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Silberhochzeit bei Mercedes Ludwigsfelde

Autobauer feiern 25 Jahre Produktion unterm Stern Silberhochzeit bei Mercedes Ludwigsfelde

Mit Superlativen wurde beim Autobauer Mercedes in Ludwigsfelde die Gründung des Werks vor 25 Jahren gefeiert. Seit dem 1.Februar 1991 liefen in Ludwigsfelde mehr als 660 000 Fahrzeuge mit dem Stern auf der Motorhaube vom Band, der Konzern investierte mehr als 750 Millionen Euro in den Standort mit seinen 2000 Mitarbeitern. Jetzt wird weiter investiert.

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Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Volker Mornhinweg, Van-Chef bei Mercedes, und der Ludwigsfelder Werksleiter Sebastian Streuff (v.l.) schneiden die Geburtstagstorte an.

Ludwigsfelde. Eine der wichtigsten wirtschaftlichen Erfolgsgeschichten der Region wurde am Montag in Ludwigsfelde gefeiert: Das heutige Transporterwerk Mercedes-Benz Ludwigsfelde war vor 25 Jahren gegründet worden.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nannte diese Gründung „ein Zeichen der Hoffnung“. Was damals begann, sei mit Umstrukturierung „nett umschrieben“. Es sei ein wichtiger Schritt gewesen, damit Brandenburg ein modernes Industrieland werden konnte, so der Landeschef. Die Industriegeschichte der Stadt, auch daran erinnerte er, kam mit dem Bau des Daimler-Flugmotorenwerkes vor 80 Jahren ins Rollen.

Dass Mercedes den Mut hatte, in Brandenburg zu investieren, habe angesichts des Umbruchs „viel Unsicherheit aus der Region genommen“, sagte Woidke. Und er gab nach einem „Danke für diese E

Am 1. Februar 1991, vier Monate nach der Wiedervereinigung, hatten Treuhandanstalt und Daimler-Konzern die Nutzfahrzeuge Ludwigsfelde GmbH gegründet. Einen Monat später folgte die Entwicklungsgesellschaft Ludwigsfelde mbH. Heute firmieren die Autobauer der Stadt unter MB Lu – Mercedes-Benz Ludwigsfelde. Sie fertigen als einzige weltweit die offenen Baumuster des Sprinters für zig Aufbauten, ob von der Post, von Mittelständlern oder als Wohnmobil.

Inzwischen hat der Konzern mehr als 750 Millionen Euro in den Standort investiert. Es rollten rund 660 000 Fahrzeuge vom Band, zuerst die Transporter der LN-Baureihe, später Vario, dann für ein paar Jahre der Pkw Vaneo, seit Juni 2006 die Transporter Sprinter. Diese Marke ist ein Erfolgsauto, drei Millionen Fahrzeuge wurden bisher in 130 Staaten exportiert.

„Kämen aus der Antarktis Bestellungen, wären wir auch dafür gerüstet“, sagte Volker Mornhinweg, Van-Chef in der Stuttgarter Konzernzentrale. Er bescheinigte den hiesigen Autobauern Spitzenleistungen: „Ludwigsfelde ist Benchmark Industrie 4.0., manches von dem, was Sie hier an intelligenter Autoproduktion entwickelt haben, findet sich inzwischen weltweit in unseren Pkw-Werken.“ Zurzeit wird in Ludwigsfelde die Produktion des Sprinter-Nachfolgers vorbereitet, genannt VS 30. Dafür investiert der Konzern weitere 150 Millionen Euro, 50 davon in diesem Jahr.

Heute arbeiten die rund 2000 Mitarbeiter und 133 Azubis an der Obergrenze des Zwei-Schicht-Betriebes, täglich verlassen mehr als 200 Fahrzeuge das Werk. Sie machen den Standort auch dank der Größenordnung berühmt, noch nie lieferte Mercedes Ludwigsfelde so viele Autos in alle Welt wie 2015: mehr als 53 000. Besonders berühmt wurde übrigens ein Vario: Umgebaut zum Geldtransporter spielte er bei dramatischen Szenen im Film „Da Vinci Code“ mit und steht heute im Stadtmuseum.

Vor den Geburtstagsgästen erklärte Sven Schmelzer, Meister in der Motor-Vormontage und seit Sommer 1989 im Werk: „Ich bin froh, dass alles so gekommen ist – politisch und hier im Werk.“ Moderatorin Christine Amelang, Leiterin von Werksicherheit und Arbeitsschutz, überraschte Manager Mornhinweg mit einem Dankeschön: „Sie haben immer ein glückliches Händchen gehabt bei der Auswahl unserer Geschäftsführer.“

Die Mercedes-Werker, von Firmen- und Konzernchefs gestern als „Herz des Erfolgs“ bezeichnet, werden das Firmen-Jubiläum im Juni mit einem Sommer- und Familienfest feiern.

Von Jutta Abromeit

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