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Siegesfest Großbeeren nur mit Schlachtgetümmel

MAZ-Leserumfrage Siegesfest Großbeeren nur mit Schlachtgetümmel

Ihr jährliches Siegesfest können sich Großbeerener MAZ-Leser zum größten Teil nur mit Nachstellung der historischen Schlacht von 1813 und Volksfest vorstellen. Das ergab eine Umfrage jetzt. Und ansonsten stört sie der Lärm, ob von Flugzeugen, B undesstraße 101 oder den Lkws im GVZ-Umfeld. Mit der Arbeit des Bürgermeisters ist die Hälfte zufrieden.

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Kinder im Zuwachsort Großbeeren

Quelle: Abromeit

Ludwigsfelde. Fantasie haben manche Großbeerener: Bei der MAZ-Leserumfrage im Ort ging es natürlich um die üblichen kommunalen Sorgen. Aber ein Leser hält es für das drängendste Problem des Ortes, dass die Gemeinde Stadt-Status bekommt. Ein anderer fordert Tempo 30 auf der B 101.

Bei dem, was überregional wohl die stärkste Marke für den geschichtsträchtigen Ort ist, sind sich die Großbeerener ziemlich einig: Knapp 70 Prozent der Teilnehmer der MAZ-Umfrage (Mehrfachnennungen waren möglich) möchten das jährliche Siegesfest Ende August weiterhin sowohl mit einer Schlacht-Nachstellung nach dem Vorbild von 1813 als auch mit einem Volksfest feiern. Die Befürworter und Gegner von militärischen Darstellungen halten sich die Waage  – sechs Prozent wollen das Siegesfest gar nicht, sechs Prozent nur mit der Schlacht-Nachstellung feiern. Und 19 Prozent sähen die Erinnerung an den Sieg über Napoleons Truppen am liebsten nur mit einem Volksfest gewürdigt.

Zwei Drittel wollen Bahnhofsausbau

Ganz eindeutig sind die Meinungen zur Infrastruktur im Ort: Knapp zwei Drittel der Leser halten es für wichtig, dass der Bahnhof ausgebaut wird. Für 28 Prozent ist die Großbeerener Verkehrswelt so, wie sie ist, in Ordnung. Für einige könnte es mehr Verbindungen zwischen den Ortsteilen geben. Die nicht ganz ernst gemeinte Frage nach der Verlängerung des Teltow-Kanals, um Großbeeren ans Wasserstraßennetz anzubinden, halten dennoch zwei Leser für wichtig.

Mehr als die Hälfte zufrieden mit Arbeit des Bürgermeisters

Interessant fällt das Ergebnis angesichts zurückliegender Querelen im Ort zur Arbeit von Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) aus: Zusammengenommen sind mehr als die Hälfte der Antwortenden zufrieden oder sehr zufrieden mit seinem Tun. Zählt man die Antwortmöglichkeiten anders zusammen, ist knapp ein Drittel der Leser sehr zufrieden mit seiner Arbeit beziehungsweise kann sie überhaupt nicht beurteilen. 40 Prozent sind zufrieden mit seinem Agieren, 30 Prozent nicht. Die Nichtzufriedenen beziehen sich denn auch mit der Antwort, was das drängendste Problem im Ort ist, auf die Rathausspitze. So steht dort zum Beispiel, dass die Einwohner von der Verwaltung nicht einbezogen, Fragen und Eingaben nicht beantwortet würden, dass ein vertrauensvolles Miteinander fehle oder dass auf die Bürger zugegangen werden sollte und zugesagte Dinge „auch mal“ umgesetzt werden sollten.

Großbeeren soll mit Wanderwegen punkten

Bei dem, womit der Zuzugsort Großbeeren touristisch mehr als bisher werben sollte, haben die Wanderwege zwischen Berlin und Brandenburg mit 57 Prozent ganz klar die Nase vorn. Ein Drittel der Leser nennt das Wahrzeichen des Ortes, den Siegesturm, als Pfund, mit dem Großbeeren noch mehr wuchern könnte, und 19 Prozent finden, mit der Schinkelkirche auf der Dorfaue wären mehr Interessierte in den Ort zu locken.

Lärm stört viele

Als störend wird der Lärm empfunden, egal ob er von Flugzeugen, der B 101, den Autos auf der Berliner Straße oder vom GVZ und seinem Lkw-Verkehr insgesamt verursacht wird. In Einzelmeinungen werden ein Fuß- und Radweg nach Berlin an der Osdorfer Straße, ein größerer Saal zum Feiern vor allem für die Zeit der Faschingstage oder Radwege nach Ludwigsfelde gewünscht.

Hortbau und bezahlbarer Wohnraum gewünscht

Im Großen und Ganzen decken sich die meisten Leserwünsche mit den Hauptthemen, mit denen sich auch die Gemeindevertreter Monat für Monat befassen: Hort-Neubau, sozialer beziehungsweise bezahlbarer Wohnraum, Tempo 30 in Gemeindegebieten mit viel Verkehr, weniger Lärm oder mehr öffentlicher Nahverkehr. Bei letzterem spielen sowohl Bus- als auch Bahnverbindungen und Verkehrstakte eine Rolle.

Ein Witzbold, der die MAZ in Diedersdorf liest, sieht sich anscheinend gar nicht als Großbeerener – er strich den gesamten Fragebogen kurzerhand durch und hätte lieber zu seinem Ortsteil befragt werden wollen. Außerdem fanden wir beim Auswerten der Umfrage einen Notruf: „Hilfe! Die Rentner von Großbeeren verkümmern.“

Von Jutta Abromeit

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