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Teltow-Fläming Siege für Gölsdorf und Gräfendorf
Lokales Teltow-Fläming Siege für Gölsdorf und Gräfendorf
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19:26 21.06.2015
Die Gölsdorfer Männer, der spätere Kreismeister, bei den Vorbereitungen zum 2.Lauf im Löschangriff nass.   Quelle: Jutta Abromeit (3)
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Wünsdorf

 Es gibt im Feuerwehrsport des Kreises einen neuen Champion: Die Männer aus Gölsdorf (Gemeinde Niedergörsdorf). Sie lösen in der Hauptdisziplin, dem Löschangriff nass, Seriensieger Mellnsdorf ab. Als einzige von sieben Mannschaften blieben sie mit ihrer Bestzeit unter 26 Sekunden. Bei den Frauen waren zwei Mannschaften am Start, die Teams aus Gräfendorf (Gemeinde Niederer Fläming) und aus Nächst Neuendorf (Zossen).

 Letztere Truppe bereitete sich zum ersten Mal auf solch einen Wettkampf vor. Dabei war das Training dafür nicht einfach, die Frauen kommen aus Nächst Neuendorf, Horstfelde und die 27-jährige Nicole Dornbusch sogar aus Paplitz (Stadt Baruth). „Wir versuchen, wenigstens alle 14 Tage einmal gemeinsam zu trainieren“, erzählt die Bürokauffrau. Das gemeinsame Training in Nächst Neuendorf sieht allerdings ganz anders aus als der Wettkampf „auf dem Super-Platz hier in Wünsdorf“, sagt Dornbusch; zum Üben bleibt ihnen nur ein Stück Feldweg. Deshalb ist sie mit dem ersten Wettkampf „sehr zufrieden“.

Froh über den ersten erfolgreich absolvierten Wettkampf ist auch ihre Namensvetterin Nicole Jordan aus Horstfelde. Sie war die Schlussfrau der Staffel und musste mit dem Wasserstrahl möglichst schnell das Ziel treffen. Lautstark angefeuert wurde sie vom fünfjährigen Sohn Justin: „Lauf, Mutti, schnell!“, brüllte er. Dann das Wasser und das erlösende Aufleuchten der Ampel, als der Strahl triftt. Noch in voller Montur gibt’s auch die Anerkennung vom Lebensgefährten, ein Küsschen von Feuerwehrmann Marian Kaufmann. Über den Platz tönt die Lautsprecher-Ansage von Stadionsprecher Carsten Herfurth, dass sich die Nächst Neuendorferinnen im zweiten Lauf mit einer mehr als drei Sekunden schnelleren Zeit deutlich verbessert haben: 53,29 Sekunden. Auch wenn es nicht reicht, den Gräfendorferinnen Paroli zu bieten – die Frauen vom Team Nächst Neuendorf freuen sich über ihre Medaillen. Die bekommen sie am Ende des Wettkampftages umgehängt, von Manfred Marek, dem Stadtwehrführer Zossen.

Warum bei fast 100 Ortswehren und Löschgruppen im Kreis nur relativ wenige Mannschaften bei der Kreismeisterschaft starten, erklären Insider mit dem hohen Aufwand. „Man muss zusätzlich zum Beruf, zur Familie und zur Ausbildung und den Einsätzen auch noch gezielt trainieren“, sagt Wilfried Thäle von der Feuerwehr Ahrensdorf (Ludwigsfelde). Dem „Vater des Feuerwehrsports“ im Kreis, dem Fachbereichsleiter Wettkämpfe, gelingt das offenbar. Er trainiert Nachwuchssportler erfolgreich. Den bisher höchsten Sieg errangen Sohn Sebastian und David Kelch. Die waren vor zwei Jahren bei der Feuerwehr-Olympiade im französischen Marseille mit dem Team Lausitz Olympiasieger geworden. In diese Richtung soll es in zwei Jahren wieder gehen. Da waren die Kreismeisterschaften jetzt für Thäle junior nach zwei Wochen Verletzungspause und für den Zossener Kelch eine Standortbestimmung, beide starten am kommenden Wochenende wieder mit dem Team Lausitz. Diesmal bei der zweiten Station des Deutschland-Cups in Cottbus. Und sie nehmen eine ganz junge Dame mit: Leonie Geißhirt aus Ahrensdorf. Die Elfjährige trainiert erst seit drei Monaten, glänzte aber schon bei den Kreismeisterschaften. Sie war einzige Frau der vormittags in Luckenwalde ausgetragenen Disziplin Hakenleitersteigen und war auch nachmittags in Wünsdorf einzige Starterin auf der Hindernisbahn.

Von Jutta Abromeit

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