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Sieger im Wettbewerb zur Bahnhofseiche steht fest

Dahlewitz Sieger im Wettbewerb zur Bahnhofseiche steht fest

Einer Metamorphose vom toten Baum zum Kunstwerk steht nun nichts mehr im Wege. Der Cottbuser Holzbildhauer Hans-Georg Wagner wird die Dahlewitzer Bahnhofseiche gestalten. Er setzte sich in dem vom Verein „Historisches Dorf“ veranstalteten Wettbewerb gegen zahlreiche Mitbewerber durch und gewann die Stimmen der Dahlewitzer.

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Vertreter der Jury und des Vereins Historisches Dorf ermittelten den Siegerentwurf zur Gestaltung der Dahlewitzer Bahnhofseiche.

Quelle: Fotos: Christian Zielke (2)

Dahlewitz. Ob es ein Zeichen war, dass kurz nach der Verkündung des Siegers im Wettbewerbs zur Gestaltung der Dahlewitzer Bahnhofseiche der Feueralarm im Bürgerhaus auslöste und minutenlang schrillte, wird sich in einem knappen Jahr zeigen. Bis zum Dorffest im September soll der Künstler Hans-Georg Wagner aus dem Baumtorso ein Kunstwerk machen.

Wagner, ein aus Cottbus stammender Holzbildhauer, konnte den Preis nicht persönlich entgegennehmen, weil er am Freitagabend eine Ausstellung in seiner Heimatstadt eröffnete. Sein Entwurf „Zwischen Vergangenheit und Zukunft“ überzeugte die meisten Dahlewitzer. 351 von 514 gültigen Stimmen entfielen auf Wagners Vorschlag, den Baum zu zerteilen. Ein Teil des mächtigen Stamms soll als Sitzmöglichkeit gestaltet werden. Der andere Teil wird zu einer Skulpturengruppe mit einer Zeittafel, die wichtige weltgeschichtliche Daten und bedeutende Ereignisse in Dahlewitz an den Jahresringen dokumentiert.

Eine Jury traf die Vorauswahl

Hans-Georg Wagner setzte sich mit seinem Entwurf gegen zahlreiche namhafte Konkurrenten durch, darunter den Blankenfelder Kunstschmied Werner Mohrmann-Dressel, der die Eiche von vielen kleinen Menschen getragen sehen wollte und damit den zweiten Platz belegte. Der Blankenfelder Skulpturenkünstler Jan Skuin belegte mit seinem Vorschlag den Baum mit einem metallenen Kopf zu ergänzen den dritten Platz und erhielt – ebenso wie der Zweitplatzierte – 500 Euro, die der Verein Historisches Dorf Dahlewitz ausgelobt hatte.

Eine fünfköpfige Jury, bestehend aus Franziska Uhl, Renate Grisebach, Katrin Arietta, Marion Dzikowski und Frank Blum hatte die drei Entwürfe vorausgewählt. Während des Dorffestes am 23. September und am darauffolgenden Tag der Bundestagswahl durften die Dahlewitzer über die Zukunft der Eiche abstimmen.

Der Umgang mit der Eiche sorgte bei vielen Dahlewitzern für Frust

Für Dietmar Bocksch, den Vorsitzenden des Vereins „Historisches Dorf“ und seine Mitstreiter geht ein langer Kampf zu Ende. Viele Jahre haben sie für die Eiche gekämpft, zunächst für ihren Erhalt. Als dieser aufgrund des neuen Tunnels unter der Bahn nicht mehr möglich war, setzten die Dahlewitzer durch, dass der Baum als Kunstobjekt präsent bleibt. Doch auch darum gab es Streit. Als die Gemeindevertretung im vergangenen Jahr entschied, einen neuen Baum auf der Buswendeschleife zu pflanzen, weil man die geplanten 40 000 Euro für ein Kunstwerk aus dem Torso als zu hoch empfand, sorgte das für Frust bei vielen Dahlewitzern und beförderte ein „Jetzt erst recht“ und ließ die Idee eines Wettbewerbs reifen.

„Die Eiche ist Teil unserer Geschichte“, sagt Dietmar Bocksch. 15 000 Euro sind im Haushalt für das Kunstwerk vorgesehen. Noch nicht ganz klar ist, wo die Eiche ihren Platz finden wird. Im Gespräch sind der Bahnhofsplatz, der Garten des Bürgerhauses, der südliche Dorfanger oder der Gutspark. Letzterer ist laut Anke Treffkorn vom „Historischen Dorf“ eher ungeeignet für das Kunstwerk. Sie versprach: „Wir werden gemeinsam mit den Dahlewitzern und dem Künstler den besten Standort finden.“

Von Christian Zielke

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