreicht. Die Schwellen sind marode, die Stromschienen abgenutzt. An einer Stelle kurz vor Mahlow müssen die Züge von 80 auf 60 Kilometer in der Stunde abbremsen.

Die neuen Gleise werden von einer der größten Maschinen verlegt, die es in Deutschland gibt. Sie gehört zur Firma Spitzke aus Großbeeren und verlegt 200 Meter Schotter, Schwellen und Schienen in einer Stunde. Dass die Arbeiten trotzdem sieben Wochen dauern, begründet Projektleiter Martin Dahlke mit den umfangreichen Stopfarbeiten, die anschließend nötig sind. Dann kann es auch mal etwas lauter werden. „Wir informieren die Anwohner rechtzeitig“, sagt er. Um den Lärm in Grenzen zu halten, finden die Arbeiten von Montag bis Sonnabend von 6 bis 22 Uhr statt. In der kommenden Woche beginnt die Bahn mit der Informationskampagne. 15 000 Flyer sind gedruckt und sollen direkt in den Zügen verteilt werden – ein Novum bei der Bahn, sagt Sprecher Michael Baufeld. Ebenso wie das Bürgertelefon, das bei Fragen und Hinweisen unter  030/27 01 93 33 erreichbar ist.

Mit dem geplanten Ausbau der Dresdner Bahn zwischen Berlin-Südkreuz und Blankenfelde haben die Arbeiten an den S-Bahn-Gleisen nichts zu tun. Darauf weist Projektingenieur Ralf Klammert ausdrücklich hin. Dieser soll frühestens 2018 beginnen und bis zu sechs Jahre andauern. Der Planfeststellungsbeschluss dafür liegt noch beim Eisenbahnbundesamt. Initiativen aus Lichterade haben bereits angekündigt dagegen zu klagen. Sie fordern, die Fernbahnstrecke in einen Tunnel zu legen.

Von Christian Zielke

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